Thursday, November 09, 2017

Die Niedertracht der unbesorgten Medienmacher

Ein Schmierenstück der Extraklasse: Kaveh Kooroshy schreibt für „Das Erste“: „Besorgte Bürger unterwandern Polizei.“ Mit glatten Lügen, etwa dass „besorgte Bürger“ Geflüchtete pauschal für nicht integrierbar hielten und deren „rassistische Imaginationen systematisch in Politik und Medien sickern“, pervertiert der Autor die Gefahr von „kriminellen Clans, die ganz gezielt versuchen, deutschlandweit in die Schaltstellen von Justiz, aber auch Wirtschaft, Politik und andere Bereiche der öffentlichen Verwaltung einzudringen“. Nachtrag: "Jetzt wird abgewiegelt."

Kooroshy lieferte 2010 seine Bachelorarbeit unter dem Titel „Zur Bedeutung von Facebook für die politischen Aktivitäten zur Situation im Iran“ ab und tritt schon mal gemeinsam mit dem Direktor des Islamischen Wissenschafts- und Bildungsinstituts auf, das zumindest noch2009 unter Einfluss der islamistischen Milli Görüs stand. Seine Hatespeech gegen „besorgte Bürger“ hat Linie, wie man sich nicht nur dort erschließen kann. Als Mitglied und ehemaliger Mentor bei den Neuen deutschen Medienmachern lernt man das offensichtlich. In diesem Beitrag etwa hetzen die moralisch erhabenen Humanisten mit Migrationshinter-grund gegen einen „besorgten Wissenschaftler“: „Mit Verärgerung nehmen die Neuen deutschen Medienmacher die Berichte über eine Studie des Kommunikationswissenschaft-lers Michael Haller zur Kenntnis, nach der die deutschen Medien in der Berichterstattung über Flucht und Asyl ‚versagt‘ hätten. Indirekt redet Haller all jenen Verschwörungstheoretikern und Rassisten das Wort…“ usw., die immer selben Parolen verärgern noch nicht einmal, sie hängen schlicht längst meilenweit zum Halse heraus.

Klar ist: Es geht nicht mal ansatzweise um Sachlichkeit, sondern um Diffamierung aller, die politisch nicht opportune Missstände aussprechen. Die niederträchtige Methode auch weiterer einflussreicher Medienagitatoren, das Besorgtsein als Schimpfwort zu gerieren und umsichtigen Menschen die realistische Wahrnehmung abzusprechen, kann im Rahmen penetranter Wiederholung durchaus als eine Form des Psychoterrors begriffen werden: „Ziel des Täters ist es, das Opfer gezielt zu desorientieren, indem er Halbwahrheiten verbreitet, Feindbilder schafft und sich häufig selbst zum Helfer oder gar rettenden Helden stilisiert“; oder wenn er dem anderen abspricht, die Realität richtig einschätzen zu können, heißt es beim Stangl-Lexikon. Betroffene sollten stets auf Lügen und erfundene Feinde achten und die Manipulationstechnik durchschauen, um ihr nicht zu erliegen. 
https://www.luftwurzel.net/beitr%C3%A4ge-2017/medien/

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