Flüchtlinge aus Syrien und Afghanistan überweisen Geld in die alte Heimat und unterstützen damit ihre Verwandten. Ein Teil des Geldes könnte aus der Mindestsicherung kommen. Dies meldet jedenfalls der ORF in seinen Nachrichten und stützt sich dabei auf Recherchen des Magazins BIBER. Einer Jouralistin gelang es, mit einigen Syrern darüber zu sprechen. Sie bestätigten dies, obwohl beim Thema Geld aus dem Sozialtopf verständlicherweise unter Flüchtlingen äußerste Zurückhaltung herrscht, möchte man doch keine Kürzungen der großzügigen Zuwendungen riskieren. Genaue Angaben gibt es daher nicht. Fakt ist aber, dass die Höhe der Mindestsicherung für Großfamilien den österreichischen Durchschnittsverdiener fassungslos machen.
Damit bestätigen ORF und Biber nun, was sich jeder ohnehin längst denken konnte, nämlich dass aus den üppigen Zuwendungen namens "Mindestsicherung" aus dem Steuertopf auch Verwandte in der Heimat mitversorgt werden. Die oft aufgestellte Behauptung, dass das Geld für Flüchtlinge doch ohnehin zu 100 % der österreichischen Wirtschaft zugute komme, stimmt damit nicht.
Entwickungshilfeexperten sehen diese Rücküberweisungen, engl. bzw. neudeutsch „remittances“, naturgemäß als positiv und als Beitrag zur Entwicklungshilfe, denn diese Geldüberweisungen haben generell einen positiven Effekt auf Armut und Gesundheit. Oft haben sie allerdings auch negative Effekte auf Arbeitswilligkeit, Bildung und Wirtschaftswachstum.Für Entwicklungshilfe ist das Geld aus der Mindestsicherung aber eigentlich nicht gedacht!
Deshalb soll in Zukunft mehr auf Sachleistungen als auf ausschießlich Geldleistungen aus dem Sozialtopf gesetzt werden. Zu hoffen bleibt, dass die neue Regierung diesen Missstand bald aufgreifen und beheben wird.
Wünschenswert für den Steuerzahler wäre außerdem, wenn auch in der Wiener Stadtregierung endlich ein Umdenken einsetzen würde. Gerade in Wien haben Anzahl der Bezieher und Höhe der Mindestsicherung in den letzten beiden Jahren explosionsartig zugenommen und die vorgesehene Budgetierung gesprengt. Ein Zuzug von Flüchtlingen nach Wien aus den Bundesländern, in denen die Mindestsicherung schon vor einiger Zeit gekürzt wurde, dürfte kein Zufall sein. Kein Wunder, dass inzwischen jeder 9. Einwohner Wiens Bezieher einer Mindestsicherung ist - Tendenz stark steigend.
https://www.fischundfleisch.com/isabella/mindestsicherung-fuer-verwandte-in-syrien-und-afghanistan-40762
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