Monday, November 13, 2017

Spur zu Paris-Anschlägen führte nach Nordrhein-Westfalen

Bei den Ermittlungen zu den Terroranschlägen in Paris am 13. November 2015 mit 130 Toten führte eine Spur nach Nordrhein-Westfalen. Dies geht nach WELT-Recherchen aus Ermittlungsakten aus Frankreich, Belgien und Österreich hervor. Demnach standen gleich mehrere Terrorverdächtige, die nach den Paris-Attentaten in Salzburg und Brüssel festgenommen worden waren, offenbar mit einer Person in Deutschland in Kontakt. Bis heute wurde die Kontaktperson allerdings nicht identifiziert. Im Nachgang zu den Anschlägen in Paris hatten Fahnder in einer Flüchtlingsunterkunft bei Salzburg und in Brüssel mehrere Nordafrikaner gefasst, die zur Terrorzelle des sogenannten Islamischen Staats gehört oder diese unterstützt haben sollen. Bei der Auswertung der Telefone stellten die österreichischen Ermittler fest, dass die drei Terrorverdächtigen Abid T., Kamal A. und Adel H. wohl unabhängig voneinander zwischen November 2015 und März 2016, also vor und nach den Paris-Anschlägen, mit deutschen Handynummern in Verbindung gestanden hatten.Nach WELT-Informationen waren alle vier Telefonnummern auf den Namen „Kala Nithi“ registriert. Unter Angabe von unterschiedlichen Geburtsdaten und Wohnanschriften in Hamm und Dortmund. Es soll sich dabei laut Ermittlungsakten um eine „Scheinidentitäten“ handeln, mit der mehrere Prepaid-SIM-Karten angemeldet worden waren.
https://www.welt.de/politik/deutschland/article170546111/Spur-zu-Paris-Anschlaegen-fuehrte-nach-Nordrhein-Westfalen.html

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