Tuesday, November 07, 2017

Wiesbaden: Polizeischüler wegen Messerattacke angeklagt

Ein 19-Jähriger wird bei einem Streit in der Wiesbadener Innenstadt getötet. Angeklagt ist nun auch ein 23 Jahre alter Polizeianwärter aus Niedernhausen.Der Prozess gegen den Polizeianwärter und zwei weitere Männer, die im Zusammenhang mit einer Messerattacke auf eine Gruppe junger Männer in der Wiesbadener Innenstadt stehen, wird voraussichtlich in der zweiten Januarhälfte 2018 beginnen. Bei dem Vorfall im Juni 2017 war ein 19-Jähriger durch einen Stich ins Herz getötet und seine zwei Begleiter durch Stiche in den Bauch schwer verletzt worden. Wie die Staatsanwaltschaft gestern auf Anfrage mitteilte, wurde gegen drei Männer Anklage erhoben. Wegen des Verdachts auf Totschlag und versuchten Totschlag wurde ein 24 Jahre alter Student der Wirtschaftswissenschaften aus Niedernhausen angeklagt. Dieser sitzt zurzeit in Untersuchungshaft. Der 23-jährige Polizeianwärter aus Niedernhausen und ein weiterer 23-Jähriger aus Wiesbaden, die derzeit auf freiem Fuß sind, wurden wegen gefährlicher gemeinschaftlicher Körperverletzung angeklagt.Der Streit unter den jungen Männern muss sich aus nichtigem Anlass entzündet haben. Die Polizeiermittlungen ergeben, dass zunächst die sechs jungen Männer, die später angegriffen wurden, auf den jungen Mann aus Wiesbaden stießen und der Streit anfing. Mit seinem Handy habe dieser seine Kumpels gerufen und er habe gewusst, dass der eine ein Messer mit sich führte. Die Situation eskalierte. Fest steht, dass das zu Tode gekommene Opfer als auch der Mann, der den Streit angefangen hatte, erheblich betrunken waren. Der Fall hatte politische Konsequenzen, weil nachträglich festgestellt wurde, dass der Polizeianwärter als Gewalttäter polizeilich bekannt war und nicht auf der Polizeischule hätte aufgenommen werde dürfen. Daraufhin wurden die Überprüfungen der Anwärter verschärft.
http://www.fr.de/rhein-main/kriminalitaet/wiesbaden-polizeischueler-wegen-messerattacke-angeklagt-a-1382203

1 comment:

Unknown said...

So jemandem muss es künftig untersagt werden Polizist zu werden. Muss alles schön ins polizeiliche Führungszeugnis und zentral abrufbar sein, sodass er nirgendwo als "Beschützer" des deutsches Volkes einen Job findet.