In der Schweiz haben die rechten Parteien Stimmen hinzugewonnen.
Die nationalkonservative Schweizerische Volkspartei (SVP) hatte im Wahlkampf betont, sie wolle die Zuwanderung von Ausländern in die Schweiz begrenzen, Missbräuche im Asylwesen beseitigen und einen "Anschluss" des Alpenlandes an die EU verhindern.
Laut Umfragen wird die SVP wie schon seit Jahren erneut stärkste
politische Kraft im Nationalrat. Demnach kann sie einen leichten Zuwachs
auf rund 28 Prozent der Wählerstimmen verbuchen. Mit einem Plus kann
demnach auch die rechtsliberale FDP rechnen.Sie kam 2011 auf 15,1 Prozent.
In Schweizer Medien war wegen der absehbaren Zuwächse dieser Parteien
von einem politischen "Rechtsrutsch" die Rede. Das führende Institut
für Wahlforschung gfs.bern geht insgesamt von einer leichten
Machtverschiebung von Mitte-Links nach Mitte-Rechts aus.
Die Sozialdemokratische Partei der Schweiz (SP) wird dabei wohl
erneut zweitstärkste politische Kraft. Sie tritt für eine engere
Kooperation mit der EU und eine gemäßigte Reform der Asylpolitik ein.
Die erste landesweite Hochrechnung für alle 26 Kantone wurde für den
Abend angekündigt, ein amtliches Gesamtergebnis soll es erst nach
Mitternacht geben.
Die rund fünf Millionen stimmberechtigten Schweizer waren aufgerufen,
200 Abgeordnete des Nationalrats - der großen Kammer des Parlaments -
sowie 45 der 46 Vertreter der Kantone im Ständerat zu wählen. Der Kanton
Appenzell Innerrhoden wählt traditionell im April statt.
t-online
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