Der bekannte Debatteur und Verfasser diverser Schriften zum Thema Islam, Lars Hedegaard, der vor knapp zwei Jahren einem Mordversuch in seiner Wohnung auf Frederiksberg knapp entging, wird nun bereits zum zweiten Male beschuldigt, den Namen des mutmaßlichen Attentäters veröffentlicht zu haben. Das berichtet Radio 24syv.
Der 28-jährige mutmaßliche Täter ist auf freiem Fuß und hält sich nach Angaben der Polizei in Syrien auf, wo er sich angeblich dem Islamischen Staat angeschlassen hat. Im Februar soll Hedegaard vor Gericht erscheinen, weil er den Namen des Tatverdächtigen bei verschiedenen Anlässen im Internett genannt haben soll. Und trotz der Vorladung soll der Autor in seinem Buch "Attentatet" und in Sozialen Medien erneut den Namen des Mannes genannt haben, den die Polizei verdächtigt, Hedegaard in seiner Wohnung überfallen zu haben.
Hedegaard selbst ist außer sich, dass er als Opfer eines Mordversuches nun seinerseits bestraft werden soll, weil er den Tatverdächtigen "verletze". Wenn er unschuldig sei, so Hedegaard, dann habe er doch Zeit genug gehabt, von den Beschuldigungen Abstand zu nehmen.
Der Anwald des Beschuldigten 28-Jährigen kann dieser Argumentation nicht folgen. Das Verbot der Namensnennung gelte nicht nur aus Rücksicht auf den Beschuldigten und dessen Familie, sondern auch aus ermittlungstechnischen Gründen. Schließlich sei noch gar nicht klar, wer das Attentat verübt habe.
Hedegaard hat nach dem Attentat seine Wohnung verlassen und lebt seither an einem geheimen Ort und wird rund um die Uhr von Beamten bewacht.
nordschleswiger.dk
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