Wednesday, January 20, 2016

Zahl der sexuellen Übergriffe deutlich höher als angenommen

Das Ausmaß der sexuellen Übergriffe auf Frauen in der Silvesternacht in NRW war noch wesentlich schlimmer als bisher bekannt. Nach einem unserer Zeitung vorliegenden Bericht des Innenministeriums für den Innenausschuss wurden allein in den Städten Köln, Dortmund, Düsseldorf und Bielefeld deutlich mehr als 500 Sexualstraftaten begangen. Verdächtige sind überwiegend Nicht-Deutsche aus Marokko und Algerien. In Köln ermittelte die Polizei bis Neujahr um 7 Uhr früh bei 821 Straftaten 1049 Personen als Opfer: Allein 482 Personen stellten Anzeige wegen Sexualdelikten. Von 30 ermittelten Tatverdächtigen stammen 25 aus Marokko und Algerien. In Düsseldorf wurden bei 113 Straftaten 69 Opfer von Sexualdelikten erfasst. Von neun Tatverdächtigen stammen acht aus dem Ausland – vier von ihnen kommen aus Marokko, einer aus Algerien. Opfer mussten in langen Warteschlangen vor der Polizeiwache oft stundenlang auf die Annahme der Anzeige warten. Die meisten Straftaten wurden in der Altstadt begangen. Im Bericht erläutert der Minister: „Einsatzkräfte stellten ein bisher ungewohntes Phänomen fest, bei dem gezielt Gruppen von jungen Männern mit Migrationshintergrund gar keinen Respekt vor Frauen zeigten und jegliche sozial übliche Distanz unterschritten.“ In Dortmund gingen Tage nach Silvester 28 Strafanzeigen ein: In vier Fällen handelt es sich um Sexualdelikte, in 24 Fällen um Körperverletzung und Diebstahl. Bei den Verdächtigen sind sieben Personen nichtdeutscher Nationalität – drei mit illegalem Aufenthalt, vier waren Asylbewerber. Die Bielefelder Polizei meldete 19 Straftaten in der Silvesternacht – davon neun Sexualdelikte. Die bisher ermittelten Tatverdächtigen sind laut Bericht des Ministers marokkanische und algerische Staatsangehörige.
 derwesten.de

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