Das einzige was fast noch schlimmer ist, als die sexuelle
Belästigung an sich, ist die Verharmlosung der selbigen. So geschehen
durch den Schriftsteller Nikolaus Glatter in einer Kolumne für den „Kurier“. Unter dem Titel „Grapschen im Latschi ist pfui“ erklärt er, dass zu viel Aufsehens um dieses Thema gemacht werde.
Seiner Meinung nach werde harmloses Grapschen zu sexuellen Attacken
hochstilisiert, um diese wirksam in den Medien und im kommenden
Wahlkampf einsetzen zu können. Er schildert, dass ihm als Junge etwas
Ähnliches passiert sei. Auch er wurde im örtlichen Schwimmbad im Schritt
unsittlich berührt, während er im Wasser war.
Jedoch sei damals kein großes Drama daraus gemacht worden, sondern
hätte seine Mutter ihm geraten sich nicht so aufzuregen, da ihm im Leben
schlimmeres passieren könne, als unaufgefordert in der Intimzone
berührt zu werden. Nun kann man diesen Artikel natürlich als
sarkastisches Werk und überspitzte Darstellung abtun, jedoch sehe ich es
als gefährliche Verharmlosung eines sehr ernsten Themas.
Sexuelle Belästigung darf nicht unter den Teppich gekehrt werden.
Jeder Übergriff und jede unsittliche Berührung ist eine zu viel – und
gibt es dabei nichts zu beschönigen. Anstatt dies als
Übersensibilisierung der Bevölkerung abzutun, sollten wir weiterhin
Frauen darin bestärken, sich dagegen zur Wehr zu setzen.
Ich jedenfalls werde meinen Kindern niemals raten sexuelle
Belästigung einfach als gegebenen hinzunehmen, sondern dafür eintreten,
dass diese nicht zu einem Alltagsproblem wird.
https://www.wochenblick.at/bei-den-gutmenschen-duerfen-migranten-alles/
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