Und ja, es sind wie immer mehr Männer als Frauen, die rechts wählen. In Sachsen-Anhalt waren es bei 24 Prozent gesamt 29 Prozent Männer, aber nur 19 Prozent Frauen. Doch auch das könnte sich ändern. Denn das Hauptmotiv der Menschen, die AfD zu wählen, ist die Angst. Und das zentrale Angst-Thema der AfD ist nicht etwa zum Beispiel Armut, sondern ist „der Islam“ – und der betrifft die Frauen besonders.
Da rächt sich, dass in all diesen Ländern alle Parteien – von links bis konservativ – seit über einem Vierteljahrhundert das Problem ignoriert haben. Politik wie Medien haben bisher im Guten wie im Bösen nur selten eine Unterscheidung gemacht zwischen dem Islam als Glauben und dem Islamismus als politische Strategie; keine Unterscheidung zwischen der Mehrheit der demokratischen Muslime und der, dank Agitation, steigenden Minderheit der Scharia-Muslime auch mitten unter uns. Dabei sind eigentlich nur die es, die Probleme machen. Doch statt die agitierenden Islamisten zu bekämpfen, wurden sie beharrlich ignoriert oder verharmlost. So haben die jetzt angeschlagenen Parteien den Vereinfachern von AfD das Feld überlassen – und die Menschen im Stich gelassen (nicht zuletzt die nichtradikalen Muslime).
In allen westeuropäischen Ländern, in denen die Rechtspopulisten erstarken – und das tun sie quasi überall – ist „der Islam“ ihr zentrales Thema. Es sind die Parallelgesellschaften, mit ihren verschleierten Töchtern; es ist die Offensive des Scharia-Islams, von der Abschaffung der Nikolaus-Feier im Kindergarten bis hin zu Akzeptanz der Burka; es sind die weltweit mordenden Gotteskrieger, die den Menschen Angst machen. Verständlicherweise.
Flüchtlings-Problem? Die Silvesternacht, in der der zentralste Platz einer deutschen Millionenstadt zehn Stunden lang ein rechtsfreier Raum war, hat die Willkommenskultur dann zum Kippen gebracht. Und seither wird noch nicht einmal differenziert, dass unter den 83 heute Beschuldigten dieser Nacht nur drei echte Flüchtlinge, nämlich Syrer, sind – jedoch 33 Marokkaner und 29 Algerier, die angereist waren, woher auch immer (vielleicht sogar aus Belgien und Frankreich).
Eine fatale Rolle hat es auch gespielt, dass die Gewaltnacht von Köln zunächst von der Polizei verschwiegen und von der Politik verharmlost worden war.
Weiterlesen bei EMMA...
No comments:
Post a Comment