Thursday, March 03, 2016

Islamisten wollten biologische Waffen einsetzen: In Marokko gefasst

Zwei Wochen nach der Festnahme von zehn Dschihadisten hat das marokkanische Innenministerium am Donnerstagabend bekannt gegeben, dass die Gruppe "giftige und tödliche biologische Substanzen" für ein "terroristisches Vorhaben" in dem nordafrikanischen Land einsetzen wollte. Unter den von der Polizei beschlagnahmten Substanzen seien demnach auch solche, die "das Nervensystem zerstören und den Tod herbeiführen" können. Laut dem Innenministerium habe eine Untersuchung der hochgefährlichen Stoffe ergeben, dass diese zudem schwere Umweltschäden verursachen. Die Festnahme der Islamisten war am 18. Februar in der Hafenstadt Al- Dschadida an der Atlantikküste erfolgt, der Polizeieinsatz erstreckte sich auf mehrere Städte Marokkos. Unter den Festgenommenen ist auch ein Franzose. Die Gruppe soll mit der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat zusammengearbeitet haben. Bei den Razzien wurden auch zahlreiche Schusswaffen sowie Munition und Militäruniformen sichergestellt.Die marokkanischen Behörden meldeten in letzter Zeit immer wieder Ermittlungserfolge im Kampf gegen Islamistengruppen mit engen Verbindungen zur IS- Miliz in Syrien und im Irak sowie die Festnahme mehrerer IS- Rekrutierer. Erst vergangene Woche zerschlugen marokkanische Sicherheitskräfte eine islamistische Terrorzelle an der nordafrikanischen Mittelmeerküste. Dabei wurden vier Verdächtige festgenommen, die im Verdacht stehen, Terroristen für Anschläge in Marokko und Spanien angeworben zu haben. Seit 2002 wurden nach offiziellen Angaben in Marokko 153 "Terrorzellen" ausgehoben, 31 davon in den vergangenen drei Jahren. Laut US- Geheimdiensten sind in den letzten 18 Monaten zudem mehr als 1200 Marokkaner nach Syrien und in den Irak gereist, um sich dort dem IS anzuschließen. Die Regierung in Rabat ist besorgt über die Gefahr durch zurückkehrende Kämpfer.
 krone.at

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