Tuesday, September 05, 2017

Fehlbesetzung im Kanzleramt: Integrationsbeauftragte verweigert Auftrag

Welchen Risiken setzt eine Regierung ihr Land und dessen Bevölkerung aus, wenn sie in einer solchen Situation eine sehr große Zahl einwandern läßt, von denen sie weder weiß, was sie fachlich wissen und können und noch weniger weiß, was sie kulturell denken und fühlen? Das gilt keineswegs nur für die jungen muslimischen Männer, die gekommen sind, sondern für alle erwachsenen Asylbewerber aus den islamischen Krisenländern, egal ob Mann oder Frau. Die Geheimdienste überlegen inzwischen sogar, ob sie muslimische Minderjährige verstärkt unter die Lupe nehmen müssen, nachdem einige von ihnen terroristische Anschläge vorbereitet oder durchgeführt haben und für die Propaganda des IS offenbar empfänglich sind. Wieviele der eingewanderten Muslime vertreten fundamentalistische religiöse Positionen oder sympathisieren zumindest mit diesen? Wieviele von ihnen halten die westlichen Lebensformen, abgesehen vom hohen materiellen Lebensstandard, für verkommen und werden sie sich niemals zu eigen machen, möglicherweise sogar bekämpfen, wenn sie dies für erforderlich und durchführbar halten ?Die Integrationsbeauftragte des Bundes scheint die Entwicklungen in den islamischen Ländern, die mittlerweile auf die islamische Diaspora nicht nur in Belgien und Frankreich, sondern auch in Spanien, Deutschland, England und Schweden übergegriffen haben, nicht zu kennen oder nicht zur Kenntnis nehmen zu wollen, obwohl sie inzwischen von Islamexperten wie Hamed Abdal-Samad, Ahmad Mansour, Bassam Tibi, Gilles Kepel, Seyran Ates und anderen ausführlich beschrieben sind. Deswegen stellt sie sich in ihrem Beitrag auch keinerlei kritische Fragen nach der Integrationsbereitschaft muslimischer Einwanderer, sondern hält sie für einen Ausdruck rechtspopulistischer Hetze „gegen Einwanderer, Flüchtlinge, und jeden, der ihnen fremd scheint, um daraus politisches Kapital zu schlagen.“ Dabei unterstellen weder die genannten Islamkritiker noch die von Özoguz kritisierten „Rechtspopulisten“ der Mehrheit der eingewanderten Muslime, dass sie religiöse Fundamentalisten oder gar Dschihadisten seien. Wohl weisen sie jedoch darauf hin, dass der zunehmende Einfluß fundamentalistischer Strömungen des Islam auf die islamische Diaspora die kulturelle Integration von Muslimen in weitgehend säkularisierte westliche Gesellschaften nachhaltig erschwert, wenn nicht unmöglich macht.
 https://www.tichyseinblick.de/meinungen/integrationsbeauftragte-verweigert-auftrag/

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