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Wednesday, December 27, 2017

Vergewaltigungsphantasien

Den Feinden Israels, nicht selten stapeln sie sich hoch zu Verteidigern von Menschenrechten und, auch das noch, Wahrheit, ist tatsächlich keine Lüge zu billig, zu niederträchtig, sie nicht gegen Juden und den jüdischen Staat vorzutragen. Das erlebt derzeit Ben Caspit, nachdem er jüngst ein Video kommentierte, das die Reaktion israelischer Soldaten auf gewalttätige Provokationen zeigt.
In dem kurzen Film, aufgenommen und veröffentlicht von den Täterinnen, sind »Palästinenserinnen«, unter ihnen die als »Shirley Temper« berüchtigte Ahed Tamimi, zu sehen, die mit Geschrei und Schlägen israelische Soldaten attackieren, die sich freilich nicht provozieren lassen. Ben Caspit lobte die Besonnenheit der Angegriffenen und empfahl ein ebenso überlegtes weiteres Vorgehen.
Da die Aufnahmen der aggressiven »Palästinenserinnen« selbst in manchen arabischen Kreisen Anerkennung für die israelische Armee hervorriefen, schrieb Ben Caspit, eine israelische Antwort auf die Provokation sollte abseits von Kameras erfolgen, Videos vermieden werden, die für antiisraelische Propaganda mißbraucht werden könnten. Sätze, die manch kranke Phantasie beflügelten:
»Manchmal ist Zurückhaltung Stärke. [..] Im Fall der Mädchen sollten wir die Strafe bei anderer Gelegenheit einfordern, in der Dunkelheit und ohne Kameras und Zeugen.«
So argumentierte das »israelkritische« Portal Mondoweiss, Ben Caspit habe zwar nicht ausdrücklich »gesagt«, die zwischenzeitlich in der Tat von israelischen Soldatinnen in Untersuchungshaft genommene Ahed Tamimi solle als Strafe für ihre Attacken »geschlagen oder vergewaltigt werden«, doch er habe es so und nicht anders gemeint. Anderswo wurde aus der Andeutung schon die Gewißheit.
Ben Caspit habe zur Vergewaltigung Ahed Tamimis aufgerufen, Gewalt gegen sie gefordert oder sogar deren Tod, unterstellt exemplarisch ein Facebook-Kommentar, der verlangt, Ben Casprit dürfe nicht mehr länger für die Website Al-Monitor schreiben, während das vom Mullah-Regime in Teheran verantwortete PressTV warnte, Ahed Tamimi drohe in der Untersuchungshaft sexuelle Gewalt.
Spätestens damit ist aus der Verleumdung des liberalen Kommentators Ben Caspit eine Dämonisierung Israels geworden. Und wird Ahed Tamimi in ein paar Tagen unversehrt aus der Haft entlassen, werden die Verleumder Israels sicher auch daraus einen gegen Israel gerichteten Vorwurf stricken: Beweist die ausgebliebene Vergewaltigung denn etwa nicht den Rassismusisraelischer Ermittler?
https://www.tw24.net/?p=14172

Friday, July 15, 2016

Kein Irrtum

Für Medien und Medienschaffende ist die Wahrheit ein ganz hohes Gut. Im Pressekodex des deutschen Presserats wird sie deshalb gleich nach dessen Präambel in einem Satz zusammen mit der Würde des Menschen genannt: »Die Achtung vor der Wahrheit, die Wahrung der Menschenwürde und die wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit sind oberste Gebote der Presse.«
Trotz größter Sorgfalt kann es aber aus vielerlei Gründen zu Fehlern kommen. Ein Medium, das etwas auf sich hält, wird sie, wie der Pressekodex empfiehlt, berichtigen: »Veröffentlichte Nachrichten oder Behauptungen [..], die sich nachträglich als falsch erweisen, hat das Publikationsorgan [..] unverzüglich von sich aus in angemessener Weise richtig zu stellen.«
Für Die Zeit gelten diese Grundsätze ganz offenbar nicht. Auf ihrer Website behauptet die Wochenzeitung in einer auf den 12. Juli datierten Meldungüber das von der Knesset am Tag zuvor beschlossene »NGO-Gesetz«, »Vertreter dieser Gruppen«, gemeint sind die Repräsentanten von »NGO«, »müssen außerdem bei Besuchen im Parlament spezielle Plaketten tragen.«
Dieser Satz hat im – moderierten – Kommentarbereich dafür gesorgt, daß die jüdische Demokratie mit Nazideutschland gleichgesetzt wird: »Vermutlich sind solche Plaketten für den ›Gesetzgeber‹ nicht problematisch, weil man in der Selbstwahrnehmung ja nur Gutes damit vorhat. Dumm ist nur, dass das Gleiche auch für die entsprechende Markierungen in Nazideutschland gelten durfte.«
Gleichzeitig wurde die moderierende Redaktion mehrfach darauf hingewiesen, daß es die behaupteten »speziellen Plaketten« nicht geben wird. Von ihnen gab es nämlich schon im Entwurf des »NGO-Gesetzes«, den die Knesset beriet, keine Spur. »Diese Abzeichen sind nicht Bestandteil des Gesetzes«, hatte auch Justizministerin Ayelet Shaked in einem Interview erklärt.
Doch Die Zeit ignorierte diese Hinweise auf ihren Fehler und ignoriert sie bis heute. Eine kritische Nachfrage nahm die Redaktion wohl zwar zur Kenntnis, löschte sie aber und ersetzte sie durch die Belehrung, »bitte verzichten Sie auf Unterstellungen« – eine Reaktion, nach der jedenfalls Die Zeit aber nicht mehr behaupten kann, sie hätte nichts von ihrer falschen Darstellung gewußt.
Dadurch, daß sie sie dennoch nicht zurücknimmt, offenbart die zuständige Redaktion nicht nur ein gestörtes Verhältnis zur Wirklichkeit, sondern sie trägt wissent- und wahrscheinlich willentlich dazu bei, durch Desinformationen Haß auf den jüdischen Staat zu schüren. Indem sie Gleichsetzungen Israels mit Nazideutschland nicht entgegentritt, macht sie Antisemitismus gesellschaftsfähig.
Die Zeit mißachtet durch ihre Weigerung, ihren Fehler zu berichtigen, fortgesetzt Wahrheits- und Sorgfaltspflicht, und sie nimmt es hin, daß unter Berufung auf ihn der demokratische Staat Israel, dessen Parlament und damit letztlich auch dessen Bevölkerung antisemitisch verleumdet und beleidigt werden. Nicht zuletzt verrät die Zeitung damit die Würde der angegriffenen Menschen.

Thursday, January 14, 2016

Unerwünscht

Falls der im Frühjahr 2014 von den »Palästinensern« beendete »Friedensprozesses« je durch neue Gespräche zwischen Israel und der PLO wiederbelebt werden sollte, wird das weder das Verdienst Schwedens sein noch Stockholm eine Rolle dabei spielen. Wiederholte antisemitische Ausfälle der schwedischen Außenministerin ließen Jerusalem sie zur »unerwünschten Person« erklären.
Am Dienstag hatte Margot Wallström Israel kaum mehr verklausuliert die »gezielte Ermordung« von »Palästinensern« vorgeworfen und eine »gründliche Untersuchung« des Vorgehens israelischer Sicherheitskräfte gegen Terroristen verlangt. Seit drei Monaten greifen nahezu täglich bewaffnete »Palästinenser« israelische Bürger an und können oft nur durch Schüsse neutralisiert werden.
Dennoch fielen bereits zwei Dutzend Menschen dem neuen »palästinensischen« Terror zum Opfer, wurden zahlreiche weitere verletzt. Über 90 Angreifer wurden vor, während oder – leider – erst nach ihren Attacken ausgeschaltet, deren Hintergründe Margot Wallström keiner Untersuchung wert zu halten scheint. Sie prangert die Angegriffenen an und solidarisiert sich so mit den Mördern.
Als Repräsentantin eines Staates, der mit seiner Anerkennung »Palästinas« die Haltung der EU mißachtete, ein solcher Staat könne nur das Ergebnis erfolgreicher Gespräche mit Israel sein, hatte die Sozialdemokratin im November die »israelische Besatzung und Unterdrückung der Palästinenser« für »Extremismus und all das, was in der Region geschieht«, verantwortlich gemacht.
Daß ihr nach diesen verleumderischen Äußerungen die Terrororganisation Fatah mit einer ganzen Reihe von Postern Komplimente machte, hat Margot Wallström nicht nachdenklich gestimmt. Es ist ihr auch nicht peinlich, daß selbst die israelische Opposition ihr widerspricht: »Wir werden Schweden nicht gestatten, sich in unsere Angelegenheiten einzumischen«, erklärte etwa Tzipi Livni.
Und Avigdor Libermann ergänzte nicht ganz unzutreffend, »die Außenministerin Schwedens hat bisher einzig darauf verzichtet, sich mit Palästinensern zusammenzutun und Juden niederzustechen«. Es war überfällig daß die an Kritik und »Kritik« ja durchaus gewöhnte Regierung in Jerusalem auf die schwedischen Beleidigungen reagierte. Margot Wallström kennt weder Maß noch Anstand.
 tw24

Thursday, December 10, 2015

Weltretter

Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) hat am Donnerstag in Berlin ihren dreitägigen Bundesparteitag 2015 eröffnet, der einer der Superlative zu werden droht. Rund 600 Delegierte und 5.000 Gäste erwartet, wie es auf der Website der Partei heißt, ein »volles«, aber auch ein »spannendes« Programm: 900 Anträge sollen beraten, eine Parteispitze gewählt werden.
Nach Formalia und einem Auftritt des ehemaligen deutschen Kanzlers Gerhard Schröder, der in seiner Rede um gleich zwei verstorbene »israelkritische« Identifikationsfiguren der Partei, Günter Grass und Helmut Schmidt, weinen mußte, stehen auf der Suche nach einer »gerechten Welt« als erster Schwerpunkt die zahlreichen Konflikte der Gegenwart im Mittelpunkt der Beratungen.
Zu einem dieser Konflikte, dem, wie es im Antragsheft heißt, »Konflikt zwischen Israel und Palästina«, fallen den Sozialdemokraten Sätze ein wie dieser: »Durch die ungebremste israelische Siedlungspolitik – im Westjordanland, wo der palästinensische Staat entstehen soll, leben inzwischen 600.000 israelische Siedler – wird eine Lösung immer unwahrscheinlicher.«
Und damit niemand das – freilich an die Forderung nach einem »palästinensischen« Staat gebundene – Bekenntnis zum Existenzrecht Israels mißversteht, wird ergänzt, »die sich weiter rasant verschlechternden Lebensbedingungen der unter israelischem Besatzungs- und Militärrecht lebenden palästinensischen Gesellschaft erfordern neue Anstrengungen für eine Lösung«.
Die SPD, das machen diese Formulierungen deutlich, müht sich nicht einmal mehr, durch demonstrative Äquidistanz eine objektive Position zu heucheln. Für sie steht fest, an wessen Politik die Lösung dieses Konflikts scheitert – und woran nicht. In dem vom Schleswig-Holstein vorgelegten Vorschlag gibt es keinen »palästinensischen« Terror, keine Hetze zum Mord an Juden.
Und auch ein weiterer Antrag, eingebracht vom Landesverband Berlin, macht es nicht besser, zumal es hier gelegentlich nicht ganz einfach ist, ihn zu entschlüsseln: »Die UNRWA muss stärker darauf ausgerichtet werden, dauerhafte Lebensgrundlagen für die von ihnen Unterstützenden zu schaffen.« In welcher Sprache ist das ein Satz? Immerhin, es gibt ein paar vernünftige Ideen.
Von der UNRWA zu verlangen, sie müsse »sicherstellen, dass in ihren Einrichtungen keine Waffen deponiert werden«, ist jedenfalls nicht falsch. Und gut klingt auch, »alle palästinensischen Akteur*innen müssen sich unmissverständlich zum Existenzrecht Israels bekennen«. Daß dieses Bekenntnis erst »im Ergebnis« von Verhandlungen enthalten sein soll, ist gleichwohl inakzeptabel.
Und was ist von einer Erkenntnis wie dieser zu halten: »Gewalt erzeugt Gegengewalt«? Wird sich die deutsche Sozialdemokratie in diesen Tagen gegen den erst jüngst mit großer Mehrheit auch der SPD-Abgeordneten im Reichstag beschlossenen Einsatz gegen die Daesh distanzieren? Oder ist Gewalt gegen Terroristen nur dann inakzeptabel, wird sie von israelischen Soldaten ausgeübt?
Es ist nicht ausgeschlossen, daß es sozialdemokratische Freunde Israels gibt. Hätten sie Einfluß in der Partei, die Antragskommission des Parteitags würde die Ablehnung der Israel betreffenden Anträge vorschlagen und nicht deren Annahme. Zu offen die Bereitschaft, antisemitischen Terror zu entschuldigen, zu einseitig die »Kritik« an Israel. Die SPD ist keine Partei der Zivilisation.
 tw24

Wednesday, August 05, 2015

Katastrophenhelfer

Durch einen Kommentar, der bereits Ende März in der Basler Zeitung erschien und ihm »punktuell gute Arbeit« bescheinigte, aber auch vorwarf, es unterstütze antisemitische Aktivitäten und verstoße dadurch gegen die eigenen Statuten, sah sich das Hilfswerk der evangelischen Kirchen Schweiz (HEKS) so schwer verleumdet, daß es gegen die Zeitung vor ein irdisches Gericht zog.
Wie die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) unter Berufung auf die jüngste Ausgabe Kirchenzeitung reformiert berichtet, stört das evangelische Hilfswerk sich vor allem an dem Satz, »mit seinen antiisraelischen Aktivitäten verstösst das Heks gegen das eigene Stiftungsstatut und veruntreut Spendengelder«. Damit werde dem Hilfswerk in rufschädigender Weise eine Straftat vorgeworfen.
»Wir forderten die Redaktion auf, den Artikel von ihrer Website zu entfernen. Das wurde relativ schnöd abgelehnt«, erklärte Dieter Wüthrich, Leiter Medien und Information des HEKS gegenüber reformiert. »Für uns war der gerichtliche schliesslich der einzig gangbare Weg«. Einem früheren Kommentar des Gastautors David Kleins hatte noch HEKS-Direktor Ueli Locher geantwortet.
»Das Heks ist weder ein Feind des Staates Israel noch hat es jemals direkt oder indirekt dessen Existenzrecht infrage gestellt. Und es verurteilt jegliche Form von Antisemitismus aufs Schärfste.«
Laut Stiftungsstatut setzt sich das HEKS tatsächlich »ein für Menschen in wirtschaftlicher und sozialer Not im In- und Ausland, namentlich in den Bereichen der zwischenkirchlichen Hilfe, der Entwicklungszusammenarbeit, der Diakonie, der Flüchtlingshilfe und der Katastrophenhilfe«, sein »gesellschaftspolitische Engagement« stehe ausschließlich »im Dienste dieser Aufgaben«.
Antisemitismus, das liegt auf der Hand, ist eher keine Katastrophenhilfe, antiisraelische Propaganda lindert keine Not. Dennoch unterstützt das HEKS neben der in der Basler Zeitung bereits mit einer unzweideutigen Abbildung hinreichend charakterisierten »NGO« Badil etwa die seit Beginn der Ersten Intifada aktiven Physicians for Human Rights – Israel (PHR-I) mit Sitz in Jaffa.
Die PHR-I betreiben dort eine Offene Klinik, wo sie Migranten und Menschen ohne Papiere unterstützen, in den umstrittenen Gebieten, die sie gleichwohl »besetzte« nennen, unterhalten sie eine mobile Klinik. Daneben engagieren sie sich für arabische und »palästinensische« Insassen israelischer Gefängnisse, Khadar Adnan beispielsweise, hochrangiges Mitglied des Islamic Jihad.
Und dieses Engagement deutet an, daß die vermeintliche Wohltätigkeit der PHR-I jedenfalls nicht unproblematisch ist. Die Organisation, die nicht nur vom HEKS, sondern auch zahlreichen weiteren Sponsoren, darunter mehrere europäische Staaten, finanziert wird, verfolgt eine antiisraelische Agenda, die ihre Arbeit prägt. So veröffentlichten sie 2002 Karikaturen, die Israel dämonisieren.
»In an eight-page cartoon pamphlet that can only be described as anti-Semitic, this organization displayed caricatures of heavily-armed Israeli soldiers ›oppressing‹ innocent-looking Palestinians. In one cartoon, two Israeli soldiers at a checkpoint are portrayed as mocking a pregnant Palestinian woman. The ambulances used to carry suicide bombers and explosives are conveniently erased in this crude propaganda, and inhuman Palestinian terrorism is not even mentioned.«
Ihre politische Agenda führte 2009 dazu, daß die Israel Medical Association (IMA) die Kooperation mit den PHR-I beendete, nachdem die »palästinensische« Proteste gegen den Anti-Terror-Sperrzaun in Bilin unterstützt hatten. IMA-Chef Yoram Blachar, damals auch Präsident des Weltärztebunds, nannte sie »a radical political group disguised as a medical organization«.
Kann die Unterstützung einer solchen »NGO« wirklich als unbedenkliches Engagement »für Menschen in wirtschaftlicher und sozialer Not im In- und Ausland« rechtfertigt werden, als »zwischenkirchliche Hilfe«, als »Flüchtlingshilfe und [..] Katastrophenhilfe«? Ist eine Zusammenarbeit mit den PHR-I Ausweis einer Verurteilung »jegliche[r] Form von Antisemitismus aufs Schärfste«?
 tw24

Thursday, July 30, 2015

Antisemitismus

Als die Fatah Anfang 2012 in Ramallah den 47. Jahrestag ihrer Gründung feierte, erläuterte der vom Regime des »Palästinenserpräsidenten« Abu Mazen berufene Mufti Muhammad Hussein unter dem Beifall der Party-Ausrichter und -Gäste, was der Daseinszweck eines jeden wahren Muslim sei: »The Hour [of Resurrection] will not come until you fight the Jews.«
Der vom amtlichen TV des Regimes in Ramallah in ganz »Palästina« verbreitete Aufruf zum Völkermord an den Juden erreichte mit einiger Verspätung auch die lokalen Vertreter der Europäischen Union, die immerhin dennoch ein falsch datiertes Statement zusammenstümperten, mit dem sie »the Mufti of Jerusalem’s inflammatory speech« zurückwiesen:
»In line with Article 20 of the International Covenant on Civil and Political Rights, the EU firmly rejects ›any advocacy of national, racial or religious hatred that constitutes incitement to discrimination, hostility or violence‹.«
Catherine Ashton, die damalige Hohe Außenbeauftragte der EU, igorierte hingegen die Berichte über die antisemitischen Ausfälle des klerikalen Führers der PA, der bis heute im Amt ist. Sie nahm den Genozidaufruf so wenig zum Anlaß für kritische Worte wie die Regierung in Berlin, die in jenen Tagen statt dessen PA-Chef Abu Mazen mit allen nur denkbaren Ehren empfing.
Zwei Jahre später, im Frühjahr 2014, ließ Abu Mazen von den Vereinigten Staaten vermittelte Friedensgespräche mit Israel platzen. Statt mit Vertretern der Regierung in Jerusalem über die Lösung von Konflikten auf dem Weg zu einer Zwei-Staaten-Lösung zu beraten, kündigte der »Palästinenserpräsident« an, die »Versöhnung« mit der Hamas vorantreiben zu wollen.
Kommentierte Washington den Versuch der PA, ein Bündnis mit der Hamas zu suchen, noch ablehnend, »this could seriously complicate our efforts«, und erklärte es, »it’s hard to see how Israel can be expected to negotiate with a government that does not believe in its right to exist«, zeigte Catherine Ashton in Brüssel sich für ihre Europäische Union erfreut:
»[T]he process of Palestinian reconciliation [..] creates new opportunities for the peace process, for democratic renewal and for the Palestinian people in both Gaza and the West Bank.«
Hamas-Terroristen entführten drei israelische Jugendliche, ermordeten sie grausam und wurden dafür von großen Teilen der »palästinensischen« Bevölkerung bejubelt; weitere Hamas-Gangs überzogen Israel mit Raketenangriffen und provozierten einen über 50 Tage währenden Krieg. Die PA schützt derweil »palästinensische« Kriegsverbrecher, indem sie deren Verfolgung verweigert.
Catherine Ashton folgte Federica Mogherini, die nun als Hohe Außenbeauftragte der EU auf Erwägungen der israelischen Regierung reagierte, bis zu 800 Wohnungen in Jerusalem zu bauen. Schon solche Überlegungen, so das frühere Groupie Yassir Arafats im Namen Europas, »call into question the Israeli government’s stated commitment to a negotiated two-state solution«.
Schöner hätten die Italienerin, aber – natürlich – auch Frank-Walter Steinmeier, der sich ihr als deutscher Außenministerdarsteller zwischenzeitlich vollinhaltlich angeschlossen hat, ihre moralische Verkommenheit kaum verdeutlichen können. Kündigt der Mufti der PA einen Genozid an, schweigen sie, Versöhnungsbemühungen der PA mit den Jihadisten der Hamas begrüßen sie.
Doch Überlegungen, Wohnungen in der israelischen Hauptstadt Jerusalem zu bauen, stürzen sie in tiefe Besorgnis, »wecken« in ihnen Zweifel am »Bekenntnis der israelischen Regierung zu einer verhandelten Zwei-Staaten-Lösung«. Wer solche Zweifel hegt, die oder der hat sie nicht mehr alle, wen solche Zweifel plagen, die oder der sollte hoffen, daß es für sie eine Therapie gibt.
 tw24

Sunday, February 22, 2015

Die nächste Flut

“Palästinensische” Medien, darunter mit WAFA auch ein “offizielles” Sprachrohr des Regimes in Ramallah, “berichten”, Israel flute derzeit Gaza. Hunderte “Palästinenser” seien auf der Flucht vor den Wassermassen, die Flut Folge der Öffnung von Dämmen durch Israel.
“Almost every year, the Israeli authorities open the floodgates to their dams in the direction of Gaza and without prior notice, to discharge massive quantities of water that had accumulated [..].”
Bei diesen Meldungen handelt es sich um wiederkehrende Lügen. Zwar wird die Region von Unwettern heimgesucht, die angeblich geöffneten Dämme indes existieren gar nicht. Sie sind Emanationen antisemitischen Wahns. “Even the weather is fair game in Hamas’s war of words against Israel.”
Es wird dennoch wohl nicht lange dauern, bis die üblichen Verdächtigen die Lüge auch in deutscher Sprache verbreiten werden. Dabei bestätigt noch nicht einmal Chris Gunness, was WAFA, Maan News & Co. behaupten. Sie alle wiederholen eine Propagandalüge, die vermutlich fünf Jahre alt ist.
Damals, Anfang 2010, begannen “palästinensische” Quellen, die Existenz eines Damms zu behaupten, den es bis heute nicht gibt. Neben der Verleumdung Israels verfolgen solche Meldungen noch einen weiteren Zweck: Sie sollen offenkundig ablenken vom Versagen von Hamas und Fatah.
Es ist erst wenige Tage her, daß die in Gaza herrschende Hamas in Ausbildungslagern Zehntausende Jugendliche auf terroristische Angriffe auf Israel vorbereitete, noch kaum ein halbes Jahr ist es her, daß ihr letzter Krieg gegen die jüdische Demokratie ein vorläufiges Ende fand.
Vor noch nicht ganz einem Jahr ließ “Palästinenserpräsident” Abu Mazen Friedensgespräche mit der Regierung in Jerusalem platzen und suchte dafür das Bündnis mit der islamistischen Gang, bildete mit ihr eine “Einheitsregierung”. Die hat es offenkundig versäumt, Gaza wetterfest zu machen.
Weder Hamas noch Fatah vertreten “palästinensische” Interessen, das machen die Unwetter dieser Tage erneut deutlich. Statt im Krieg gegen Israel Ressourcen zu verschwenden und Infrastruktur zu zerstören, wäre es doch möglich gewesen, “Palästina” aufzubauen, Katar wollte gar eine Stadt in Gaza errichten.
Doch das, ein halbwegs funktionierendes Gemeinwesen, ist nicht das Ziel derer, die vorgeben, die “Palästinenser” zu repräsentieren. Die müssen elend vegetieren, um mit ihnen gegen Israel hetzen zu können. Nach dieser Flut wird vor der nächsten Flut sein, bleiben Fatah und Hamas an der Macht.
 tw24

Wednesday, January 07, 2015

Ehre, wem Ehre …

Der Norweger Mads Gilbert wurde einer größeren Öffentlichkeit als Arzt, der nach eigener Auskunft in Gaza versuchte, Opfern israelischer Angriffe zu helfen und vor allem viel darüber zu reden und zu schreiben. Zahlreich die Interviews, die er 2009 und 2014 gab, zahlreich daher auch die Zeugnisse seiner Voreingenommenheit.
Drei Wochen lang war Mads Gilberts im Juni 2014 auf Einladung der Vereinten Nationen in Gaza im Shifa-“Hospital” tätig, das nach Angaben von Journalisten durch die Hamas als Kommandozentrale für ihre Angriffe auf Israel genutzt wurde und als Raketenabschußplatz. Was Journalisten nicht entging, will Mads Gilbert nicht bezeugen können.
Der “Arzt” im UN-Einsatz, für den er sich möglicherweise mit seiner Zustimmung zu den Anschlägen islamistischer Gangster am 11. September 2001 in New York qualifiziert hatte, “die Unterdrückten haben auch ein moralisches Recht, die USA mit allen Waffen anzugreifen, derer sie habhaft werden können”, verteidigte lieber die Hamas:
“It is people defending themselves against attack from the occupant. How on earth can the occupant defend themselves when they are bombing the occupied people?”
Darüber hinaus behauptete der “Arzt” beispielsweise, “I saw beheaded children in Gaza, I have pictures”. Die wollte er dann aber doch nicht zeigen, und so blieb seine Behauptung bislang ohne Beleg. Nicht einmal “Menschenrechtsaktivisten” griffen sie auf. In seiner Heimat freilich gilt Mads Gilbert wenigstens als Ehrenmann.
“An outspoken Norwegian doctor whose efforts to treat Palestinians wounded in the Gaza conflict garnered worldwide attention has been named person of the year by the country’s largest tabloid, Verdens Gang (VG).”
Börge Brende, der norwegische Außenminister, belehrte Israel im Sommer, “eine Bevölkerung an der Grenze der Hungersnot eingeschlossen zu halten, wird nicht die Sicherheit der Nachbarn des Gazastreifens sichern”, und begann mit der Organisation einer “Wiederaufbaukonferenz” für Gaza, während von dort noch Raketen nach Israel flogen.
Es verwundert wahrlich wenig, kann in einem solchen Staat ein Terrorrechtfertiger und -unterstützer wie Mads Gilbert Man of the Year werden.
 tw24

Saturday, March 22, 2014

Der Weglasser

Gute Journalisten beachten bei ihrer Arbeit verschiedene publizistische Grundsätze, zu denen die “Achtung vor der Wahrheit” sicher nicht als letztes Gebot gehört. In seinem Pressekodex formuliert der Deutsche Presserat näher, was er sich darunter vorstellt:
“Zur Veröffentlichung bestimmte Informationen in Wort, Bild und Grafik sind mit der nach den Umständen gebotenen Sorgfalt auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen und wahrheitsgetreu wiederzugeben.”
Behauptet nun jemand, der gewiß einige Prominenz genießt, “ethnische Säuberungen”, einen zumindest versuchten Völkermord also, ist das durchaus eine Nachricht. Und so zitiert Christian Wagner Richard Falk im Staatsfunk durchaus korrekt:
“Es gibt mehr und mehr Siedler, und Jerusalem wird gezielt zu einer rein jüdischen Stadt gemacht.”
Richard Falk allerdings unterliegt keinem Wahrheitsgebot. Und das kann wissen, wer in Tel Aviv stationiert, in dessen Umgebung tätig ist und sogar noch anmerkt, “die israelische Regierung aber hat Falk immer wieder Einseitigkeit vorgeworfen”.
Doch genügt es, einfach zu erklären, die israelische Regierung widerspreche Richard Falk regelmäßig? Müßte der Journalist, sofern das möglich ist, nicht selbst den Wahrheitsgehalt der Aussage prüfen, die er immerhin aus eigenem Antrieb zitiert?
Christian Wagner jedenfalls unterläßt es. Und so erfährt sein Publikum nicht, daß die israelische Hauptstadt Jerusalem weit davon entfernt ist, “ethnisch gesäubert” und “zu einer rein jüdischen Stadt gemacht” zu werden.
1972 lebten in Jerusalem 313.800 Menschen, unter ihnen 83.500 Araber, was einem Anteil an der Gesamtbevölkerung von 26,6% entspricht. Elf Jahre später, 1983, lag der arabische Anteil an der auf 428.700 Menschen gewachsenen Bevölkerung bei 28,55%.
1995 lag der arabische Bevölkerungsanteil bei 30,1%, fünf weitere Jahre später, 2000, bei einer inzwischen auf 657.500 Menschen gewachsenen Gesamtbevölkerung bei 31,7 Prozent beziehungsweise 208.700 Menschen.
Und so ging es stetig weiter: 2002 lag der arabische Bevölkerungsanteil an der Einwohnerschaft Jerusalems bei 32,6%, 2003 bei 32,9%, 2004 bei 33,56%, 2005 bei 34%, 2006 bei 34,4%, 2007 bei 34,8%, 2008 bei 35,27% und 2009 bei 35,69%.
2015 wird Jerusalem nach Schätzungen 884.000 Einwohner haben, darunter 334.500 Araber (37,8%). 2020 sollen 958.900 Menschen in der israelischen Hauptstadt leben, 371.700 Araber werden dann einen Anteil von 38,76% an der Bevölkerung bilden.
Wie Jerusalem auf diese Weise jemals eine “rein jüdischen Stadt” werden soll, weiß nur Richard Falk, der scheidende Sondergesandte des “UN-Menschenrechtsrats” für die palästinensischen Gebiete. Und, vielleicht, Christian Wagner, der sich die eigene Recherche sparte.
Indem er ausgerechnet diese Behauptung Richard Falks auswählte, zitierte und ihren Wahrheitsgehalt gerade nicht hinterfragte, machte Christian Wagner sie sich zu eigen und desinformierte so sein Publikum, enthielt ihm die Wahrheit vor.
Christian Wagner ist eben bloß ein deutscher Staatsjournaillist.
tw24