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Monday, May 13, 2019

Haßfest in London

In der britischen Hauptstadt London versammelten sich am Wochenende einige Tausend Menschen, um ein Ende Israels zu fordern. Mit ihrem Aufmarsch erinnerten die Teilnehmer, unter ihnen zahlreiche Vertreter von Gewerkschaften und linke Abgeordnete, an die Gründung des jüdischen Staates vor 71 Jahren, die sie für eine »Katastrophe« halten, und warben lautstark für dessen Vernichtung.
Unter dem Slogan »Vom Jordan bis zum Meer – Palästina wird frei sein« konnten neben einheimischen Rednern auch Husam Zomlot, der »Botschafter« der PLO-Tyrannei im Vereinigten Königreich, und die berüchtigte Hisbollah-Anhängerin Ahed Tamimi gegen Israel hetzen und Haß auf Juden schüren, während Labour-Chef Jeremy Corbyn via Twitter und Facebook Applaus spendete.
Der antisemitische Aufmarsch, gegen den die Behörden im Vereinigten Königreich nicht vorgingen, gab so einen Vorgeschmack darauf, wie Großbritannien sich unter einem sozialdemokratischen Premier entwickeln dürfte. Doch auch ohne Jeremy Corbyns Beifall kann die düstere Zusammenrottung von Antisemiten mit den verschiedensten politischen Hintergründen nur als Skandal gelten.
Weshalb etwa gestatteten die Behörden Ahed Tamimi die Einreise, obgleich deren Ansichten doch nicht erst seit gestern ein offenes Geheimnis sind? Darf ein Richard Spencer britischen Boden nicht betreten, aber eine Ahed Tamimi in London offen und unsanktioniert zur Zerstörung Israels aufrufen, zeigt das, wie gering London die eigene Verpflichtung, Antisemitismus zu bekämpfen, schätzt.
https://www.tw24.net/?p=3837

Tuesday, February 12, 2019

Hauptsache Feindbild

Die Wahrheit ist ein Feind des ZDF. Zum 40. Jubiläum der Islamischen Revolution macht das Zweite Teheran ein Geschenk. In seinen »Nachrichten« beginnt der öffentlich-rechtliche Sender eine Meldung über Drohungen eines iranische Militärs gegen Israel mit den Worten: »Israel ist ein Feind des Irans [sic!]« und wiederholt die Behauptung zum Finale der »Nachricht« gleich noch einmal.
»Israel ist ein Feind des Irans« – was erwartet man nach einer solchen Aussage? Müßten es nicht Informationen darüber sein, die den Satz bestätigen? Nicht so bei dem deutschen Sender. Der teilt nur mit, »ein Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden (IRGC) hat mit einem Angriff auf Tel Aviv und Haifa gedroht, falls die USA den Iran angreifen«. Belegt das eine israelische Feindschaft?
Auch der letzte Satz der »Nachricht« gibt Rätsel auf: »Israel ist ein Feind des Irans, dessen Mittelstreckenraketen eine Reichweite von rund 2.000 Kilometern haben und daher fast jeden Teil Israels treffen könnten«. Das Mullah-Regime ist willens und in der Lage, Israel zu attackieren. Doch erneut fehlt jeder Beleg für die einleitende Behauptung. Das ZDF verleumdet mit ihr den jüdischen Staat.
Die Islamische Republik Iran ist ein erklärter Feind Israels. Das jedoch scheint den Propagandisten Teherans in der heute-Redaktion so unangenehm, daß sie zur offenen Lüge greifen. Wenn in Teheran verhetzte Massen Israel den Tod wünschen, dann ist das in der Mainz Weltsicht dem potentiellen Angriffsziel vorzuwerfen. Schuld ist der Jude unter den Staaten, nicht aber das Mullah-Regime.
https://www.tw24.net/?p=3570

Sunday, December 16, 2018

Ausredenweltmeister

Machten die deutschen Christdemokraten bei ihrem jüngsten Parteitag deutlich, daß es ihnen gleichgültig ist, wenn Deutschland mit seiner Hilfe für das Regime in Ramallah dessen Unterstützung antisemitischen Terrors ermöglicht, ist es nur folgerichtig, daß die von ihnen geführte Regierung sich nicht eben beeindruckt zeigt ob neuer Berichte über die Inhalte »palästinensischer« Schulbücher.
Wie BILD unter Berufung auf Untersuchungen des Institute for Monitoring Peace and Cultural Tolerance in School Education sind neue Lehrmaterialien der PA »noch radikaler als die alten«. In den Lehrbüchern, mit denen in den umstrittenen Gebieten und Gaza 1.3 Millionen Kinder aufwachsen, werden Terror glorifiziert, Israels Existenz negiert und antisemitische Ressentiments verbreitet.
Auf Anfrage des Boulevardblatts erklärte die Regierung in Berlin, zwar unterstütze Deutschland das »Bildungswesen« der PA, erst im Dezember habe »die Bundesregierung einen Finanzierungsvertrag mit dem palästinensischen Bildungsministerium über 32 Mio. Euro und einer Laufzeit von vier Jahren abgeschlossen«, es würden jedoch »keine Mittel konkret für die Schulbücher bereitgestellt«.
Allerdings unterstütze die Bundesregierung »unabhängige Untersuchungen der neuen palästinensischen Schulbücher nach wissenschaftlichen Kriterien« und erwarte »schon Anfang 2019« der Ergebnisse. Und damit ist es dann offenbar getan für Berlin. Sollten die Untersuchungsergebnisse bestätigen, was schon jeder weiß, werden ja »keine Mittel konkret für die Schulbücher bereitgestellt«.
Deutschland ist neben der EU derweil nicht nur einer der großzügigsten Sponsoren der UNRWA, die in Gaza und den umstrittenen Gebieten zahlreiche Schulen unterhält, an denen die vom Regime in Ramallah erstellten Lehrmaterialien zum Einsatz kommen, Deutschland gehört seit 2005 auch der »Advisory Commission« der UN-Agentur für »Palästina-Flüchtlinge« an, eine Art Aufsichtsrat.
Und spätestens hier kann Berlin sich nicht mehr damit herausreden, gar nicht genau zu wissen, was mit von Deutschland bereitgestellten Mitteln alles finanziert wird. Als Hauptfinanzier der UNRWA und als Mitglied in einem Aufsichtsgremium der Organisation ist Deutschland, ist die Regierung in Berlin mitverantwortlich für die in UNRWA-Schulen verwendeten Schulbücher und deren Inhalte.
https://www.tw24.net/?p=3415

Tuesday, October 02, 2018

Foul-Spiel

Der spanische Fußballverein Real Madrid hat am vergangenen Freitag Ahed Tamimi mit einem großen Empfang geehrt. Die »Palästinenserin«, die wegen tätlicher Angriffe auf Sicherheitskräfte und Aufstachelung zu Gewalt, einige Monate in israelischer Haft hatte verbringen müssen, tourt derzeit durch Europa, wo sie von zahlreichen Feinden der jüdischen Demokratie begeistert begrüßt wird.
Ob ihres Flirts mit Hassan Nasrallah, dem Anführer der in Syrien an der Seite des Blutsäufers Bashar al-Assad kämpfenden Hisbollah, unter »Palästinensern« längst nicht mehr so populär wie zuvor, scheinen ihr deutliches Bekenntnis zu auch terroristischer Gewalt und ihr lautes Werben für einen antisemitischen Boykott Israel dem Ruf »Shirley Tempers« in Europa nicht geschadet zu haben.
Die junge »Palästinenserin«, die sich von der Kritik daheim unbeeindruckt zeigt, wenn sie unbeirrt behauptet, »für unser Volk« zu sprechen, war vor ihrer Visite in Spanien bereits in der Schweiz und in Frankreich aufgetreten. Von Real Madrid bekam Ahed Tamimi ein Trikot mit ihrem Namen, was sie wohl zu einem Ehrenmitglied des Vereins macht, der sich zahlreicher sozialer Engagements rühmt.
Mit der Ehrung der »Palästinenserin« verrät einer der bekanntesten Fußballvereine der Welt freilich all die Ideale, für die Sport doch stehen soll. Ahed Tamimi träumt von einer Welt, in der kein Platz ist für Israel, Tel Aviv, Haifa und andere israelische Städte gehören für sie zu »Palästina«, das sie nicht zuletzt mit terroristischer Gewalt gegen Juden »befreien« will. Sie sät Haß, wird dafür gefeiert.
Real Madrid leistet mit seinem Empfang der »Palästinenserin« und ihres Vaters, übrigens ein Angestellter des Regimes in Ramallah, keinen Beitrag für eine Verständigung zwischen Israel und »Palästina«, zwischen Juden und »Palästinensern«. Der Verein macht mit seinem Handeln vielmehr Antisemitismus salonfähig, unterstützt die, die Juden stigmatisieren, verfolgen und ermorden wollen.
https://www.tw24.net/?p=3221

Friday, September 14, 2018

Hetzer

Die Abgeordneten des Europäischen Parlament haben in ihrer Sitzung in Straßburg am Donnerstag mit 320 zu 277 Stimmen eine Resolutionbeschlossen, mit der Israel aufgefordert wird, die inzwischen mehrfach gerichtlich angeordnete Auflösung des illegalen »Dorfes« Khan al-Ahmar in den umstrittenen Gebieten zu unterlassen und Entschädigungen für zerstörte Strukturen zu zahlen.
Das Vorgehen der Behörden gegen das aus ein paar Zelten, Schuppen und einer mit italienischer Unterstützung ohne Genehmigung errichteten Schule bestehenden »Dorfs«, in dem etwa 170 Beduinen leben, verstoße, so die Resolution, gegen Völkerrecht und stelle eine Gefahr für den Friedensprozeß dar. Die Abgeordneten fordern die EU auf, bei ihrer ablehnenden Haltung zu bleiben.
Mit ihrem Beschluß, der auf eine Initiative der Fraktion der Sozialdemokraten und Sozialisten im Europäischen Parlament zurückgeht, zu der auch die Abgeordneten der deutschen SPD zählen, demonstrieren die Volksvertreter zweierlei: Offenbar sind sie mit Aufgaben, die in die Kompetenz des EP fallen, unterfordert. Außenpolitische Entscheidungen sind in der EU Sache der Nationalstaaten.
Und einige von ihnen haben sich bereits positioniert: Am Montagveröffentlichten die Außenminister Frankreichs, Deutschlands, Italiens, Spaniens und Großbritanniens eine Gemeinsame Erklärung, mit der sie vorwegnahmen, worauf die Parlamentarier sich am Donnerstag verständigten. Die Reihenfolge führt die beschränkten Rechte Abgeordneter in Europa vor: Sie sind Abnickorgane.
Es bestand somit keinerlei praktische Notwendigkeit für das Europäische Parlament, sich mit Khan al-Ahmar zu befassen. Weshalb die Parlamentarier es dennoch taten, das läßt der aggressiv-arrogante Tonfall eines Statementserahnen, mit dem die S&D-Fraktion ihr Engagement erklärt: »Wir werden niemals Netanjahus Gewalt akzeptieren«, schwören sie da, »wir werden niemals verstummen.«
Dieser antisemitischen Hetze, die gar nichts mit dem Geschehen vor Ort zu tun hat – zu dem nämlich die mehrfach gerichtlich bestätigte Illegalität Khan al-Ahmars ebenso gehört wie das Angebot Israels, den Bewohnern des »Dorfs« Ersatzquartiere bereitzustellen, die ihnen einen höheren Lebensstandard bieten – hat sich das EP angeschlossen, Antisemitismus gesellschaftsfähiger gemacht.
https://www.tw24.net/?p=3172

Tuesday, January 16, 2018

Europas Favorit

In den nächsten Wochen werden die Außenminister der EU Abu Mazen bei einem ihrer Treffen begrüßen. Anders als der Premier Israels, den sie im Dezember eher duldeten – nur der litauische Außenminister Linas Linkevičius hatte Benjamin Netanjahu zum Gespräch gebeten –, wird der »Palästinenserpräsident« auf Einladung der Hohen Außenbeauftragten Federica Mogherini anreisen.
Mit dem auch als Mahmoud Abbas berüchtigten »Palästinenser« werden die Europäer einen rasenden Antisemiten in Brüssel willkommen heißen, der mit seiner Rede vor dem »Palästinensischen Nationalrat« an diesem Wochenende noch einmal in aller Klarheit demonstrierte, weshalb es auf absehbare Zeit keinen Frieden zwischen Israel und jenem »Palästina« geben wird, für das er steht.
In seiner von Haß auf das Judentum und Israel geprägten Ansprache leugnete der »Palästinenserpräsident« jede Verbindung der Juden in das Heilige Land und erklärte Israel zu einem europäischen Kolonialprojekt. Seine Angriffe gipfelten in der Behauptung, das europäische Judentum hätten es vorgezogen, im Holocaust ermordet zu werden, statt in das damalige Mandatsgebiet zu fliehen.
Abu Mazen erklärte die Verträger von Oslo, die Existenzgrundlage seiner »Behörde« in Ramallah, für nichtig und empfahl seiner PLO, ihre angebliche Anerkennung Israels zurückzuziehen. Der »Palästinensische Nationalrat« folgte diesen Forderungen denn auch, zu denen ebenfalls die Ablehnung jeder amerikanischen Vermittlungsinitiative gehörte, also eine Absage an den Friedensprozeß.
Sollten die Europäer an ihrem Wunsch festhalten und den »Palästinenserpräsidenten« in Brüssel empfangen, könnten sie ihm natürlich erklären, daß sie seine antisemitische Hetze nicht billigen, daß sie deutliche Bemühungen von ihm erwarten, mit Israel ins Gespräch zu kommen. Das alles hätten sie freilich auch schon unmittelbar nach seiner jüngsten Rede tun können – und es unterblieb.
Kommt Abu Mazen nach Brüssel, erwartet ihn daher wohl ein freundschaftliche Empfang. Denn in der Tat deutet nichts darauf hin, daß die Europäische Union ihre Kumpanei mit der PLO beenden könnte. Und anders als am 11. Dezember wird gewiß auch der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel nicht mit Verweis auf eine »Erkrankung im familiären Umfeld« sich vor dem Treffen drücken.
https://www.tw24.net/?p=14229

Monday, October 10, 2016

Berliner Stille

Mit schweren Vorwürfen reagierte in der vergangenen Woche das deutsche Auswärtige Amt auf die Nachricht, daß Israel Planungen für den Bau von Wohnungen vorantreibe, in die die Bewohner eines illegalen Außenpostens einziehen könnten, sollte der geräumt werden und sich für sie keine andere Lösung finden. Eine Horror-Vorstellung, die Berlin nicht unkommentiert lassen konnte.
»Der Siedlungsbau in den besetzten Gebieten«, warnten die Diplomaten, ohne freilich konkreter zu werden, »verstößt gegen das Völkerrecht«, zudem gefährde er »die Zwei-Staaten-Lösung«, von der sie sich Frieden versprechen. Nur wenn »Israel seine Politik« ändere, »um palästinensische Entwicklung zu ermöglichen«, könne »die Möglichkeit eines Friedensprozesses« erhalten werden.
Die Anklage hat es in sich: Nicht nur wird Israel kriminelles Handeln vorgeworfen, es wird auch direkt beschuldigt, einen »Friedensprozeß« zu gefährden, also verantwortlich für Gewalt zu sein. Und all das, weil »Pläne für zunächst 98 Wohneinheiten [..] zur öffentlichen Einsicht« – und Kommentierung – »hinterlegt« wurden. Wie würde Berlin erst reagieren, kommt es zu Gewalt?
Spätestens seit in der vergangenen Woche Sderot an zwei aufeinanderfolgenden Tagen von Gaza aus von »palästinensischen« Terroristen mit Raketen beschossen wurde und am Sonntag die in Ramallah »regierende« Fatah des »Palästinenserpräsidenten« Abu Mazen einem Terroristen Beifall spendete, der zwei Menschen ermordet und sechs weitere verletzt hatte, fällt die Antwort leicht.
auswaertigesamt201610101200
Während das von Frank-Walter Steinmeier geführte Ministerium keine Skrupel hat, Überlegungen zum Bau ziviler Infrastruktur zu Verbrechen zu erklären, hüllt es sich in Schweigen, machen Terroristen mit ihren Raketen deutlich, daß es keinen »Friedensprozeß« gibt, und applaudiert ein vermeintlicher »Friedenspartner« gemeinem Mord. Dabei ginge es durchaus auch anders.
Ausgerechnet die Vereinten Nationen verurteilten noch am Sonntag nicht nur den Anschlag in Jerusalem, sondern zugleich den Beifall von »Hamas und anderer Gruppen«. Auch die Vereinigten Staaten drückten nicht nur ihre Abscheu über das Blutbad aus, sondern verurteilten »Äußerungen, die diese verwerfliche und feige Tat glorifizieren«. Nur Berlins Schweigen wird immer lauter.
 http://www.tw24.net/?p=13002

Tuesday, February 02, 2016

Naivität

Der amerikanische Außenminister John Kerry hat am Wochenende mit »Palästinenserpräsident« Abu Mazen telephoniert und dabei, wie die Jewish Telegraphic Agency (JTA) berichtet, ein Ende von antisemitischer Hetze gefordert. Gleichzeitig lobte der Chefdiplomat Barack Hussein Obamas den Angerufenen für dessen angebliches Engagement gegen Gewalt und Terrorismus.
Am 19. Januar hatte der Kopf des Regimes von Ramallah bei einem Besuch in Bethlehem in der Tat erklärt, er trete gegen »jedes Blutvergießen« ein, unterstütze jedoch friedlichen Protest. Dennoch scheint John Kerry vorschnell zu applaudieren. So lobenswert es auch ist, daß der Secretary of State sich gegen Hetze einsetzt, offenbart sein Beifall für Abu Mazen doch eine gewisse Realitätsferne.
Zu Gewalt gegen Juden und Israel aufstachelnde Hetze ist in »Palästina« allgegenwärtig, auch und gerade dort, wo Abu Mazens Regime die Themen setzt. Wenn es etwa »Palästinenser«, die während ihrer Anschläge auf zumeist jüdische Zivilisten getötet werden mußten, um sie aufzuhalten, zu »Märtyrern« ernennt, dann ist das gewiß keine den Verzicht auf Gewalt fördernde Maßnahme.
Am Sonntag eröffnete Amjad Abu Omar Sakari, ein Angehöriger der »Sicherheitskräfte« der PA, bei Beit El das Feuer auf einen Posten der israelischen Armee und verletzte drei Soldaten, bevor er getötet wurde. Statt sich nun aber wenigstens nachträglich von dem Angreifer zu distanzieren, wurde auch Amjad Abu Omar Sakari die Ehre zuteil, als »Märtyrer« beigesetzt zu werden.
Al-Hayat Al-Jadida, die amtliche Tageszeitung des Regimes in Ramallah, berichtet am Dienstag wohlwollend über die Beerdigungsfeierlichkeiten in Nablus, in deren Verlauf von Teilnehmern in Sprechchören Israel ein baldiger Tod gewünscht und, noch etwas konkreter, der Einsatz von Maschinengewehren gefordert wurde, um 500 Juden zu ermorden. Ist das Gewaltlosigkeit?
Wenn »Palästinenserpräsident« Abu Mazen Blutvergießen ablehnt, so tut er das mit Vorliebe vor westlichem Publikum. Deutschen Journalisten konnte er am 19. Januar 2012 diktieren, »wir werden nie wieder zum bewaffneten Kampf zurückkehren! Niemals, niemals!« Dem Publikum daheim in »Palästina« präsentierte Abu Mazens amtliches Fernsehen derweil brutale Mörder als Vorbilder.
Wie die deutschen Journalisten damals ließ sich John Kerry vier Jahre später vom schönen Schein blenden. Es sind allerdings Taten, die zählen, nicht Worte. Was Abu Mazens Wort wert ist, haben – wenig überraschend – anschaulich Amjad Abu Omar Sakaris feierliche Beisetzung und ihre mediale Inszenierung demonstriert. John Kerry hätte auf jedes Lob verzichten können und müssen.
 tw24

Monday, January 25, 2016

Anstiftung

Gut eine Woche ist es her, da beendete ein »palästinensischer« Jugendlicher in Otniel gewaltsam das Leben von Dafna Meir, einer Krankenschwester und sechsfachen Mutter. Der 15jährige mutmaßliche Täter konnte wenige Zeit nach der Tat aufgespürt und festgenommen werden. Im Verhör gestand er seine Tat und sprach über seine Motive, wie der ermittelnde Shabak mitteilte.
Danach waren es Programme des »palästinensischen« Fernsehens, die in dem Jugendlichen den Wunsch geweckt, Juden zu ermorden. Wie Organisationen wie Palestinian Media Watch (PMW) oder das Middle East Media Research Institute (MEMRI) immer wieder dokumentieren, wenden »palästinensische« Medien sich auch gezielt an Kinder, um sie antisemitisch zu indoktrinieren.
Wie diese – freilich ebenfalls an Erwachsene gerichtete – Vermittlung von »Werten« funktioniert, zeigt am Montag der Blick in Al-Hayat Al-Jadida, die vom Regime in Ramallah verantwortete amtliche Tageszeitung. Sie berichtet auf ihrer Titelseite von den Beisetzungsfeierlichkeiten für zwei jugendliche »Märtyrer«, die am Wochenende bei Anschlagsversuchen ihr Leben verloren haben.
Bei einem bewaffneten Angriff auf einen Wachmann war am Sonnabend eine erst 13 Jahre alte »Palästinenserin« erschossen worden. Angestiftet durch die Taten anderer »palästinensischer« Jugendlicher war Ruqayya Eid Abu Eid losgezogen, Juden zu ermorden. Das gleiche Ziel hatte der 17jährige Muhammad Halbiya verfolgt, als die Rohrbombe in seinen Händen »vorzeitig« explodierte.
Mit der öffentlichen Glorifizierung ihrer letzten verbrecherischen Taten und ihrer Ernennung zu »Märtyrern« offenbart die »Palästinenserführung« ihre Übereinstimmung mit den Jugendlichen und erklärt sie zu Vorbildern für »palästinensische« Jugend und Gesellschaft. Und Al-Hayat Al-Jadida berichtet nicht bloß, sondern stiftet durch wohlwollende Präsentation zu Morden an.
Wem indes etwas an der »palästinensischen« Jugend liegt und wer in ihr daher kein Kanonenfutter sieht, der muß ihr mehr bieten als das zweifelhafte Versprechen, als »Märtyrer« beigesetzt zu werden. Ganz offenkundig aber ist die »Palästinenserführung« zu mehr nicht gewillt. Sie verheizt mit der Jugend die Zukunft »Palästinas« und zieht den Konflikt einem Frieden mit Israel vor.
 tw24

Saturday, November 07, 2015

Friedenstauben

Als »Palästinenserpräsident« Abu Mazen im Januar 2012 Kanzlerin Angela Merkel in Berlin besuchte, erklärte er gegenüber Journalisten, »wir werden nie wieder zum bewaffneten Kampf zurückkehren! Niemals, niemals!« Es werde, wenn überhaupt, »nur friedlichen Widerstand gegen die Besatzung geben«. Hält Abu Mazens Regime, was man in Deutschland so gern hörte?
Entscheidet ein »Palästinenser« sich dazu, israelische Sicherheitskräfte oder Zivilisten anzugreifen, zu verletzen oder zu ermorden, ist dafür nicht zwangsläufig die »Palästinenserführung« verantwortlich. Wie andere Menschen auch können »Palästinenser« individuelle Entscheidungen treffen, für die und deren Folgen zunächst nur sie allein die Verantwortung tragen.
Eine »Regierung« allerdings kann durch ihre Entscheidungen über jene Werte mitbestimmen, die eine Gesellschaft prägen; sie hat einen Einfluß darauf, was als gesellschaftlich akzeptabel gilt. Bettelt Abu Mazen förmlich um eine Audienz beim Kinderschlächter Samir Kuntar oder empfängt er als »Präsident« Terroristen wie Staatsgäste in seinem Amtssitz, setzt er damit Zeichen.
Und das gilt ebenso für Verlautbarungen der »Regierungspartei« Fatah oder Veröffentlichungen in den amtlichen Medien des Regimes von Ramallah. Propagierten sie eine diskursive Austragung von Konflikten und distanzierten sich also von Gewalt, könnte das eine gespannte Lage beruhigen. Verherrlichen sie hingegen Gewalt, wollen sie ganz offenbar das Gegenteil erreichen.
Beschreibt die von Abu Mazen geführte Fatah »unsere Stimmen und Steine« als »einzige Waffen« ihres »friedlichen Widerstands«, ist das nicht nur historisch falsch, sondern ein klares Bekenntnis zu Gewalt. Und veröffentlicht die amtliche Tageszeitung des Regimes in Ramallah Karikaturen, die Wurfgeschosse als »beste Freunde der Palästinenser« bezeichnen, ist dies wohl kaum mißzuverstehen.
alhayataljadida20151107 
»Nur friedlicher Widerstand«: Die amtliche Al-Hayat Al-Jadida wirbt für eine Zwei-Staaten-Lösung
Gänzlich unzweideutig wird die Botschaft durch immer neue Variationen und Wiederholungen: Ausweislich ihrer eigenen Zeitung weiß die »Palästinenserführung« um Abu Mazen den Einsatz terroristischer Gewalt sehr wohl zu schätzen. Gefeiert wird nicht, wer den friedlichen Ausgleich sucht, sondern wer Juden nach dem Leben trachtet, auch und gerade mit Brandsätzen.
Wer aber Menschen brennen sehen will, propagiert eine überaus seltsame Vorstellung dessen, was »friedlicher Widerstand« sein soll. Steine können ebenso wie Flammen schwerste Verletzungen bewirken, sie können jene zu Mördern werden lassen, die sie einsetzen. Und daher gilt natürlich auch: Wer das Regime Abu Mazens unterstützt, macht sich wegsehenden Auges mitschuldig.
 tw24

Thursday, November 05, 2015

Wertegemeinschaft

Die Europäische Union hat, wie ihre Vertretung in Ramallah mitteilt, in diesen Tagen dem Regime um Abu Mazen mehrere Millionen Euro zur Verfügung gestellt: 12,6 Millionen Euro sollen der Unterstützung »armer Familien« dienen, weitere 19 Millionen Euro die Auszahlung der Oktoberlöhne und -renten von 67.000 »zivilen Angestellten und Pensionären« der PA ermöglichen.
Mit den Geldern wolle die EU ihrer »Anerkennung der Arbeit der Palästinensischen Behörde« Ausdruck verleihen und »in bewegten Zeiten ein Zeichen der Verläßlichkeit setzen«, erklärte Ralph Tarraf, ehemaliger Botschafter Deutschlands in Jordanien, als Repräsentant des Staatenbunds. Die EU fühle sich dem »palästinensischen Volk« eng verbunden und betone so »europäische Werte«.
Während in den Vereinigten Staaten der Kongreß einstimmig eine Resolution annahm, mit der er das Regime in Ramallah für antiisraelische Hetze und Aufstachelung zu Gewalt gegen Juden verurteilt, setzen die Europäer mit ihrer Verläßlichkeit und ihren Werten in der Tat ein deutliches Zeichen, das »Palästinenserpräsident« Abu Mazen denn auch prompt richtig zu deuten wußte.
Während eines Treffens des Exekutivrats der PLO am Mittwoch warf der Chef der PA Jerusalem erneut vor, es wolle den Status quo am Tempelberg ändern. Und Riyad Mansour, der PLO-»Botschafter« bei den Vereinten Nationen, behauptet in einem Brandbrief an deren Generalsekretär Ban Ki-Moon, Israel würde getöteten »palästinensischen« Terroristen Organe entnehmen.
Mit beiden Meldungen, hinsichtlich ihres Mobilisierungspotentials durchaus »bewährten« antisemitischen Lügen, verleumdet und dämonisiert die »Regierung« in Ramallah Israel und stiftet gleichzeitig zu mehr Gewalt gegen die jüdische Demokratie und deren Mehrheitsbevölkerung an. Wo die Europäische Union dabei steht, hat deren Ralph Tarraf wirklich unnachahmlich verdeutlicht.
 tw24

Wednesday, January 07, 2015

Ehre, wem Ehre …

Der Norweger Mads Gilbert wurde einer größeren Öffentlichkeit als Arzt, der nach eigener Auskunft in Gaza versuchte, Opfern israelischer Angriffe zu helfen und vor allem viel darüber zu reden und zu schreiben. Zahlreich die Interviews, die er 2009 und 2014 gab, zahlreich daher auch die Zeugnisse seiner Voreingenommenheit.
Drei Wochen lang war Mads Gilberts im Juni 2014 auf Einladung der Vereinten Nationen in Gaza im Shifa-“Hospital” tätig, das nach Angaben von Journalisten durch die Hamas als Kommandozentrale für ihre Angriffe auf Israel genutzt wurde und als Raketenabschußplatz. Was Journalisten nicht entging, will Mads Gilbert nicht bezeugen können.
Der “Arzt” im UN-Einsatz, für den er sich möglicherweise mit seiner Zustimmung zu den Anschlägen islamistischer Gangster am 11. September 2001 in New York qualifiziert hatte, “die Unterdrückten haben auch ein moralisches Recht, die USA mit allen Waffen anzugreifen, derer sie habhaft werden können”, verteidigte lieber die Hamas:
“It is people defending themselves against attack from the occupant. How on earth can the occupant defend themselves when they are bombing the occupied people?”
Darüber hinaus behauptete der “Arzt” beispielsweise, “I saw beheaded children in Gaza, I have pictures”. Die wollte er dann aber doch nicht zeigen, und so blieb seine Behauptung bislang ohne Beleg. Nicht einmal “Menschenrechtsaktivisten” griffen sie auf. In seiner Heimat freilich gilt Mads Gilbert wenigstens als Ehrenmann.
“An outspoken Norwegian doctor whose efforts to treat Palestinians wounded in the Gaza conflict garnered worldwide attention has been named person of the year by the country’s largest tabloid, Verdens Gang (VG).”
Börge Brende, der norwegische Außenminister, belehrte Israel im Sommer, “eine Bevölkerung an der Grenze der Hungersnot eingeschlossen zu halten, wird nicht die Sicherheit der Nachbarn des Gazastreifens sichern”, und begann mit der Organisation einer “Wiederaufbaukonferenz” für Gaza, während von dort noch Raketen nach Israel flogen.
Es verwundert wahrlich wenig, kann in einem solchen Staat ein Terrorrechtfertiger und -unterstützer wie Mads Gilbert Man of the Year werden.
 tw24