Monday, June 22, 2009

Schäuble und Katholen wollen mit den Rechtsradikalen von der Milli-Görüs die Verfassung feiern - Schade, dass Globke das nicht mehr erleben darf !

CDU-Innenminister Schäuble betonte die Wichtigkeit des Dialogs mit islamischen Vertretern, wie etwa dem im Verfassungsschutzbericht erwähnten Verein "Milli Görüs": "Milli Görüs wird weiter vom Verfassungsschutz beobachtet. Das heißt aber nicht, dass wir nicht mit ihnen sprechen. Die Gutwilligen wollen wir ja gewinnen." So bedaure er es auch, dass keine muslimischen Vertreter zu den Feierlichkeiten zum sechzigjährigen Bestehen des Grundgesetzes eingeladen waren: "Wenn das nächste Mal ein vergleichbares Ereignis stattfindet, werden wir auch Repräsentanten der Muslime einladen - neben Vertretern der Kirchen, der Griechisch-Orthodoxen und der jüdischen Gemeinde." Auch im "Streit der Woche" der "Sonntaz" ging es um die Frage "Gleiche Rechte für islamische Glaubensgemeinschaften?". Die katholische Deutsche Bischofskonferenz sprach sich für eine langfristige rechtliche Gleichstellung des Islams aus. "Vor allem ist der Status einer 'Körperschaft des öffentlichen Rechts' kein Exklusivrecht der Kirchen", schrieb der Sekretär der Bischofskonferenz, Pater Hans Langendörfer. Allerdings müssten die Elemente einer Religionsgemeinschaft vorhanden sein, etwa geordnete Mitgliedschaft oder religiöse Auskunftsfähigkeit. Ayten Kilicarslan, Vize-Generalsekretärin des muslimischen Dachverbandes "Ditib", wehrte sich gegen die Forderung, die muslimischen Organisationen müssten sich anpassen. "Muslime sollten nicht die gleichen Strukturen wie die Kirchen aufnehmen müssen, um als Religionsgemeinschaften anerkannt zu werden." Gegen eine Gleichstellung sprach sich der CSU-Politiker Günther Beckstein aus: "Der Islam ist in seiner Struktur, seinem Selbstverständnis, seinem Verhältnis zur Staatlichkeit und in der Frage der Menschenrechte und der Demokratie weit vom Christentum entfernt." Modern sein bedeute nicht, diese Unterschiede zu ignorieren. Man müsse vielmehr die liberalen Kräfte des Islams stärken, und den Ausbau des islamischen Religionsunterrichts, eine "ordentliche" Imamausbildung und einen "wohlgeplanten" Moscheenbau fördern. (PRO/JWD)