Steht die Bundesrepublik kurz vor einem massiven Rechtsruck? Knapp zwei Wochen vor der Bundestagswahl wächst bei der politischen Konkurrenz die Sorge, dass die Alternative für Deutschland (AfD) noch erfolgreicher sein könnte, als Meinungsforscher das ohnehin prognostizieren. Selbst beim Institut Infratest dimap, das die Rechtspartei mit elf Prozent bereits den größten Stimmenanteil prophezeit, sieht man angesichts der anhaltenden Diskussionen zu Flüchtlings- und Sicherheitspolitik noch Luft nach oben: „Wenn die Themen, die die AfD relativ erfolgreich bespielt, weiter in den Vordergrund drängen, wird das auch ihre Ergebnisse nach oben ziehen.“ Hinter vorgehaltener Hand sind in Berlin gar schon Zahlen von 14 oder 15 Prozent zu hören.Gespeist werden diese Einschätzungen aus Eindrücken, die Politiker derzeit im Wahlkampf vor Ort sammeln. Veranstaltungen werden von gut organisierten AfD-Leuten gestört oder inhaltlich dominiert, von teils „unversöhnlichen“ Auseinandersetzungen an Wahlständen ist die Rede. „Ich kämpfe bis zum Schluss um jede Stimme“, sagt etwa die Stuttgarter CDU-Bundestagsabgeordnete Karin Maag, „aber ich habe aus vielen Gesprächen leider den Eindruck gewonnen, dass die AfD in meinem Wahlkreis stark wird.“
http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.bundestagswahl-wird-die-afd-staerker-als-erwartet.bcb7096b-fa08-4e10-926e-99fdca500c9e.html
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