Wednesday, September 06, 2017

Gedenkweltmeister

Am 5. September 1972 drangen mehrere »palästinensische« Terroristen in München in das Quartier der israelischen Olympiamannschaft ein ermordeten zwei Sportler und nahmen neun weitere als Geiseln. Mit der Geiselnahme wollen die acht »Palästinenser«, ein Kommando des zur Fatah Yassir Arafats gehörenden »Schwarzen September«, die Freilassung von 200 Gefangenen erpressen.
Am Abend des 5. September, die Geiselnahme, in deren Verlauf die Terroristen ihre Opfer brutal foltern, dauert inzwischen seit etwa 4 Uhr an, fliegen die Geiselnehmer mit ihren Gefangenen in zwei Hubschraubern nach Fürstenfeldbruck, wo auf Wunsch der »Palästinenser« eine Boeing 727 bereitsteht. Allerdings erwarten auch Scharfschützen der Polizei die Ankunft der Helikopter.
Nachdem zwei Terroristen die Boeing kontrolliert haben, eröffnen die Scharfschützen das Feuer. In dem Feuergefecht, das über neunzig Minuten andauert, ermorden die Terroristen alle ihre Geiseln, während fünf von ihnen getötet werden. Ein Polizist wird tödlich getroffen. Der Versuch der deutschen Behörden, die Geiselnahme gewaltsam zu beenden, endet in einem blutigen Massaker.
Die drei überlebenden Terroristen wurden zwar festgenommen und sollten vor Gericht gestellt werden, als wiederum »Palästinenser« aber Ende Oktober 1972 ein Flugzeug der Lufthansa in ihre Gewalt brachten und deren Freilassung verlangten, gab die Regierung in Berlinder Forderung nach. Die Olympischen Spiele waren nach einer nur kurzen Unterbrechung übrigens fortgesetzt worden.
Yassir Arafat, späterer »Palästinenserpräsident«, wußte von den Absichten der Geiselnehmer und wünschte ihnen den Segen Allahs. Am 9. Mai 2017 ehrte Frank-Walter Steinmeier in Ramallah den verstorbenen »Palästinenserführer« mit einem Kranz. Vier Monate später heuchelte der deutsche Bundespräsident bei der Eröffnung eines »Erinnerungsorts« an das Massaker von München Trauer und Betroffenheit.
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