Merkel ist nicht der erste Mensch an der Spitze eines Staates, der
sich einem bösartigen Feind gegenüber sieht, den niederzuringen alle
Kräfte der Nation erfordert. Sie dürfte aber die Erste sein, die glaubt,
ihn durch Weinen zu bezwingen. Als Winston Churchill sich am 13. Mai
1940, drei Tage nach seinem Amtsantritt, an das britische Unterhaus
wandte, um dessen Unterstützung für den Krieg gegen Deutschland zu
ersuchen, sagte er, er wolle eine Regierung bilden, „die den vereinten
und unbiegsamen Entschluss der Nation“ verkörpere, „den Krieg mit
Deutschland zu einem siegreichen Ende zu führen.“ Und weiter: „Ich sage
zu diesem Haus dasselbe, was ich zu denen gesagt habe, die der Regierung
beigetreten sind: ‚Ich habe nichts zu bieten außer Blut, Mühsal, Tränen
und Schweiß’.“
Ist es unfair, die Vermutung aufzustellen, Churchills Rede wäre eine
Spur weniger überzeugend gewesen, wenn er einfach nur gesagt hätte: „Ich
habe nichts zu bieten außer Tränen“? Dass Merkel nicht wie Churchill
ist – wer ist das schon? –, ist freilich noch das geringste unserer
Probleme. Sehr viel schwerer wiegt der schiere Umstand, dass heute, da
die Europäer sich in einem Krieg befinden, der auf ihre Vernichtung
zielt, Deutschland und Europa von einer Person geführt werden, deren
Zurechnungsfähigkeit ernsthaft in Frage steht. Das fällt selbst dem
Ausland auf. In einem am 26. Oktober in der Londoner Financial Times
veröffentlichten Leitartikel mit dem Titel “Das Ende der Ära Merkel ist
in Sicht”, schreibt Gideon Rachman: „Einige Wähler haben offenbar die
Schlussfolgerung gezogen, dass Mutti verrückt geworden ist –
Deutschlands Grenzen weit auf zu machen für alle mit Mühsal Beladenen
dieser Welt.”
Und weit auf zu machen, muss man hinzufügen, für alle Terroristen.
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