Sunday, November 15, 2015

Augen zu und weiter so

Der Vorstandsvorsitzende der Axel Springer SE, Mathias Döpfner, fordert heute in der „Welt“ eine „Radikalisierung der gesellschaftlichen Mitte“. Sie solle ihren Freiheitswerten auf den Grund gehen und sie kraftvoll verteidigen. Das ist richtig, aber es wird nicht geschehen, denn dieser Mitte hat man das Rückgrat gebrochen. AfD und Pegida kommen aus der Mitte der Gesellschaft, das zeigen Untersuchungen über die Struktur ihrer Anhängerschaft. Und was hat man mit ihnen gemacht? Man hat sie mit billigsten Parolen und Schlagworten an den rechten Rand gestellt. Systematisch werden unbescholtene Bürger, die auf die Gefahren durch den Islam hinweisen, als „Rechtspopulisten“ verunglimpft. Manche Politiker versteigen sich sogar zu schweren Beleidigungen wie „Nazis“, „Mischpoke“, „Ratten“, „Pack“ und Ähnlichem, ohne dass ein Aufschrei durch die Medien geht und sie zum Rücktritt gezwungen würden, wie es eigentlich selbstverständlich sein sollte.

Wer sonst soll denn den Anfang machen bei der nun geforderten Verteidigung unseres Staats, wenn nicht solche mutigen Bürger, wie sie bei Pegida auf die Straße gehen und friedlich demonstrieren oder die mit der AfD sogar eine Partei gegründet haben? Dies geschieht mit enormem persönlichem Einsatz, aus Idealismus und Sorge um das Land. Es ist eine unglaubliche Leistung, heutzutage eine Partei zu gründen oder auch nur eine Großdemonstration auf die Straße zu bringen, wenn sie nicht von Gewerkschaften und anderen, meist linken Verbänden organisiert wird.

Was ist die Reaktion darauf? Man achtet nicht das Anliegen, man hört nicht einmal zu, sondern beschimpft und bedroht den Andersdenkenden. Um zu beweisen, dass das alles nur „Rechte“ sind, zieht man die Extremsten unter ihnen heraus oder lässt Kollegen vor der Kamera schauspielern. Man ersinnt haarsträubende Gegenargumente, die an Dummheit nicht zu überbieten sind, wie jenes, dass es doch in Dresden kaum Muslime gebe. Als ob das eine Rolle spielte und als ob nicht auch der Bürger in Dresden das Recht hätte, sich zu Entwicklungen anderswo im Land zu äußern.

Wer traut sich in diesem Klima der Einschüchterung denn noch, öffentlich seine Standpunkte zu vertreten, wer riskiert angesichts der Drohungen seinen Arbeitsplatz, seine Existenz oder sogar sein Leben? Linksextreme Mordbuben können ungestraft Autos anzünden, Wohnungen verwüsten und Tötungsaufrufe starten. Niemanden scheint das groß zu stören, im Gegenteil erklärt die Bundesfamilienministerin den Linksextremismus zum aufgebauschten Problem und schüttet Fördergelder an zweifelhafte Organisationen aus der linken Szene aus. Die Medien berichten nur am Rande über solche schwersten Straftaten, während sie sonst schon halb durchdrehen, wenn jemand ein Hakenkreuz in den Schnee gepinkelt hat.

Nein, von den meisten, die heute in der Politik und in den Medien den Ton angeben, sind weder Besinnung noch Änderungen zu erwarten. Sie werden diesen Staat und Europa weiter preisgeben. Entweder sind sie zu feige, zu korrupt, zu abhängig oder sie wollen die Gefahr, die vom Islam ausgeht, nicht erkennen. Über die Gründe kann man nur spekulieren. Für die Linken scheint der Islam ein Ersatz für den zusammengebrochenen Kommunismus geworden zu sein, bei dem sie die totalitären, tyrannischen, antikapitalistischen und gleichmacherischen Elemente wiederfinden, die für sie offenbar unverzichtbar sind.

In Kirchenkreisen und bei den Grünen gibt es zu viele, die noch nie den Ernst des Lebens kennengelernt haben und nicht wahrhaben wollen, dass da draußen in der Welt Leute herumlaufen, deren Lebenszweck es ist, anderen den Kopf abzuschneiden, nur weil diese der falschen Religion angehören, und dass diese Killer vor Europa nicht haltmachen werden. Der Gedanke, dass man nur dann überlebt, wenn man die Waffe zuerst zieht, ist vielen bei uns ein Graus. Wer aber so gepolt ist, der überlebt dann eben nicht, wenn einer kommt, für den das Töten nicht nur göttlicher Auftrag, sondern sogar eine Lust ist.
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