Ein Ende des saudi-arabischen Einflusses auf die Muslime in Deutschland
ist beim Kongress über Christenverfolgung am 15. November in Schwäbisch
Gmünd gefordert worden. Vor rund 650 Fachleuten verlangte der aus dem
Jemen stammende Ex-Muslim Said Al Yemeni, dass Saudi-Arabien keine
weiteren Moscheen in Deutschland finanzieren dürfe. Nach Ansicht des
Mannes, der aus Sicherheitsgründen einen Decknamen benutzt, ist
Saudi-Arabien bestrebt, einen streng konservativen Islam weltweit zu
verbreiten. Deshalb werde auch der sogenannte „Islamische Staat“ mit
Geld und Kämpfern unterstützt.
„Was in Syrien passiert, kann sich überall wiederholen“, warnte Al
Yemeni. Auch die im März begonnenen saudi-arabischen Luftangriffe auf
jemenitische Städte hätten das Ziel, die fundamentalistische Variante
des Islam durchzusetzen. Dabei spiele es keine Rolle, dass Muslime
Muslime töten, Krankenhäuser und Schulen zerstören sowie Städte in
Schutt und Asche legen. Selbst das Weltkulturerbe wie die Altstadt von
Sanaa werde nicht verschont. Große Teile der Bevölkerung befänden sich
auf der Flucht.
Al Yemeni warf den europäischen Regierungen vor, die Augen vor den
saudi-arabischen Kriegsverbrechen zu verschließen und den Beteuerungen
der Scheichs zu glauben, sie bekämpften Rebellen. Zur Situation der
Christen sagte Al Yemeni, dass es eine wachsende Untergrundkirche gebe.
Kongressveranstalter sind das Christliche Gästezentrum Schönblick und
die Evangelische Nachrichtenagentur idea (Wetzlar) in Zusammenarbeit mit
rund 30 evangelischen und katholischen Hilfswerken und
Menschenrechtsorganisationen.
kath.net
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