Wahrscheinlich wurde der Trick in amerikanischen Psycho-Labors ausgetüftelt und wird nun auch bei uns angewendet. Weil aber die Formel nicht ansatzweise so kompliziert ist wie die von Coca-Cola, konnten wir die notwendigen Bestandteile des Psycho-Cocktails herausfiltern:
- Es braucht einen Unbeirrbaren, der an der Grenze des Entrückten und Verrückten wandelt. Perfekt gespielt in der gestrigen Illner-Sendung von Crazy „Doc“ Leggewie, dem Alt-68er, der ohne Unterlass im Ruhrgebiet politischen Unsinn veröffentlicht, junge Studenten auf die schiefe politische Bahn führt und höchstwahrscheinlich über seinen eigenen Werken irre geworden ist.
- Des Weiteren nehme man zwei – gern junge – Menschen mit Migrationshintergrund, die perfekt integriert sind. In einer anderen wöchentlichen Psycho-Show wird gegen Ende der Sendung gefragt: „Wen würden Sie auf eine Reise mitnehmen?“ Man könnte sich zwischen der Polizistin und Erfolgsautorin Tania Kambouri oder der Autorin Sineb El Masrar nicht entscheiden. Beide sind einfach wunderbar. Echt.
- Dann mische man einen Vertreter der AfD unter, quasi das Koffein in der Cola, sonst wär’s ja nur ne einfache Brause. Weil der nett und eher unaufgeregt wirkende Herr Gauland diesen Part übernahm, reicht als Gegenmittel ein Unaufgeregter von der CDU – bei einem rot-grünen Krakeeler würde unser Psycho-Cocktail geschmacklich zu schnell umkippen.
Wie gut die Melange wirkte, zeigte die Reaktion meiner Lebensgefährtin. Sie ging entnervt aus dem Zimmer. „Ich kann das nicht mehr hören!“
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