Der mutmaßliche Messerstecher aus Wutha-Farnroda hat die Vorwürfe gegen ihn umfassend gestanden. Beim Prozessauftakt vor dem Landgericht Meiningen gab der 19-jährige Asylbewerber aus Afghanistan zu, nach einem verbalen Streit seinen 20-jährigen Mitbewohner mit mehreren Messerstichen getötet zu haben.
An den konkreten Auslöser für den Streit könne er sich nicht mehr erinnern, sagte der Angeklagte in der Verhandlung. Auch zu Details der Tat habe er keine Erinnerungen mehr. Der 19-Jährige gab an, oft an Kopfschmerzen zu leiden und im Streit schnell aggressiv zu werden. Laut eines medizinischen Gutachtens spielten Drogen und Alkohol keine Rolle. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten Totschlag, versuchten Mord, gefährliche Körperverletzung und schweren Raub vor.
Laut Anklage soll der 19-Jährige im Oktober vorigen Jahres einen 20 Jahre alten Landsmann mit einem Messer tödlich verletzt haben. Das Opfer starb in der Wohnung. Danach rannte der 19-Jährige auf die Straße und stach auf einen weiteren Mann ein, der in einem Auto vor dem Haus wartete. Hintergrund der Messerstecherei soll ein Streit zwischen dem später Getötenten, dem Angeklagten und einem damals 22-Jährigen gewesen sein. Während der Auseinandersetzung soll der Angeklagte mit einem Messer auf den 20-Jährigen eingestochen haben. Der 22-Jährige konnte unverletzt aus der Wohnung fliehen. Das Urteil soll kommende Woche fallen.
mdr.de
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