Selbstverständlich ist auch die Beschimpfung von Menschen als
„Ungläubige“ ein Verstoß gegen deren Religionsfreiheit, auch der Begriff
„Ungläubiger“ ist bereits ein Beschneiden der Religions- und
Bekenntnisfreiheit des diesermaßen Gescholtenen.
Jemand, der als Christ einen Nichtchristen, sei es als Agnostiker,
sei es als Jude, sei es als Moslem als „ungläubig“ schilt, ist ein
Agnostophober, ein Judenphober oder ein Islamophober. Umgekehrt, ein
Moslem, der einen Christen als ungläubig bezeichnet ist ein
Christophober usw. usw.
Die Vokabel Islamophobie hat die Diskussion der Religionen, hat die
Religionskritik, die Religionswissenschaften, die Haltung der
Gesellschaft und leider auch der Justiz zu den Religionen verkleistert
und verblödet.
Egal wie es quantitativ aussieht, ob es mehr Angriffe aus der
muslimischen Welt hierzulande auf die christliche, jüdische oder die
agnostische Welt gibt oder ob es mehr Angriffe von Agnostikern gegen die
religiösen Menschen gibt usw., eines steht fest, es gibt solche
Angriffe in alle Richtungen, aber es gibt keine qualitative und
quantitative Bewertung, zum Beispiel auch keine Statistiken solcher
gegenseitigen Angriffe, die irgendeinen Realitätsbezug haben.
Aber der öffentliche Raum ist voll mit meist sehr abstrakt gehaltenen
Angriffen, die Muslime auszuhalten hätten und einer zumeist
verschwiemelten und verschwurbelten Masse von Angriffen auf
Nicht-Muslime durch Muslime, die unter dem Rubrum Pschtpscht, Mundhalten
laufen, um nicht den Rechten in die Hände spielen.
Die Tatsache, dass ein Täter Deutscher mit deutschen Wurzeln ist,
wird öffentlich breitgetreten. Das gehört zu dem System mit Schieflage.
Ein Täter mit deutschem Pass und ausländischen Wurzeln fließt dann
einfach nur als Deutscher in die Statistik ein. Umgekehrt ist das
deutsche Opfer mit deutschen Wurzeln gleichsam kein Opfer. Zum Opfer
wird bevorzugt, wer Deutscher mit ausländischen Wurzeln ist und erst
recht, wer Ausländer ist. Und immer mehr spielt die
Religionszugehörigkeit in der einen oder anderen Form eine Rolle. Das
ist auch ganz selbstverständlich, weil die Zahl der Ausländer
muslimische Glaubens ständig steigt.
Während muslimische Täter in der öffentlichen Darstellung der
Einzelfall sind und die Muslime als Ausländer apriori die Schwächeren
und die Benachteiligten sind, sind alle anderen Menschen tendenziell zu
Tätern geworden. Das alles festzuhalten, ist wichtig, um die Realität
der Religionsfreiheit in Deutschland überhaupt einmal wissenschaftlich
durchdringen zu können. Einfach nur hornochsig zu muhen:
Religionsfreiheit, Religionsfreiheit, schießt voll am Ziel vorbei.
Deswegen ist die Aufregung, die die AfD jetzt gewollt oder ungewollt
bewirkt hat, auch ein Zeichen für eine völlig ideologisierte
linksmainstreamige Verwirrtheit der Gesellschaft, der es nicht um Fakten
geht.
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