Tuesday, September 26, 2006

Mozart in die Burka

Christoph Schlingensief äußert sich zur Absetzung der Berliner Mozart-Oper und outet sich als Islamistenfreund.

Man hätte es schon eher wissen können.Der völlig talentfreie, vom Steuerzahler alimentierte Radaubruder des deutschen Theaterwesens,Schlingensief, outet sich als Anhänger der islamischen Nazis und wirft Holocaustopfer und die islamischen Wiedergänger von Hitler in einen Topf:"Bei Wagner geht es um den Ewigen Juden. Jetzt geht es um den Ewigen Moslem."
Ja, wir wissen wirklich nicht "wie es unter der Burka aussieht."
Schlingensief im Berliner Tagesspiegel:
"Es ist nicht leicht mit der Freiheit der Kunst. Beim Karikaturenstreit konnte ich nachvollziehen, dass Muslime sich in ihren religiösen Gefühlen verletzt fühlen. Wenn das Gebot sagt, dass man sich von Gott kein Bildnis machen soll, und dem Propheten wird eine lange Nase verpasst, fühlen viele sich angegriffen...
Jeder Prophet mag es, wenn er Hunderttausenden predigen kann. Wenn nur vier Leute zuhören, ist er bestenfalls ein Säulenheiliger. Der Papst will möglichst viele erreichen, die Imame auch. Und sie predigen Leuten, von denen viele nicht gleich überprüfen können, was der Papst denn nun wirklich in Regensburg gesagt hat. Ich als Christ muss nicht mehr beichten gehen. Es genügen ein paar Weihwasserspritzer, ich kann relativieren, so viel ich will, das ist selbstverständlich für uns. Man muss akzeptieren, dass das für Muslime in vielen Ländern anders ist. Es geht nicht um Bevormundung oder Überheblichkeit oder darum, dass wir jetzt auch kein Schweinefleisch mehr essen. Religionen kann man nicht zusammenlegen, wir wissen nicht, wie es unter der Burka aussieht. ...In meinem Bayreuther „Parsifal“ haben wir dieses Jahr Hölderlin ins Arabische übersetzt und Klingsor in ein islamisches Reich geschickt, auch bei den Blumenmädchen sind im dritten „Parsifal“-Jahr Musliminnen dabei. Im Vorfeld waren wir nicht sicher, was Wolfgang Wagner davon hält, aber diese Änderungen in der Inszenierung wurden im Haus ohne Diskussion akzeptiert. Und der Pförtner des Festspielhauses, ein Moslem, half uns bei den Übersetzungen. Bei Wagner geht es um den Ewigen Juden. Jetzt geht es um den Ewigen Moslem. Im zweiten Akt fragt Kundry Parsifal: Hast du überhaupt eine Ahnung, was in mir vorgeht, was ich ertragen muss? Du kümmerst dich nur um deine Sachen. So stelle ich mir ein Streitgespräch zwischen Jesus und Gott vor oder zwischen Liebenden. Kundry trägt eine schwarze Burka, im dritten Akt nimmt sie Parsifal seine Gewänder ab, und er streift ihre Burka ab. ....Religion wird immer wichtiger, weil wir Relikte brauchen, Relikte vom Metaphysischen... Die Welt schreit nach Außerirdischen, nach dem Mehr an Bedeutung, das nicht greifbar ist. Das verteidigen wir, darum streiten wir jetzt."
Der vollständige Text:
http://www.tagesspiegel.de/kultur/archiv/27.09.2006/2802683.asp