Friday, October 04, 2013

Geheimdienst: Israelische Araber kämpfen in Syrien

Israelische Sicherheitsfachleute sind besorgt: Araber aus Israel kämpfen im syrischen Bürgerkrieg. Seite an Seite mit fanatischen Islamisten versuchen sie, das Regime des Diktators Assad zu Fall zu bringen. Nach ihrer Rückkehr könnten sie - militärisch trainiert und erfahren – zu einer extremistischen Einstellung gelangt sein. Das war aus Kreisen des Inlandsgeheimdienstes Shin Beth zu hören. Für die syrischen Rebellen sind mehrere hundert junge Muslime aus Europa und verschiedenen arabischen Staaten aktiv. Die meisten sind zwischen 20 und 30 Jahre alt, suchen das Abenteuer und riskieren dabei ganz bewusst ihr Leben. Unter diesen Söldnern sind auch Araber mit israelischem Pass zu finden. „Das ist ein internationales Phänomen. Es überrascht mich nicht, dass israelische Araber dabei mitmachen“, erläuterte Yonathan Pine, ein Fachmann für internationale religiöse Extremistengruppen aus Herzliya, gegenüber der Zeitung israel hayom. Auch wenn es nur um wenige Personen gehe, müsse Israel diese Entwicklung sehr genau beobachten. Derzeit gehen die Behörden davon aus, dass etwa 15 bis 30 israelische Araber als freiwillige Soldaten nach Syrien gereist sind. Der Bürgerkrieg im Nachbarland hat bereits ein israelisch-arabisches Todesopfer gefordert: Moueid Zaki Juma, ein junger Mann aus der Kleinstadt Umm al-Fahm in Nordisrael, kam im vergangenen Monaten bei Gefechten in Syrien ums Leben. Er hatte laut Aussagen von Familienangehörigen erst im vergangenen Jahr geheiratet. Seine Familie wusste demnach nicht, dass er zusammen mit zwei Freunden nach Syrien gereist war. Sie vermuteten ihn im Urlaub in Griechenland oder der Türkei. Rund ein Fünftel der acht Millionen Israelis sind Araber, in der Mehrheit sunnitische Muslime. Sie müssen keinen Wehrdienst leisten und werden im Parlament durch eigene arabische Parteien vertreten. Umstritten und in Israel heftig diskutiert ist die Frage, inwieweit die israelischen Araber sich loyal zum jüdischen Staat verhalten.
israelheute

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