Friday, October 24, 2008

Koptischer Bischof übt deutliche Kritik an Duisburger Moscheebau

Deutliche Kritik an der finanziellen Förderung des Duisburger Moscheebaus durch die öffentliche Hand übte indes der Bischof der koptisch-orthodoxen Kirche in Deutschland, Amba Damian. "Wenn wir in Ägypten eine Kirche bauen wollen, müssen wir 15 Jahre warten, Anträge stellen, und wenn wir es geschafft haben, werden in allen vier Himmelsrichtungen neben der Kirche noch vier Moscheen dazu gebaut." In Ägypten, wo einst die "Heilige Familie für dreieinhalb Jahre politisches Asyl erhielt", lebten die Christen seit dem 7. Jahrhundert mit dem Islam zusammen. "Als Botschafter meiner Kirche muss ich durch Blumen reden, aber Priester, die in Gefängnissen sitzen, weil sie jemandem zur Konversion verholfen haben, oder Bulldozer, die jahrhundertealte Kirchen niederwalzen, kann man im Zeitalter des Fernsehens nicht verbergen", sagt Damian. "Wir erwarten eine gleichberechtigte Behandlung von Christen und Muslimen in Ägypten." (PRO)