Sunday, September 06, 2015

Genf: Privatschule mit Verbindungen zur Terror-Moschee

Patrick* wollte seine 4-jährige Tochter in eine Genfer Privatschule anmelden. «Ich suchte nach einer zweisprachigen Institution mit einem guten Ruf und die weltoffen ist», sagt er zu «Le Matin Dimanche». Patrick entschied, seine Tochter auf die Schule Mosaic zu schicken. Obwohl er einen Teil der Anmeldegebühren bereits bezahlt hatte, stornierte Patrick im Juni alles. «Mir war nicht klar, dass in mehreren Kursen Werbung für einen neuen Einführungskurs in die arabische Sprache gemacht wurde», so Patrick. Die Schule habe laut Patrick angekündigt, dass sie mit der Stiftung «Entre-connaissance» zusammenarbeiten wird. Diese Stiftung wird von Hafid Ouardiri geführt. Ouardiri war 30 Jahre lang der Sprecher der Moschee in Genf. Der Moschee, die in den letzten Tagen vermehrt in den Medien war, da sie Dhihadisten ausbilden soll. Patrick ist nicht der einzige, der sich gegen Ouardiri stellt. Auch ein anderes Paar hat sein Kind bereits aus der Schule genommen. «Ich bin nicht anti-muslimisch oder anti-was-weiss-ich», so Patrick. «Aber Hafid Ouardiri scheint ein sensibles Gepäck mit sich zu tragen.» Die arabischen Kultur sei nicht nur auf den Islam beschränkt. «Ich fürchte, dass die Schüler missioniert werden und dieses Risiko möchte ich bei meiner 4-jährigen Tochter nicht eingehen.» Seiner Meinung nach sollte die Schule einen neutralen Spezialisten der arabischen Welt kontaktieren. «Er ist nicht die richtige Persönlichkeit, um den Schülern die arabische Sprache unvoreingenommen näher zu bringen», so Patrick.Der 69-jährige Ouardiri ist bekannt: Immer lächelnd, umgänglich und Freund der Medien. Laut «Le Matin Dimanche» verliert Ouardiri aber sein Lächeln, wenn er das Gefühl hat, dass man den Propheten beleidigen will. Nach der Veröffentlichung der Karikaturen im Jahr 2006 prangerte er diese «provokativen, vulgären, obszönen und beleidigenden Bilder» an. Laut Ouardiri würden sie jeden Muslimen, der Gott und den Propheten liebt, beleidigen. Von «Le Matin Dimanche» kontaktiert, sagt Ouardiri: «Ich bin der Vizepräsident der interreligiösen Plattform in Genf. Ich arbeite mit verschiedenen Schulen zusammen. Ich kann sehr gut der Sprecher der Moschee für 30 Jahre gewesen sein und die arabischen Sprache fördern.»Gründerin und Inhaberin der Schule Mosaic, Sylvie Johannot, verteidigt Ouardiri: «Er wurde mir von einem Pfarrer empfohlen. Ich habe schon mit ihm zusammengearbeitet; alles lief gut.» Laut Johannot wird nun aber nicht Ouardiri die Arabisch-Klassen geben: «Ich habe ihn um Rat gefragt und er hat mich mit einer schweizerisch-marokkanischen Frau bekannt gemacht, die pädagogische Koordinatorin an einer US-Universität war. Sie wird den Kurs leiten.» In ihrer Schule, die sehr offen sei, haben die Schüler laut Johannot bereits den Buddhismus, das Christentum, den Islam und das Judentum vertieft. «Ich wollte, dass die Schüler eine neue nicht-lateinische Sprache entdecken. In diesem Jahr ist es Arabisch. Im nächsten Jahr könnte es Russisch oder Mandarin sein», so Johannot. «Viele Eltern haben sich bei mir bedankt; sie begrüssen diese Initiative.»
 20min.ch

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