Im Blitzverfahren vom Asylwerber zum Österreicher: 50.000 der 111.000 Flüchtlinge, die bereits in Österreich leben, werden dank eines positiven Asylbescheids offiziell bleiben dürfen - und sie erhalten bis 2022 die Staatsbürgerschaft. Weit schneller als bisher jeder Zuwanderer, wie nun ein Jurist kritisiert."Bei der Diskussion über die Flüchtlingsströme wird beharrlich außer Acht gelassen: Die in Österreich ansässigen Ausländer haben einen gesetzlichen Einbürgerungsanspruch", erklärt der Salzburger Top- Jurist und Experte für Europapolitik, Stefan Brocza, aktuell in der "Presse". So wurden nach dem § 11a des Staatsbürgerschaftsgesetzes allein im Vorjahr 4455 Ex- Flüchtlinge zu Österreichern.
In den Jahren 2021 und 2022 - also sechs Jahre nach den aktuellen Asylwellen - sind dann mit einem Schlag bis zu 50.000 asylberechtigte Afghanen und Syrer einzubürgern, sagt Brocza: "Ausschlaggebend ist der Zeitablauf. Die sonst oft geforderte nachhaltige Integration und der Nachweis von Deutschkenntnissen auf einem höheren Niveau entfallen."Einzige Bedingung für die Asylberechtigten: Um Österreicher werden zu können, dürfen sie nicht straffällig werden. Zum Vergleich: Andere Zuwanderer müssen sogar 15 Jahre ihren rechtmäßigen und ununterbrochenen Aufenthalt im Land sowie nachhaltige Integration nachweisen, bevor sie österreichische Staatsbürger werden.
krone.at
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