Saturday, June 17, 2006

Handke will neue Balkan-Diskussion


Der österreichische Schriftsteller Peter Handke setzt auf eine neue Jugoslawien-Diskussion. Nach den Debatten und Polemiken der vergangenen Wochen halte er es für möglich, daß "eine Diskussion über das jugoslawische Problem stattfinden kann, die vorher so nicht möglich war", sagte Handke der "Neuen Zürcher Zeitung (NZZ)". AP

Adolfinedschad














www.learnfromhistory.eu

Kritik aus Kuwait an einem deutschen Buch zum 11.9.

MEMRI Special Dispatch
Im Juli 2003 veröffentlichte der ehemalige Bundesminister Andreas von Bülow ein Buch, das in kürzester Zeit zum Bestseller wurde: "Die CIA und der 11. September. Internationaler Terror und die Rolle der Geheimdienste." Von Bülow legt in dem auch in arabischer Übersetzung erschienenen Band nahe, dass die Anschläge vom 11.9. von amerikanischen Geheimdiensten unter Mitarbeit des israelischen Mossad inszeniert worden seien. Ziel sei es gewesen, ein neues Feindbild zu installieren und, so von Bülow, "die Massen der westlichen Demokratien hinter die zur geopolitischen Landnahme entschlossenen politischen Eliten der USA" zu bringen.[1] In der kuwaitischen Zeitung Al-Watan kommentierte jetzt Khalil Ali Haidar die arabische Übersetzung des Buches. Er greift eine Reihe der Behauptungen von Bülows auf, denen er keine Glaubwürdigkeit schenkt. Sein Problem, so Haidar, sei es aber gar nicht, Bin Laden und Al-Qaida ihre Verbrechen nachzuweisen, sondern dass Hunderttausende arabische Jugendliche mit Al-Qaida sympathisierten. Im Folgenden dokumentieren wir Auszüge aus dem Beitrag in Al-Watan vom 21.5.2006: "Ein deutscher Versuch, Bin Laden freizusprechen!" "Seit dem Schock vom 11. September füllen eine Flut von Büchern und Übersetzungen die Regale. Einige von ihnen - in der Regel von Europäern und Amerikanern geschrieben, die die Republikaner und US-Präsident Bush hassen - versuchen uns kurz gesagt davon zu überzeugen, dass die Ereignisse vom 11.9.2001 zu komplex und umfangreich gewesen seien, als dass sie von denen hätten ausgeführt werden können, die dafür angeklagt werden: Bin Ladens Gruppe Al-Qaida. Vielmehr hätten entweder geheime Pläne seitens der amerikanischen Geheimdienste dahinter gestanden, oder die Rüstungsindustrie oder gewisse interne Gruppierungen aus der amerikanischen Administration selbst, die fieberhaft daran arbeiten, Bürgerkriege und Kriege zu entfachen! Einer der grundlegenden Schwachpunkte dieser Anschuldigungen ist die Vorstellung, dass die amerikanischen Geheimdienste [...] Tausende Menschen kaltblütig sterben ließen, ohne dass ein einziger amerikanischer Regierungsbeamter davon erfahren hätte und ohne dass einer einzigen Quelle aus den Rängen der Geheimdienste irgendein Geheimnis oder irgendeine Information entschlüpft wäre?! Und das in einem Land wie den USA, wo tagtäglich Geheimnisse enthüllt und Millionen für den Kauf von geheimen Informationen aufgewendet werden! Nun steht seit zwei Wochen ein Buch dieser Art in den Buchläden, geschrieben 2003 und 2004 ins Arabische übersetzt unter dem Titel: ´Die CIA - Über die Unschuld der Araber und Muslime am 11.9. und die Rolle der Geheimdienste´. Geschrieben hat es Andreas von Bülow, der auch Vertrieb und Übersetzung autorisiert hat und ´früher Chef der Geheimdienste in der deutschen Regierung´ war, wie es auf dem Klappentext heißt. Die Meinung des deutschen Autors lässt sich in den Sätzen von Seite 256 des Buches zusammenfassen. Dort heißt es: ´Der 11.9. ist Teil eines psychologischen Krieges, der seit langem von einer Operationsabteilung von Männern aus Geheimdienststrukturen vorbereitet wird [...] Das ganze [sich anschließende] Kriegsszenario konnte erst verwirklicht werden, nachdem dieser brutale Angriff die Ehre und das Nationalgefühl der USA verletzt hatte.´[1] Auf Seite 239 hatte der Autor schon das Ausmaß der Katastrophe und die Trauer der Verwandten der Opfer und des amerikanischen Volkes ´über diese erschreckenden Angriffe´ missachtet, indem er Folgendes über die Kriegsgewinne der Administration von Präsident Bush sagte: ´Wenn man aber mit klarem Verstand auf den Gewinn sieht, den die weltweite amerikanische Politik der Stärke eingebracht hat, erkennt man, dass die Ereignisse des amerikanischen Dramas vom 11.9. der Regierung Bush über Nacht so unerwartete und immense Profite und Vorteile gebracht haben [...], dass er jetzt unter dem Schleier des Krieges gegen den Terror die militärisch-politisch-wirtschaftlichen Verhältnisse in diesen Gebieten, d.h. in den ölproduzierenden Ländern der islamischen Völker selbst, neu ordnen kann.´ Ich glaube nicht, dass der Autor Andreas von Bülow tatsächlich einmal Chef des Geheimdienstapparates der deutschen Regierung war.[2] Im Vorwort beschreibt ihn der Übersetzer des Buches anders als auf dem Klappentext als ´Experte im Geheimdienst eines früheren deutschen Ministers für Kommunikation und Technik und Sekretär im deutschen Bundestag´. [...] Auf jeden Fall ist es unwahrscheinlich, dass die deutschen oder ein Großteil anderer Leser seine Behauptungen glauben, die auch wir nun importiert haben! In dem Buch gibt es noch eine Reihe weiterer Punkte, die der Autor einführt, um die amerikanischen Anschuldigungen gegen Al-Qaida zurückzuweisen...." [Im Folgenden greift der Verfasser des Artikels einige Punkte aus der Argumentation von Bülows heraus: Obwohl die US-Regierung behauptete, erst kurz vor dem 11.9. über Al-Qaida erfahren zu haben, gaben sie kurz nach dem Anschlag Personen und Staatsangehörigkeit der Täter bekannt. Die Piloten wären eigentlich nicht in der Lage gewesen, solche Flugzeuge zu steuern. Amerikanische Offizielle hätten bereits vorher von den Anschlägen gewusst und an den Börsen davon profitiert. Das WTC wäre kurz vor den Anschlägen verkauft und neu versichert worden. Und warum seien die entführten Flugzeuge nicht abgeschossen worden?] "Am Ende all dieser Punkte erklärt von Bülow immer wieder, dass die Katastrophe vom 11.9. innerhalb der amerikanischen Behörden und Apparate vorbereitet worden sei und die offiziellen Anschuldigungen gegen Al-Qaida nichtig und nur leeres Gerede seien. Der Autor hebt auch hervor, dass Präsident Bush von radikalen christlichen Gruppen und von Ideen der christlichen Rechten beeinflusst sei. Er stellt sich aber nicht die Frage, wie es sein kann, dass ein hoher und so religiöser amerikanischer Verantwortlicher ein Verbrechen von den Ausmaßen der Katastrophe vom 11.9. in New York überhaupt in Erwägung ziehen oder Kenntnisse von [der Planung] eines solchen Verbrechen innerhalb seines Apparates haben kann, ohne es zu verhindern, obwohl er um die Folgen für das Image, die Wirtschaft und die Sicherheit der USA weiß? Wie könnte er schweigen oder gar mit den Terroristen Hand in Hand arbeiten! [...] Und wie können wir denken, dass Bin Laden unschuldig ist, wenn wir den Prozess gegen Zakaria Mussawi ansehen, dem vorgeworfen wird, an den Angriffen vom 11.9. beteiligt gewesen zu sein. [2] Er hetzte gegen Amerika und die Juden und bestätigte, dass er an den Angriffen teilnehmen sollte. Das Einzige was er bedaure, sei, ´dass bei den Angriffen nicht mehr Amerikaner getötet worden sind´. (Al-Rai Al-´Am, 15.4.2006). Schon mehrfach habe ich darauf hingewiesen, dass das Problem mit den Verbrechen Al-Qaidas und Bin Ladens nicht darin besteht, sie zu beweisen - das ist eine juristische Sache, die mehr oder weniger lange dauert. Man mag über die unterschiedliche Verantwortlichkeit der einzelnen Seiten diskutieren - Araber, Muslime, Amerikaner oder Deutsche. Das ist die Art Diskussion, an der sich der Autor unseres Buches beteiligt und dabei jedem Argument ausweicht, das nicht in sein Bild passen will. Nein, das Problem sind die hunderttausende von Jugendlichen in der arabischen und islamischen Welt, die sich dem Denken und dem Weg von Al-Qaida verbunden fühlen und wünschten, sie wären mit den ´Mujahiddin´ von New York, Madrid und London unterwegs. Noch immer betrachten sie es als größte Heldentat, Flugzeuge, Züge und Autos zu sprengen... statt sie zu produzieren!!"
[1] Zit. nach: von Bülow, Die CIA....; In ähnlicher Weise fragt Jürgen Cain Külbel in dem jüngst erschienenen Buch "Mordakte Hariri" nach den tatsächlichen oder vermeintlichen Hintergründen des Mordes am ehemaligen libanesischen Ministerpräsidenten Hariri. Auch dieses Buch wurde ins Arabische übersetzt. Külbel gab zuletzt Pressekonferenzen in Beirut und Damaskus, wo sich sein Buch, das die syrische Verantwortlichkeit für den Mord in Frage stellt und amerikanische sowie israelische Machenschaften suggeriert, derzeit großer Beliebtheit erfreut. [2] Übersetzt vom Zitat der arabischen Buchfassung. [3] Andreas von Bülow war von 1969 - 1994 Mitglied des Bundestags, u.a. in der Parlamentarischen Kontrollkommission für die Geheimdienste. Er war Staatssekretär im Verteidigungsministerium und von 1980 bis 1982 Bundesminister für Forschung & Technologie. [4] Mussawi war wegen Visums-Problemen im August 2001 in den USA verhaftet worden. Er hatte eine Flugausbildung absolviert und wird verdächtigt, als Ersatzpilot zusammen mit den anderen 19 Attentätern für die Anschläge vorgesehen gewesen zu sein. Mussawi bestätigte, von Osama Bin Laden angeworben worden zu sein und erklärte, er habe zu einem späteren Zeitpunkt das Weiße Haus angreifen sollen, was von US-Ermittlern bezweifelt wird. ****************************************************** Die Ansichten der zitierten Autoren geben nicht die Meinung von MEMRI wieder. Kopien der zitierten Artikel und Dokumente sind auf Nachfrage erhältlich. Um sich aus der Mailingliste abzumelden, schicken Sie uns bitte eine kurze Nachricht an memri@memri.de THE MIDDLE EAST MEDIA RESEARCH INSTITUTE (MEMRI) Linienstr. 139, 10115 Berlin; URL: www.memri.de Tel.: +49-30-97893872/3968, Fax: +49 (030) 97893975 © Copyright by The Middle East Media Research Institute (MEMRI) - memri.de. Alle Rechte vorbehalten.

Friday, June 16, 2006

Rote Karte für Ahmadinedjad und seinen deutschen Neonazi-Freunden

17. Juni ,14:00 Uhr, Opernplatz Frankfurt a. Main
21. Juni ,14:00 Uhr,Leipzig Marktplatz (Ecke Petersstr./Grimmaische-Str.)
Keine Gastfreundschaft für Volksverhetzer!Solidarität mit Israel – gegen Ahmadinedjad und seine deutschen Neonazi-Freunde

Trotz internationaler Proteste wurde die iranische Mannschaft zur Fußballweltmeisterschaft 2006 zugelassen, weil der Weltfußballverband FIFA hier die Politik aus dem Spiel lassen wollte. Spätestens, als bekannt wurde, dass der Staatspräsident der Islamischen Republik Iran, Mahmud Ahmadinedjad, möglicherweise zu den Spielen seiner Mannschaft anreisen wollte, erwiesen sich die Verlautbarungen der FIFA als hohle Phrasen.Der Sport war noch nie frei von Politik. Weltmeisterschaften und Olympische Spiele dienten wie 1936 in Nazi-Deutschland immer auch als politische Bühne. Statt aber Ahmadinedjad die rote Karte zu zeigen, verkündete Bundesinnenminister Schäuble: „Wir sollten gute Gastgeber sein.“ Die Unterzeichner dieses Aufrufs fordern im Gegensatz dazu einen Platzverweis:Keine Gastfreundschaft und keine Eintrittskarte für einen Volksverhetzer, der wiederholt den Holocaust geleugnet hat, Israel von der Landkarte tilgen will, zur Judenvernichtung aufruft, Terror finanziert, am Aufbau atomarer Bedrohung arbeitet und die gesamte zivilisierte westliche Welt bedroht und verhöhnt.Keine Gastfreundschaft für einen Mann, der zusammen mit dem Mullah-Regime verantwortlich ist für Menschenrechtsverletzungen, Gewalt, Unterdrückung und die Armut der Bevölkerung im Iran.Wir sind solidarisch mit den Iranerinnen und Iranern, die unter dem Regime leiden oder ins Exil flüchten mussten.Wir fordern ein Einreiseverbot für Ahmadinedjad und ein Strafverfahren gegen ihn wegen Volksverhetzung und Leugnung nationalsozialistischer Verbrechen.Wir fordern, dass die von Neonazis geplanten Solidaritätskundgebungen für Ahmadinedjad und sein Regime unterbunden werden.Deutschland sollte im Iran und anderen Ländern des Nahen Ostens die demokratische Opposition unterstützen und auf einen Wandel in diesen Ländern hinwirken. Weniger bemüht sein sollte Deutschland hingegen dabei, als guter Gastgeber für jemanden zu fungieren, der offen zum Mord an Juden aufruft, und stattdessen dafür sorgen, dass Ahmadinedjad hier keine Plattform erhält und international sanktioniert und in die Schranken gewiesen wird.Das forderte bereits Anfang dieses Jahres der vor kurzem verstorbene Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Paul Spiegel s. A., als er zu Demonstrationen gegen die israelfeindlichen Hetztiraden des iranischen Präsidenten aufrief. Diesem Aufruf wollen wir nun unter dem Motto „NIE WIEDER! NEVER AGAIN!“ nachkommen, indem wir ein deutliches Zeichen setzen und massenhaft zeigen, dass dieser Hassprediger nicht nur nicht willkommen ist, sondern dass ihm und seinen Konsorten Einhalt geboten werden muss.Am 11. Juni um 15:00 Uhr finden am Jacobsplatz (Innenstadt) in Nürnberg, am 17. Juni um 14:00 Uhr auf dem Opernplatz in Frankfurt und am 21. Juni um 14:00 Uhr am Marktplatz (Ecke Petersstr./Grimmaische-Str.) in Leipzig Protestkundgebungen gegen das iranische Regime statt.
Der Aufruf zum Protest wird u. a. unterstützt von folgenden Personen und Organisationen:Prof. Dr. h.c. Arno Lustiger, Ralph Giordano, Dr. Michel Friedman, Dr. Wahied Wahdat-Hagh (Iran-Experte - MEMRI), Efraim Zuroff (Simon Wiesenthal Center, Jerusalem), Henryk M. Broder, Prof. Dr. Micha Brumlik, Cem Özdemir (MdEP), Dr. Hans-Peter Raddatz (Orientalist), RA Albert Meyer, Nasrin Amirsedghi (Publizistin), Bärbel Bohley (Malerin u. Bürgerrechtlerin), Prof. Dr. Michael Wolffsohn, Dr. Daniel Pipes (Middle East Forum), Lutz Sikorski (Fraktionsvorsitzender der Grünen, Frankfurt), Jutta Ebeling (Stadträtin, Frankfurt), Pfn. Annemarie Werner (Vaterunserkirche), Tobias Jaecker (Journalist), Dr. Gudrun Eussner (Journalistin), Morten Friese (Journalist), Seyran Ates (Rechtsanwältin), Hannes Stein (Journalist), Dr. Matthias Küntzel (Publizist), Stadtrat Lothar Klein (ehem. MdEP, Vorsitzender Sächsische Israelfreunde e. V.), Frankfurter Arbeitsgemeinschaft der DIG, Harald Eckert (Israel Heute - Christen an der Seite Israels e.V.), Dr. Jürgen Bühler (International Christian Embassy Jerusalem), Ghodsi Hejazi, Dr. Ruth Contreras (Scholars for Peace in the Middle East), Rene Pollak - Vors. Zionistische Organisation Frankfurt, Martin Borowsky (Synodaler der Kirchenprovinz Sachsen, Vorsitzender DIG, AG Erfurt), Johannes Barth (Vorsitzender DIG Arbeitsgemeinschaft Rhein-Neckar), Prof. Dr. Andrei S. Markovits (University of Michigan), Dr. Hermann Kuhn (Vorsitzender Deutsch-Israelische Gesellschaft AG Bremen), Katharina Seewald (DGB Regionsvorsitzende Kassel), Dr. Klaus Thörner (Publizist), Jörg Fischer (Journalist u. Autor), Nea Weißberg-Bob (Autorin, Verlegerin), Chana Steinwurz (Standpunkte-Pädagogin), Dr. Martin Kloke (Politikwissenschaftler), Wolfgang M. Nossen (Jüdische Landesgemeinde, Erfurt), Thomas v. der Osten-Sacken (Wadi e. V.), Alternatives Jugendzentrum e. V. (Dessau), Jörg Rensmann (Redaktion typoskript), Steffen Andersch (Projekt gegenPart, Netzwerkstelle gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus, Dessau), Bernd Fechler (Jugendbegegnungsstätte Anne Frank), Iva Svarcová (Filmregisseurin u. Produzentin), Ruth Sophia Nitz-Berthold (Rechtsanwältin), Jüdische Gemeinde Hamburg, Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit e.V. (Essen), Israelitische Kultusgemeinde München u. Oberbayern, IKG Nürnberg, B’nai B’rith München, DIG München, AmEchad n.r.V., Jüdischer Turn- u. Sportverein Makkabi, Zionistische Organisation in Deutschland (Z.O.D.), Frankfurt Loge B’nai B’rith, Wizo Deutschland e. V., Evangelische Marienschwestenschaft, Israelfreunde Hannover, Jüdischer Jugend- u. Studentenverband Hessen, Förderverein Ehemalige Synagoge in Hemsbach e.V., Freundeskreis Weinheim - Ramat Gan e. V., haGalil e. V., Prozionistische Linke Frankfurt, Redaktion Bahamas, Keren Hayesod Deutschland Vereinigte Israel Aktion e. V., DIG Aachen e. V., German Media Watch, Adass Israel Nürnberg, DIG AG Franken, Bündnis gegen Antisemitismus Leipzig, MargittaNeuwald-Golling,Vizepräsidentin des Europäischen Rates der WIZO-Föderationen und ca. 4.000 weitere jüdische und nichtjüdische Organisationen und Petitionsunterzeichner. "die jüdische"

Thursday, June 15, 2006

Wettbewerb unter Emiren

Al-Qaida nach dem Tod Zarqawis
von jörn schulz

Zum Geschäft terroristischer Organisationen gehört auch das Marketing. Wer in der Konkurrenz um Rekruten und Sponsoren bestehen will, muss eine Marke kreieren und eine Identifikationsfigur aufbauen. Die al-Qaida-Führung war in dieser Hinsicht erfolgreich, das Logo der Organisation, das Porträt Ussama bin Ladens, fand auf T-Shirts und anderen Fanartikeln weite Verbreitung.
Wenn jedoch die Aktivitäten den Erwartungen der Kundschaft nicht mehr entsprechen, droht ein Imageverlust. Weitgehend isoliert im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet kann die al-Qaida-Führung keine eigenstän­digen Operationen mehr durchführen. Sie muss befürchten, dass andere aufstrebende Terroristen irgendwann selbst Anspruch auf die Führung des globalen Jihadismus erheben. Die Marketingabteilung stellte sich darauf ein. Sie präsentierte bin Laden nicht mehr im Kampfanzug mit Kalaschnikow, sondern in feines Tuch gekleidet, als einen Emir, einen Befehlshaber der Gläubigen, der mit sanftem Blick seinem Kollegen George W. Bush wohlmeinende Ratschläge erteilt.
Ob die jihadistische Szene ihn in dieser Rolle akzeptieren würde, blieb jedoch fraglich. Dass Abu Musab al-Zarqawi in einem Ende April ver­öffentlichten Video erstmals die Maske lüpfte und sich so als Identifikationsfigur präsentierte, dürfte von bin Laden als Affront gewertet worden sein. Im Herbst 2004 hatte Zarqawi öffentlich Ussama bin Laden als Emir anerkannt, der ihm im Gegenzug die Führung der »al-Qaida im Zweistromland« zusprach. Doch mit den Anschlägen in Jordanien im November des vergangenen Jahres stellte Zarqawi klar, dass er seine Tätigkeit nicht auf den Irak beschränken wollte; zudem verkündete er in seinem Video, er habe seine »Augen auf Jerusalem« gerichtet.
In diesem Video zeigte sich Zarqawi schwarz gekleidet mit einem leichten Maschinengewehr, einer deutlich größeren Waffe als der von bin Laden. In einer Art jihadistischem Schwanzvergleich wollte er offenbar belegen, dass er Anspruch auf eine größere street credi­bility erheben könne als sein saturierter Emir.
Doch selbst in Kreisen der al-Qaida geht es nicht nur um den body count. Zarqawis extreme Brutalität und der von ihm angeordnete antischiitische Terror stießen auf Widerspruch, allerdings eher aus taktischen denn aus huma­nitären Gründen. Die Ermordung schiitischer Zivilisten zur Hauptaktivität zu erklären, erschien vielen Jihadisten als unangemessen. Denn wer die US-Amerikaner aus dem Irak vertreiben will, kommt um ein taktisches Bünd­nis mit den Islamisten unter der schii­tischen Bevölkerungsmehrheit nicht herum. Ayman al-Zawahiri, der bedeutendste Ideo­loge der al-Qaida, hatte vergeblich versucht, Zarqawi diese simple strategische Überlegung zu vermitteln.
Die militärischen Erfolge der Taliban und al-Qaida-Kämpfer in Afghanistan haben das Ansehen der Führungsgruppe um bin Laden wieder gestärkt. Sie dürfte versuchen, wieder mehr Einfluss im Irak zu gewinnen, nachdem Zarqawis Karriere gewaltsam beendet wurde. Doch selbst wenn dessen verbliebene Anhänger das akzeptieren sollten, würde sich nicht allzu viel ändern. Bin Laden ist bereit, den Kampf gegen die Schiiten zu vertagen, er betrachtet sie jedoch ebenfalls als Häretiker, die es letztlich zu unterwerfen gilt. Und auch seine Augen sind auf Jerusalem gerichtet. Er teilt den Traum Zarqawis, die beiden wichtigs­ten Schauplätze des Jihad, den Irak und die palästinensischen Gebiete, durch die Beseitigung der jordanischen Monarchie zu einem Schlachtfeld zu verschmelzen.
jungle-world

Was die Antiisraelischen unter den Linken über ihr bevorzugtes Kleidungsstück nicht wissen wollen

Karl Selent
Das Palästinensertuch

"Als der Vorsitzende der palästinensischen
Abordnung, Haider Abdel Shafi, zu
Delegationsgesprächen in Washington
(Anfangs der 1990er, K. S.) mit einem
europäischen Hut erschien, zog er sich die
Kritik der palästinensischen Öffentlichkeit
zu, die ihn aufforderte, die fremdländische
Kopfbedeckung abzunehmen".

(D. Rubinstein: Yassir Arafat. Heidelberg 1996, S. 47f)



Das Palästinensertuch, die Kafiya, war, bevor es ab 1968 u.a. wegen der Person des Yasser Arafat, einem Träger dieses speziellen Textils, zu internationaler Bekanntheit und Verbreitung gelangte, eine der traditionellen Kopfbedeckungen in den ländlichen Gebieten Arabiens gewesen. In einem propalästinensischen Solidaritätsbuch des Elefanten Press Verlags heißt es, seit Jahrhunderten habe in den Dörfern gegolten: Auf den Kopf eines "anständig erzogenen" Arabers gehört eine Kafiya (Hamdan 106). Betrachtet man nun das Outfit der linksdeutschen Protestgeneration der 1970er und 1980er Jahre, so glaubt man sich ins tiefste bayrische Palästina versetzt. Nach Angaben der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sollen Mitglieder der aus dem SDS hervorgegangenen Palästina-Komitees die Kafiya von Besuchen bei der PLO mitgebracht haben. Von der Geschichte des Palästinensertuchs wollten die Studenten nichts wissen. Diese Kopfbedeckung war 1936-39 in Palästina das Symbol des profaschistischen Aufstands gewesen. Die rebellierenden ländlichen Fedayin, so Danny Rubinstein in seinem Buch über Yasser Arafat, "verlangten von den Arabern in den Städten, den türkischen Fez und die europäischen Hüte gegen die Kafiya einzutauschen. Wer der Aufforderung nicht nachkam, wurde aufgegriffen und verprügelt" (47). Solche repressiven Übergriffe bezeichnete die britische Kolonialpolizei als "Fez bashing". Die Verteidigung der arabischen Lederhosen- und Schuhplattlerfolklore fand die Anerkennung und Unterstützung des Dritten Reichs. Im später von ihnen besetzten Elsaß-Lothringen sollten die Nazis selbst versuchen, das Tragen der richtigen, der deutschen Kopfbedeckung zu erzwingen. Die französische Baskenmütze wurde alsbald verboten. Sie galt den Besatzern als eine "Gehirnverdunkelungsmütze". In einem 1943 im Dritten Reich in Berlin verlegten Buch über den "Großmufti von Palästina" ist bezüglich des arabischen Aufstands von 1936-39 Folgendes zu lesen:
"In der Altstadt von Jerusalem findet sie die Polizei: zwei Araber ... offenbar durch Schüsse in den Rücken niedergestreckt, die Einschußstelle aber sorgfältig mit jener bekannten Kopfbedeckung verdeckt, die man in Europa 'Fez', im Orient jedoch 'Tarbusch' nennt. ... Sie hatten das Verbrechen begangen, die letzten Anweisungen des Generals der Freischaren unbeachtet zu lassen, die zuvor an allen Ecken Jerusalems zu lesen waren:
'Im Namen Gottes,
Das Hauptquartier der arabischen Revolution erinnert alle Araber daran, daß der Tarbusch nicht die wahre nationale Kopfbedeckung des Arabers ist. Die Araber Palästinas müssen ... die nationale Kafiya tragen. Diejenigen, die ... darauf beharren, den Tarbusch zu tragen, werden wir als unsere Feinde betrachten
gez. Der Führer der revolutionären Araber.'"
Eine ähnliche Anweisung, so heißt es in dem Buch weiter, "verbot den Frauen des Landes die europäischen Damenhüte ... Die harte Faust der aufständischen Bauern und Hirten sorgte ... für die Durchführung der Verordnung über die nationale Kopfbedeckung" (Fischer-Weth 82-85). Die Machenschaften der Fedayin, denjenigen Frauen, die es unter dem Einfluß der britischen Mandatsmacht mit Schleier und Kopftuch nicht so genau nahmen, erneut die traditionelle Kleiderordnung aufzuzwingen, sind in der Fachliteratur dokumentiert. Zum Beispiel die Erklärung eines Befehlshabers der Fedayin, Abdel Rahim al-Hajj Muhammad, von Oktober 1938:
"Dem Zentralen Kommandorat ist zu Ohren gekommen, ... daß einige Frauen, eifrig darauf bedacht, westliche Kleidung nachzuahmen, den Befehl mißachten sich zu verschleiern. An all diese Personen richten wir unsere Warnung und erinnern sie an die Strafen, die sie erwarten, wenn sie in ihrem verwegenen Leichtsinn beharren" (Krämer 338).
Die arabischen Landfrauen Palästinas trugen überwiegend ein weites Tuch, das Kopf, Schultern, gegebenenfalls auch den Oberkörper bedeckte, das Gesicht jedoch frei ließ. Der Schleier fand geringere Verbreitung, weil er bei der Arbeit behinderte. Das übliche Kleidungsstück der Frauen mittlerer und oberer Stände vor allem in den Städten war der Gesichtsschleier. Er galt als "Zeichen weiblicher Sittsamkeit und familiärer Ehre". Seit dem Beginn britischer Kolonialherrschaft jedoch "zeigten sich die Frauen der Jerusalemer Aristokratie bei bestimmten Anlässen auch gern als Damen der Gesellschaft: europäisch gewandet und das Gesicht frei". Im offenen Milieu von Jaffa und Haifa gingen "einige Frauen der Ober- und Mittelschicht dazu über, den Schleier abzulegen". Die jüdischen Pionierfrauen, so die Klage des gesunden arabisch-islamischen Volksempfindens, zeigten sich in der Öffentlichkeit "halb nackt" (Krämer 338). "Gegen diese Zeichen der Verwestlichung, gegen den Verfall der Sitten, für Moral und Anstand ... für den Schleier sprachen sich islamische Gelehrte und Aktivisten vom Mufti ... bis zu Izz al-Din al-Kassam aus. Deren sozial konservative Gesinnung teilten die bäuerlichen Rebellen, die die neu gewonnene Macht nutzten, ihre Vorstellung von Sitte und Anstand im öffentlichen Raum durchzusetzen" (ebd.).
Auch im Palästinasolidaritätsbuch des Elefanten Press Verlags wird die Kafiya als "Symbol des bewaffneten Aufstands" beschrieben. Freilich von der Repression zur Durchsetzung des Palästinensertuchs ist mit keinem Wort die Rede. Hakam Abdel Hadi, Autor des entsprechenden Kapitels, behauptet, die Araber seien in den Städten zum Tragen der Kafiya aufgerufen worden, weil sonst "die revoltierenden Bauern wegen ihrer Tracht" aufgefallen, "ein leichter Fang für die sie verfolgenden britischen Soldaten" geworden wären. (Hamdan 106) Quellenangaben aber, historische Belege für diese Behauptung sucht man in dem Buchkapitel vergebens. "Man erzählt", heißt es desweiteren. Einer "soll gesagt haben". Die Anweisung an die Frauen zum Tragen des Schleiers, von der Hadi selbstverständlich nichts berichtet, zeigt: Hier ging es nicht um Militärisches. Die Insurgenten hatten anderes im Sinn. Der Zwang zum Palästinensertuch war dem Motiv geschuldet, die althergebrachte Gesellschaft gegen verwerfliche Einflüsse der britischen Mandatsmacht zu verteidigen. Bezeichnend für eine solch reaktionär verbiesterte Abwehr des Kolonialismus waren vereinzelte Mordtaten an Arabern, "die beschuldigt wurden, zu gut Englisch schreiben und lesen zu können". Sie wurden "abgeknallt" (Collins 53). Auch davon wollen der palästinasolidarische Elefanten Press Verlag und seine linken Autoren nichts wissen. Jahrzehnte vor den islamischen Klerikalfaschisten in Taliban-Afghanistan, die den Männern das Tragen von Bärten abverlangten beziehungsweise den Frauen das Tragen der Burka (je bei Strafe von Peitschenhieben), und ähnlich den Mullahs im Iran, die mit drakonischen Strafen die traditionelle Kleiderordnung durchsetzen, erzwangen die Fedayin des arabischen Aufstands in Palästina von 1936-39 das Tragen des Schleiers und des Palästinensertuchs.

(Dies ist eine erweiterte, überarbeitete Fassung eines Kapitels aus dem Buch von Karl Selent: "Ein Gläschen Yarden-Wein auf den israelischen Golan. Polemik, Häresie und Historisches zum endlosen Krieg gegen Israel". Ca Ira Verlag, Freiburg 2003)

Wednesday, June 14, 2006

Vorbild Islam

Konservative Wertedebatte von richard herzinger
Mit dem christlichen Familienethos ist es nicht mehr so weit her. Auch der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff von der CDU gehört neuerdings zum immer größer werdenden Kreis geschiedener Spitzenpolitiker – wie seine Parteivorsitzende Angela Merkel, die dazu noch kinderlos ist. Friedbert Pflüger, der Spitzenkandidat der CDU in Berlin, noch nicht geschieden, hat mit seiner neuen, jüngeren Lebensgefährtin bereits ein Kind. Ole von Beust (CDU), der Hamburger Oberbürgermeister, bekennt sich zu seiner Homosexualität.
Die Aufzählung ließe sich fortsetzen. Deutsch­lands konservative Politikerinnen und Politiker tun etwas für die Ausbreitung der Patchworkfamilie. Auch sie sind längst im wahren Leben angekommen, jenseits ritueller Bekenntnisse zur angeblich wertestiftenden Kraft der Familie. Die Vielfalt ihrer Privatverhältnisse spiegelt die Lebenswirklichkeit der Gesellschaft wider. Die Bürger halten sich nicht mehr an vorgefertigte Leitbilder, sondern wählen ihre Bindungen und die Form, in der sie organisiert werden, selbst.
Geht deshalb etwa das Abendland unter? Folgt man den jüngsten Debatten in deutschen Medien, müsste man es fast glauben. Die Propheten des Niedergangs geben in der deutschen Publizistik derzeit den Ton an. Lustvoll malen sie das Schreck- und Zerrbild einer Gesellschaft von bindungslosen Autisten und Egomanen an die Wand. Mit einer Mischung aus Furcht und Faszination verweisen sie dabei auf die islamische Welt und muslimische Migrantenfamilien, die – so der Schriftsteller Botho Strauß – in einer parallelen »Vorbereitungsgesellschaft« bereitstünden, um demnächst den maroden westlichen Laden zu übernehmen. Dort scheint alles im Übermaß vorhanden, was der kulturkonservative Nostalgiker in unserer aufgeklärten Gesellschaft vermisst: Die Großfamilien halten zusammen wie Pech und Schwefel, und sie produzieren jede Menge Kinder.
Ein seltsam paradoxes Denkkonstrukt: Inspiration für eine Wiederbelebung des angeblich eigenen, »abendländischen« Wertesystems sucht man ausgerechnet in einer Kultur, deren Werte man mit der eigenen für unvereinbar hält und von deren Vordringen man sich deshalb bedroht fühlt. Um einen kulturell-religiösen Schutzwall gegen die Ausbreitung eines angeblich monolithischen Islam zu bilden, sollen wir uns selbst wieder in eine monolithische Kultur verwandeln. Als hätte der Westen seinen Vorsprung auf wirtschaft­lichem, technologischem und sozialem Gebiet nicht gerade dadurch erzielt, dass er den Mythos von der geschlossenen kulturellen Gemeinschaft aufbrach!
Nicht die westlichen, sondern die islamisch geprägten Gesellschaften befinden sich in einer tiefen, explosiven Wertekrise. Sie resultiert aus der enormen Schwierigkeit dieser Gesellschaften, Anschluss an die Dynamik der Moderne zu finden. Islamistische Erweckungs­bewegungen stellen einen voluntaristischen Versuch dar, das Problem durch den Sprung in eine imaginäre »authentische« Tradition zu lösen. Dass es die nicht gibt, zeigt sich gerade in den Familien. Ehrenmorde und Zwangsverheiratungen zeugen nicht von einer ungebrochenen Kraft islamischer Tradition, sondern vom genauen Gegenteil.
Der islamische Fundamentalismus ist gefähr­lich und gerade deshalb ernst zu nehmen, weil er sich der Zukunft militant verweigert. Ihn jedoch dadurch besiegen und die eigene Zukunftsfähigkeit sichern zu wollen, dass man seinen Mythos von der intakten islamischen Weltgemeinschaft für bare Münze nimmt und am Ende noch »christlich« kopiert, ist schlichtweg absurd.
Richard Herzinger ist politischer Redakteur der Welt am Sonntag.

jungle-world

Tuesday, June 13, 2006
















Quelle:Titanic

Die Sympathisanten eines Holocaustleugners beklagen ihre Isolation

Karl Pfeifer
US- Präsident George Bush wird am 21. Juni Österreich besuchen. Ultralinke Sekten versuchen dagegen Massen zu mobilisieren. Doch das gelingt ihnen nicht, denn mit der Antiimperialistischen Koordination (AIK), die ihre Glaubenssätze auf einer mehrsprachigen Website verkündet, wollen viele nichts zu tun haben. Die AIK hat dazu bereits am 2. Juni, allerdings nur in englischer Sprache erklärt: „The most important element is, however, not quantity but quality.” D.h. saure Trauben, da ihr anscheinend die Mobilisierung von Massen nicht gelingen will, glauben sie den Misserfolg durch Selbstlob ausgleichen zu können.Sie beklagen, dass gegen die „Patrioten“ im Irak, d.h. Halsabschneider vor laufenden Kameras und Terroristen, die es darauf abgesehen haben, das Land in Blut und Anarchie untergehen zu lassen, eine „bösartige Kampagne der Isolierung und Kriminalisierung („vicious campaign of isolation and criminalisation“) geführt wird.Und wie erklärt die AIK ihren Misserfolg? „Die prozionistischen Teile der Linken, die in das imperialistische System integriert worden sind, geführt durch die Sozialistische Jugend [SJ] und die Kommunistische Partei [KPÖ] sind aus dem Bündnis ausgebrochen. Sie haben nicht einmal das Recht des palästinensischen Volkes auf Selbstbestimmung anerkannt. Sie sind entschlossen die Kampagne gegen die antiimperialistischen Kräfte – die sie fortgesetzt als antisemitisch zu verleumden – und gegen den irakischen als auch palästinensischen Widerstand weiterzuführen.“(„The pro-Zionist parts of the left, which has been integrated into the imperialist system, led by the Socialist Youth and the Communist Party broke away from the coalition. They did not even accept to mention the right to self-determination of the Palestinian people. They are determined to carry on the campaign against the anti-imperialist forces, which they continue to slander as anti-Semitic, and the Iraqi as well as the Palestinian Resistance.”) [1]Die AIK glaubt sich mit der Propagierung eines Rabbinerdarstellers [2] der auch Liebling der österreichischen Rechtsextremisten rund um John Gudenus ist [3] ein Alibi verschafft zu haben. Doch die Versteher und Sympathisanten eines Holocaustleugners [4] müssen sich den Vorwurf des Antisemitismus, der sich hinter einer durchsichtigen Maske des „Antizionismus“ versucht zu verstecken, gefallen lassen.Doch nicht genug, dass sie der SJ und KPÖ unterstellen „prozionistisch“ zu sein. Sie flicken auch am Zeug der Muslime, denen sie vorwerfen sich mit der Sozialdemokratie und den prozionistischen Kräften in eine Linie bringen zu lassen. Fußnoten:
1) Alle englischsprachigen Zitate:
http://www.antiimperialista.org/index.php?option=com_content&task=view&id=4484&Itemid=55
2) http://www.antiimperialista.org/index.php?option=com_content&task=view&id=4419&Itemid=82
3)
http://www.doew.at
/frames.php?/projekte/rechts/chronik/2003_12/zurzeit.html

4)
http://www.doew.at/frames.php?/aktuell/aktion/aik_reakt1.html

die juedische

Iran:Protestkundgebung in Frankfurt/M.

Samstag,den 17. Juni 2006, 14.00 Uhr, auf dem Opernplatz
Die atomare Aufrüstung des iranischen Regimes bedroht Europa, Israel und die gesamte freie westliche Welt. Schon heute verfügt der Iran über Raketen, die Europa in ein Inferno verwandeln können. An seinen mörderischen Absichten lässt Ahmadinedschad keinen Zweifel.
Mit der Protestkundgebung setzen wir eindeutige Signale:
Wir zeigen Ahmadinedschad und seinem Regime die „Rote Karte“: Das iranische Mullah-Regime soll wissen, dass Gesellschaft und Politik auf die Aggressionen gegen Israel mit Entsetzen und Abscheu reagieren und die Zerstörungswut gegen Israel nicht zulassen wird.
Keine Gastfreundschaft und keine Eintrittskarte für einen Volksverhetzer, der wiederholt den Holocaust geleugnet hat, Israel von der Landkarte tilgen will, zur Judenvernichtung aufruft, Terror finanziert, am Aufbau atomarer Bedrohung arbeitet und die gesamte zivilisierte westliche Welt bedroht und verhöhnt. Gleiches gilt für alle Vertreter dieses Regimes, die sich nicht klar und deutlich von den Worten dieses Aggressors distanziert haben.
Wir demonstrieren nicht gegen das Iranische Volk, oder die Iranische Fußball Mannschaft. Im Gegenteil, wir sind solidarisch mit den Iranerinnen und Iranern, die unter dem Regime leiden oder ins Exil flüchten mussten. Wir fordern keine Gastfreundschaft für Vertreter eines Regimes, die verantwortlich sind für Menschenrechtsverletzungen, Gewalt, Unterdrückung und die Armut der Bevölkerung im Iran.
Wir demonstrieren nicht gegen Fußball oder die WM. Allerdings protestieren wir gegen den Missbrauch einer Weltmeisterschaft, die spätestens durch die Einreise des Iranischen Vizepräsidenten zum Politikum gemacht wurde.
Dem „Hitler des 21. Jahrhunderts“ und seinen Anhängern darf nicht mit einem diplomatischen Schmusekurs begegnet werden. Diplomatische Beziehungen zu einem Land, das den Holocaust leugnet sind nicht zu rechtfertigen. Es gilt die neue Idolfigur der Rechtsextremen und Neonazis zu bekämpfen.
Wir rufen alle Demokraten auf, sich mit Israel zu solidarisieren und gegen Antisemitismus ihr Gesicht zu zeigen. Nehmen Sie an der Protestkundgebung teil. Europas Demokratie, Freiheit und Frieden werden in Israel verteidigt.
Es sprechen:- Prof. Dr. h.c. Arno Lustiger - Lutz Sikorski (Fraktionsvorsitzender der Grünen, Frankfurt) - ANGEFRAGT - Prof. Dr. Micha Brumlik - Hannes Stein (DIE WELT) - Dr. Michel Friedman (Vorsitzender Keren Hayesod Vereinigte Israel Aktion e.V.) - Moderation: Sacha Stawski (Honestly Concerned e.V.) und René Pollak (Zionistische Organisation Frankfurt) - Musikalische Begleitung: Motti Ben David.
Der Erfolg dieser Demonstration hängt von JEDEM ab.
Ständig aktualisierte Informationen unter: http://www.honestly-concerned.org/
Veranstalter: Honestly Concerned e.V., Zionistische Organisation Frankfurt, Prozionistische Linke, Deutsch-Israelische Gesellschaft - DIG Frankfurt, ILI - I Like Israel e.V., Keren Hayesod Vereinigte Israel Aktion e.V. unterstützt durch ca. 4.000 weitere jüdische und nichtjüdische Organisationen und Petitionsunterzeichner (einsehbar bei
http://www.honestly-concerned.org/ ).

Monday, June 12, 2006

Das Dokument: Der Führer ist nicht tot, nein, der Führer ist nicht tot !

Kriegsschauplatz Irak
Das Wunder von Bakuba
Eine als 'Terroristenführer' bezeichnete und 'al Sarkawi' genannte Person soll getötet worden sein...
Wir erfahren am 8.6.2006, der 'Chef der Terrororganisation Al Kaida im Irak' sei zusammen mit sieben Anhängern bei einer Militäraktion unter Einsatz der Luftwaffe getötet worden. Am 9.6.2006 heißt es genauer: "Der 39-Jährige war am Mittwochabend durch einen gezielten Angriff der US-Luftwaffe getötet worden. Nach Angaben der US-Armee hatte sich al Sarkawi in einem isoliert gelegenen Haus in der Ortschaft Hibhib bei Bakuba, nördlich von Bagdad versteckt. F-16-Bomber griffen das Gebäude mit zwei 250-Kilo-Bomben an. Zu den dabei getöteten Menschen gehörten nach US-Angaben neben al Sarkawi eine Frau, ein Kind sowie al Sarkawis enger geistlicher Berater, Scheich Abdel Rahman." ...Die 'al Sarkawi' genannte Person soll vor bzw. nach dem Bombenanschlag folgendes Aussehen gehabt haben (rechts: Foto der US-Armee).
Es grenzt an ein Wunder: Trotz der Zerstörungskraft der Bomben hat er offenbar (im Gesicht) keine nennenswerten Verletzungen davongetragen. Aber möglicherweise hat sich seine Kopfform etwas verändert.Der 'Westen' lobt den Mordanschlag, bei dem auch eine Frau und ein Kind umgebracht worden sein sollen. Bei der Verkündung der Meldung gab es unter den Journalisten "tosenden Beifall". "US-Präsident George W. Bush und der britische Premierminister Tony Blair begrüßten die Todesnachricht als Sieg im Kampf gegen den Terrorismus" "Der US-Botschafter im Irak, Zalmay Khalilzad sprach von 'einem großen Tag'. Und auch "Bundeskanzlerin Angela Merkel bezeichnete die Tötung... als gute Nachricht." .Weitere Bilder der toten Person geben noch weitere Rätsel auf. Darüber in Kürze mehr
Quelle:arbeiterfotografie.com

Eine als "Führer" und "Al Hitler" bezeichnete Person soll getötet worden sein.Zu den getöteten Menschen (!) gehörten nach US-Angaben neben Al Hitler...Die Al Hitler genannte Person soll vor bzw. nach dem Bombenanschlag folgendes Aussehen gehabt haben (Foto rechts,Foto links),naja, im Führerbunker soll er ein bißchen verkohlt sein mit seiner Eva, dem Balg und dem geistlichen Berater (Christian Ströbele ???)Sieht nicht mehr ganz so Al Hitler-mäßig aus. Ach ja, und umgebracht (!) wurde der Führer samt Bagage auch(wenn er schon tot sein soll).Nein, der Führer ist nicht tot, der Führer lebt.Irgendwo.Der Führer darf nicht tot sein! Der HJ-Pimpf und das Mädel liegen sich weinend in den Armen.Und wer seit Lafontaine und Schröder noch nicht begriffen hat, daß Rot, Grün, Schwarz und Blaugelb in diesem Deutschland Braun sind, dem ist nicht mehr zu helfen.

Protest gegen Politik des Iran anlässlich des Spiels in Leipzig am 21.6-Busse aus Berlin

Dr. András Kain
Am Mittwoch, den 21.Juni findet in Leipzig, anlässlich des Iran – WM Fußballspieles, eine Demonstration statt, zu der das „Bündnis gegen Antisemitismus in Leipzig“ aufgerufen hat. Die Raoul Wallenberg Loge – B´nai B´rith – bittet Organisationen und Privatpersonen, die gegen die unerträgliche Iran-Politik protestieren wollen, an der Demo teilzunehmen.Wir haben die Möglichkeit, einige Busse zu organisieren, die wir rechtzeitig und verbindlich reservieren müssen. – Abfahrt 10.00 AVUS Raststätte ( Tankstelle) , Rückfahrt ca. 16.00Bitte schnellstmöglich anmelden bei
Dr. András Kain
Präsident der Raoul Wallenberg Loger-w-loge@t-online.de 0177-8419646
"die jüdische"

Bosbach: Ahmadinedschad in Deutschland nicht willkommen

Der CDU/CSU-Fraktionsvorsitzende verweist indes auf Verträge zwischen der Bundesregierung und dem Weltfußballverband FIFA, die es erschwerten, eine Einreise des Staatschefs zur Fußball-WM zu verhindern.
Berlin - Ein Einreiseverbot für den iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad zur Fußball-WM wäre nach Einschätzung des stellvertretenden CDU/CSU-Fraktionsvorsitzenden Wolfgang Bosbach kaum möglich. Unter anderem gebe es Verträge mit dem Weltfußballverband Fifa, die es erschwerten, eine Einreise Ahmadinedschad zu verhindern, zitierte der Berliner „Tagesspiegel“ Bosbach. Allerdings müsse man dem Präsidenten klar machen, „daß er hier nicht willkommen ist“. Sollte er dennoch kommen, dürfe er keinesfalls mit Protokoll empfangen werden.
Dem Bericht der Zeitung zufolge hat Deutschland in Verträgen mit dem Weltfußballverband Fifa Regierungsgarantien abgegeben, die eine sichere Einreise für die Delegationen der teilnehmenden Länder umfaßten. Die Bundesregierung meine, daß diese Garantie auch für die politischen Vertreter der Teilnehmer-Länder gelte. Das WM-Organisationskomitee betrachte Ahmadinedschad indes nicht als Mitglied der Delegation. Die Zeitung zitierte dazu einen Sprecher des Innenministeriums mit den Worten, man werde sich mit der Frage befassen, wenn Ahmadinedschad sein Kommen bekunde.
Der iranische Präsident hat mit anti-israelischen Äußerungen weltweit Empörung ausgelöst. Unter anderem leugnete er den Holocaust und forderte, Israel von der Landkarte zu tilgen.Beckstein: Nur Diplomatenpaß würde Ahmadinedschad vor einer Verhaftung bewahren
Er hat Medienberichten zufolge angekündigt, zur WM zu kommen, falls das iranische Team die Vorrunde übersteht. Vor dem WM-Spiel Iran-Mexico in Nürnberg hatten am Sonntag etwa 1000 Menschen gegen die israelfeindliche Politik des Landes demonstriert. Bayerns Innenminister Günther Beckstein (CSU) hatte dort gesagt, wer wie Ahmadinedschad die Juden ins Meer treiben wolle, stehe außerhalb des Bodens jeder Zivilisation. „Wenn er nach Deutschland käme, würde ihn nur der Diplomatenpaß davor bewahren, verhaftet zu werden. Ein Verbrecher wie Ahmadinedschad ist in Deutschland nicht willkommen.“
Zum ersten Spiel der iranischen Mannschaft war Ahmadinedschad Stellvertreter Mohammed Aliabadi angereist. Die Bundesregierung hatte erklärt, er werde nicht als Staatsgast behandelt und es werde keine offiziellen Kontakte geben.
WELT.de/rtr

Sunday, June 11, 2006

Anti-Ahmadinejad-Demo in Nürnberg:"Bei uns nicht willkommen"

Er sei kein "sehr geübter Demonstrant", sagt Bayerns Innenminister Günther Beckstein (CSU) mit einem süffisanten Lächeln, als er bei der Kundgebung der israelitischen Kultusgemeinde im Vorfeld des WM-Spiels Iran gegen Mexiko das Wort ergreift. Doch an diesem Sonntagnachmittag in Nürnberg halte er es für "notwendig und richtig", auf die Straße zu gehen.
Rund 1000 Mitglieder jüdischer Gemeinden haben sich wenige Stunden vor Beginn der Partie im Nürnberger WM-Stadion auf dem Jakobsplatz in der Innenstadt versammelt, um gegen die iranische Regierung zu demonstrieren. Neben Beckstein sind auch Grünen-Chefin Claudia Roth, Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD) und der Publizist Michel Friedman als Redner erschienen. Sie alle erklären sich "uneingeschränkt solidarisch" mit der jüdischen Gemeinde und versichern gleichzeitig, auf keinen Fall gegen die iranische Mannschaft und die iranischen Fans, die mit Ahmadinedschad nichts zu tun hätten, wettern zu wollen.
"Wir sind Freunde des iranischen Volkes", sagt Beckstein. Er lehne jedoch die Regierung ab, die den Holocaust leugne und Israel vernichten wolle. Roth fordert in ihrer Rede Ahmadinedschad auf, sich für seine "unerträglichen Ausfälle" zu entschuldigen und das Existenzrecht Israels anzuerkennen. Oberbürgermeister Maly sagt, Ahmadinedschads Äußerungen seien "kein Kavaliersdelikt" und gehörten "klar geächtet".
Noch schärfer sind die Worte des früheren Vizepräsidenten des Zentralrats der Juden. Friedman bezeichnet den iranischen Präsidenten als "Hitler des 21. Jahrhunderts" und wirft den deutschen Politikern einen "Schmusekurs" mit der Regierung in Teheran vor. Es gebe keinen Grund, sich anzubiedern, ruft Friedman und kritisiert zugleich, dass Ahmadinedschads Vize Mohammed Aliabadi ein Visum für die WM bekommen habe. Sein Besuch des Spiels Iran gegen Mexiko am Sonntagabend sei "eine Schande für unsere eigene Glaubwürdigkeit".
Während auf dem Jakobsplatz die iranische Regierung angeprangert wird, sind nicht weit entfernt auf dem Hauptmarkt und vor der Lorenzkirche Hunderte iranische Fußballfans unterwegs, um sich - genauso wie die mexikanischen Anhänger - jubelnd und Fahnen schwenkend auf das bevorstehende Spiel einzustimmen. Von der Kundgebung halten die meisten von ihnen nicht viel.
Der 42 Jahre alte Kabir, der vor 27 Jahren aus dem Iran nach Deutschland zog, ist regelrecht empört: Er empfinde es als eine persönliche Beleidigung, dass Beckstein auf die Straße gehe, sagt er. Die meisten iranischen Fans seien auch nicht für die derzeitige Regierung, aber er denke, dass Sport und Politik klar getrennt werden müssten. Kabir betont: "Beckstein soll Religion Religion, Sport Sport und Politik Politik sein lassen." Umstehende Fans pflichten ihm bei. Die Kundgebung halten sie für "unhöflich dem iranischen Volk gegenüber".
Friedman dagegen will die Argumente der Fußballanhänger nicht gelten lassen. Die WM und das Spiel Iran gegen Mexiko seien politisch geworden, "spätestens seit Irans Vizepräsident Aliabadi in Deutschland ist", ruft er wütend ins Mikrofon. Bei allem, was jetzt mit der iranischen Mannschaft zu tun hat, kann nach Ansicht Friedmans Sport und Politik nicht mehr getrennt werden.
(ddp)

Saturday, June 10, 2006

Lafontaine für Gespräche mit Hamas-Regierung

Oskar Lafontaine überwindet Hemmschwellen
Der Links-Fraktionschef im Bundestag, Oskar Lafontaine, hat die Bundesregierung aufgefordert, Gespräche mit der palästinensischen Hamas-Regierung aufzunehmen. Es sei notwendig, das Gespräch mit den Siegern der Parlamentswahl zu suchen, sagte Lafontaine am Samstag auf einem Landesparteitag der Linkspartei.PDS in Berlin. Auch die Linke müsse diesbezüglich ihre "Hemmschwelle überwinden".
Ja, es gibt noch viele "Hemmschwellen" die zu überwinden sind.Z.B die, sich einen Sprengstoffgürtel umzubinden.Nur zu, Herr Lafontaine!
ddp

NPD-Demo in Gelsenkirchen verläuft ohne Zwischenfälle


Auf dieses Bild haben die Fotografen gewartet: Hass verzerrt das Gesicht des blonden Teenagers, das hinter der NPD-Fahne hervorlugt. Lange ist er cool geblieben, aber jetzt, da ein Gegendemonstrant mit Saft nach ihm spritzt, brüllt er, dass sie es dem "linken Dreck" schon noch zeigen werden.

Die Szene dauert nur ein paar Sekunden, aber sie dauert lang genug, um am Samstag von einer ganzen Schar von Objektiven eingefangen zu werden. Die ausländischen Fotografen und Fernsehteams nehmen diese Geschichte am Rande des Fußballzirkus gerne mit: Während "die Welt zu Gast bei Freunden" ist, ziehen die erklärten Feinde alles Nicht-Deutschen durch den Gelsenkirchener Süden.

ddp

Demonstrationen vor Iran-Spiel


Vor dem WM-Spiel Iran gegen Mexiko am Sonntag in Nürnberg wollen die Israelitische Kultusgemeinde und Amnesty International am Nachmittag in der Innenstadt gegen das iranische Regime demonstrieren. Bei der Veranstaltung der Kultusgemeinde werden unter anderen Bayerns Innenminister Günther Beckstein (CSU) und der Publizist Michel Friedman als Redner erwartet.
Der Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde Nürnberg, Arno Hamburger, sagte im Vorfeld der Kundgebung, mit der Aktion ab 15.00 Uhr am Jakobsplatz sollten "eindeutige Signale" gesetzt werden. Diplomatische Beziehungen zu einem Land, das den Holocaust leugne, seien "nicht hinnehmbar". Außerdem solle das iranische Regime wissen, "dass Gesellschaft und Politik in Deutschland auf die unfassbaren Aggressionen gegen Israel mit Entsetzen und Abscheu reagieren und die Zerstörungswut gegen Israel nicht zulassen werden". Neben Hamburger, Beckstein und Friedman wollen auf der Kundgebung auch Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD) und die Grünen-Bundesvorsitzende Claudia Roth (sag daß das nicht wahr ist!!!FAM) sprechen.

Amnesty International will vor der Lorenzkirche ab 14.00 Uhr eine Mahnwache abhalten. Die Mitglieder kündigten an, in Weiß gekleidet, mit Fesseln und Augenbinden als Gefangene gekennzeichnet sowie mit dem umgehängtem Slogan "Fair Play für Politische Gefangene - Folter im Abseits" vor einem improvisierten Fußballspiel mit Mini-Toren zu demonstrieren.

(ddp)

Friday, June 09, 2006

Zentralrat der Juden kritisiert iranischen WM-Besuch

"WM wird zu politischer Veranstaltung missbraucht"
Der Zentralrat der Juden hat den WM-Besuch des iranischen Vizepräsidenten Mohammed Aliabadi scharf kritisiert. Seine Teilnahme an der Eröffnungsfeier in München sei "eine Provokation und ein Offenbarungseid der deutschen Politik vor dem Mullah-Regime in Teheran", sagte der Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, Stephan J. Kramer.
Es sei unerträglich, dass der Stellvertreter des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad, "einem weithin bekannten Holocaustleugner, der die Auslöschung des Staates Israel gefordert hat", neben Bundespräsident Horst Köhler und Kanzlerin Angela Merkel im Stadion sitze. "Durch die Teilnahme des Vizepräsidenten wird das Sportereignis zu einer politischen Veranstaltung missbraucht."
Bundesregierung: Aliabadi kommt als Sportbeauftragter
Die Bundesregierung erklärte dazu, Aliabadi werde bei seinem Besuch nicht als offizieller Repräsentant seines Landes behandelt. Aliabadi sei weder von der Bundesregierung noch von der Fifa eingeladen worden, sondern komme in seiner "Funktion als Sportbeauftragter" nach Deutschland, sagte Regierungssprecher Thomas Steg in Berlin.
Aliabadi bekomme auch nicht die protokollarische Begleitung wie andere Staatsgäste. Steg äußerte die Erwartung, dass sich der Vizepräsident nicht zu politischen Themen äußern werde. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes musste Aliabadi einen Visumsantrag stellen, der positiv beschieden wurde.
Friedman will Ahmadinedschad anzeigen
Noch ist unklar, ob Ahmadinedschad selbst zur WM nach Deutschland kommt. Medienberichten zufolge hat er einen Besuch in Aussicht gestellt, falls die iranische Mannschaft die Vorrunde übersteht. In diesem Fall will der frühere Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Michel Friedman, juristisch gegen ihn vorgehen. "Sobald Ahmadinedschad deutschen Boden betritt, werde ich ihn wegen Volksverhetzung, Aufruf zum Völkermord und Leugnung des Holocausts anzeigen", sagte Friedman der "Bild"-Zeitung.
Fromm: Ahmadinedschad-Besuch wäre "Herausforderung"
Der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Heinz Fromm, warnte im "Tagesspiegel", ein WM-Besuch Ahmadinedschads wäre für die deutschen Sicherheitsbehörden eine "zusätzliche Herausforderung". Rechtsextremisten würden dann versuchen, "mit provokativen Aktionen" Aufmerksamkeit zu erzielen. In der Folge "wäre mit Aktionen militanter Linksextremisten gegen rechtsextremistische Demonstrationen zu rechnen".
Ahmadinedschad hatte mit anti-israelischen Äußerungen weltweit Empörung ausgelöst. Unter anderem leugnete er wiederholt den Holocaust und forderte, Israel von der Landkarte zu tilgen.

Bundesverfassungsgericht erlaubt NPD-Demonstration in Gelsenkirchen.NPD-Vorsitzender Ahmadinejad will Rede halten und Fußbälle signieren

Die rechtsextreme NPD darf trotz massiver Sicherheitsbedenken der Polizei wegen der Fußball-Weltmeisterschaft am Samstag in Gelsenkirchen aufmarschieren. Das entschied das Bundesverfassungsgericht am Freitag. Das oberste deutsche Gericht habe einem Eilantrag der Partei stattgegeben, sagte eine Gerichtssprecherin in Karlsruhe. Eine Begründung soll erst im Laufe der kommenden Woche nachgereicht werden.
Das Verfassungsgericht kippte damit eine Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts (OVG) Münster, das das polizeiliche Verbot für die Demonstration bestätigt hatte. Nach Ansicht des OVG geht von der NPD-Veranstaltung wegen der Fußball-WM eine "unmittelbare Gefahr für die öffentliche Sicherheit" aus.
Der Gelsenkirchener Polizeipräsident Rüdiger von Schoenfeldt hatte den Aufmarsch untersagt, weil dieser nach seiner Ansicht eine Provokation darstellt. Die Veranstaltung der NPD in Gelsenkirchen stehe in direktem Zusammenhang mit der bundesweiten Kampagne der Partei, mit der zur WM dunkelhäutige Spieler verunglimpft werden sollen, hieß es. Zudem trage die Demonstration dazu bei, das Ansehen Deutschlands nachhaltig zu schädigen.
Die Demonstration findet nur einen Tag nach Eröffnung der Fußball-WM statt. Wegen des Spiels zwischen Polen und Ecuador am Freitagabend wurde zudem mit vielen WM-Besuchern in der Stadt gerechnet. Gelsenkirchen ist neben Dortmund und Köln einer von drei WM-Spielorten in Nordrhein-Westfalen.
Die Polizei erwartet zu der NPD-Demonstration in Gelsenkirchen rund 200 Teilnehmer. Zudem sind drei Gegenkundgebungen geplant, zu denen mehrere tausend Teilnehmer erwartet werden - darunter auch Vizekanzler Franz Müntefering (SPD) und Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU). Oberbürgermeister Frank Baranowski (SPD) rief die Bürger zu einem friedlichen Protest gegen die "braune Gesinnung" auf.
Mit Unverständnis reagierten die nordrhein-westfälischen Grünen auf die Entscheidung des Gerichts. "Wir kritisieren, dass den Rechtsextremen mit diesem Urteil Tür und Tor geöffnet wird - einen Tag nach der Eröffnung der Fußball-WM und nach dem Spiel Polen-Ecuador", erklärten die beiden Landesvorsitzenden Daniela Schneckenburger und Arndt Klocke. Die Partei rief dazu auf, sich an den Gegenkundgebungen zu beteiligen.
Eine ebenfalls für Samstag geplante Demonstration der NPD in Herne findet dagegen nicht statt. Die Bochumer Polizei teilte mit, die NPD habe die Veranstaltung abgesagt, nachdem die Partei mit ihrer Klage gegen ein Verbot der Demonstration vor dem OVG Münster gescheitert war.
(ddp)

Thursday, June 08, 2006

Handkes Brief im Wortlaut


Der österreichische Schriftsteller Peter Handke verzichtet auf den Heine-Preis der Stadt Düsseldorf. Der bei Paris lebende Autor teilte dem Düsseldorfer Oberbürgermeister Joachim Erwin (CDU) seine Entscheidung in einem Brief mit:
„Lieber Joachim Erwin, lieber Oberbürgermeister –
ihre freundliche Stimme noch im Ohr, möchte ich ihnen sagen, welch gute Überraschung dieser Heinrich-Heine-Preis war, erst einmal für mich, der sich überhaupt keinen Preis mehr erwartet hatte, und wie er solch eine Überraschung weiterhin ist, gut vielleicht weniger für mich persönlich als für ein endliches allgemeines Auftauen, so scheint es inzwischen zumindest, der gefrorenen Blicke und Sprache in Hinsicht auf das jugoslawische Problem, einschließlich des Prozesses gegen Slobodan Milosevic, wie das ja wohl auch Sie sich gewünscht haben.
Doch ich schreibe Ihnen heute zusätzlich, um Ihnen (und der Welt) die Sitzung des Düsseldorfer Stadtrats (heißt das so?) zu ersparen, womit der Preis an mich für nichtig erklärt werden soll, zu ersparen auch meiner Person, nein, eher dem durch die Öffentlichkeit (?) geisternden Phantom meiner Person, und insbesondere zu ersparen meinem Werk, oder meinetwegen Zeug, welches ich nicht wieder und wieder Pöbeleien solcher wie solcher Parteipolitiker ausgesetzt sehen möchte.
Ich bitte Sie – so das in Ihrer Macht steht -, die Sitzung oder Veranstaltung auf den Nimmerleinstag zu verschieben und statt dessen die Stadträte an die frische Luft zu entlassen, z.B. zu einem Picknick an den Rhein.
Schade ist vielleicht nur, daß ich im Dezember einiges hätte darlegen können zum Unterschied zwischen journalistischer und literarischer Sprache und daß ich nun in Düsseldorf-Rath sowie in der Gartenstraße beim Hofgarten meine Streunereien vor 35, 40 Jahren nicht wiederholen kann. Aber dafür werde ich bald wieder einmal vor dem Grab Heinrich Heines auf dem Friedhof von Montmartre stehen – der Friedhof ist nicht weit von meinem Kaff hier. Und seien Sie nochmals bedankt, lieber Joachim Erwin, für Ihre Aufgeschlossenheit – die Sie sich für Ihr Tun und Lassen bewahren mögen.
Herzlich, Ihr Peter Handke“
WELT.de/dpa