Friday, March 23, 2007

Internationale "Forschergruppe" agitiert für die islamischen Nazis von der Milli Görüs

In Deutschland hapert es an der Integration des Islam, hat eine internationale Forschergruppe festgestellt.
Die "renommierte Denkfabrik" International Crisis Group (ICG) meldet sich normalerweise zu Kriegszonen wie Afghanistan und Irak zu Wort. Zur Abwechslung hat sich die "unabhängige" Analyse-Werkstatt jetzt Deutschland vorgenommen und die Lage der Muslime untersucht. In ihrem Bericht registrieren die Autoren Fortschritte bei Integration und Dialog, aber weiter schwere Probleme: Defizite beim Einbürgerungs- und Wahlrecht, "übereifrige Gesinnungskontrolle", Ungleichbehandlung muslimischer Verbände sowie Bildungsnachteile für Muslime.Knapp 3,5 Millionen Menschen mit muslimischem Hintergrund leben in Deutschland, drei Viertel davon sind türkischer Abstammung.
Stigmatisierend wirkt dem Bericht zufolge die massive Überwachung bestimmter islamistischer Gruppen durch den Verfassungsschutz. Dazu gehört Milli Görüs (IGMG), die 26000 Mitglieder hat und 500 Moscheen betreibt. Als gewaltbereite Islamisten gelten laut Verfassungsschutz zwar deutschlandweit nur 2000 Muslime, trotzdem kann schon die bloße Zugehörigkeit zu Milli Görüs einem Moslem den Weg zum deutschen Pass versperren. Die Maßstäbe, die der Verfassungsschutz gegen Links- und Rechtsextremisten anwende, taugten nicht bei Islamisten,so die ICG. Milli Görüs werde isoliert, statt sie per Dialog einzubinden.Umgekehrt empfehlen die Forscher der Bundesregierung, jetzt Schluss zu machen mit der lange praktizierten Bevorzugung des türkeinahen Moscheenverbandes Ditib. Türkische Kurden, Aleviten und arabischstämmige Muslime seien neben Ditib lange kaum wahrgenommen worden. Ditib ist eng an die oberste staatliche Religionsbehörde in der Türkei angelehnt; Ankara versucht über den Verband, die türkische Diaspora zu kontrollieren. Die ICG legt der Organisation deshalb nahe, von Ankara unabhängiger zu werden und hohe Posten vermehrt an hier geborene Mitglieder zu vergeben.Ein klares Lob spenden die Politik-Analysten der von Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU)(was eigentlich schon Grund genug für einen Rücktritt wäre !) 2006 ins Leben gerufenen Deutsche Islamkonferenz. Mit ihr hat Schäuble einen festen Dialogprozess geschaffen, bei dem neben Ditib auch vier andere muslimische Dachverbände am Tisch sitzen. Verhandelt werden sollen Verfassungsfragen, Religionsunterricht und anderes. Die ICG regt an, die Länder sollten ähnliche Foren schaffen und Milli Görüs einbeziehen.
FR-online/jwd