Saturday, September 17, 2016

Nur 2 Jahre, 4 Monate Haft für schweren Kindesmissbrauch: Die unglaubliche Begründung von Gericht und Staatsanwalt

Es war ein ganz besonders abscheuliches Verbrechen, das sich Ende März in einem Flüchtlingsheim in Boostedt (Schleswig-Holstein) abspielte. Dort hatte Jama B. (22) einen vierjährigen Jungen aus dem Irak aufgefordert, ihm in eine Toilettenkabine zu folgen. In dem abgeschlossenen Raum führte er sein Glied in den Mund des Kindes und ejakulierte dann außerhalb.Kurz darauf wurde der Mann mit noch heruntergelassener Hose vom Vater des Kindes gestellt. Der alarmierte Sicherheitsdienst verständigte die Polizei, die Beamten nahmen den Afghanen fest. Ein zweiter Mann, Sohrab S. (29), der während der Tat vor der Tür Schmiere gestanden haben soll, wurde ebenfalls verhaftet. Während des anschließenden Prozesses tönte Jama B. noch, dass er in Afghanistan ein bekannter Mann sei: „Ich bin ein Superstar, ein Sänger.“ Er sei von der Persönlichkeit her kein Mensch, der fähig wäre zu dem, was ihm vorgeworfen wird. Weiter berichtete er, dass er vor dem Geschehen Alkohol getrunken habe, sich aber unter Kontrolle gehabt habe. Reue zeigte er vor Gericht keine.Am Donnerstag urteilte dann das Landgericht Kiel: zwei Jahre und vier Monate Haft wegen schweren sexuellen Missbrauchs für Jama B., sein mutmaßlicher Helfer wurde freigesprochen. Ein Urteil, das erst einmal fassungslos macht.
 bild.de

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