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Tuesday, October 31, 2017

»Friedenstiftendes Potential«

Sigmar Gabriel, der amtierende Außenministerdarsteller der Deutschen, hat zum 500. Jahrestag des Beginns der Reformation Martin Luther entdeckt. »Wir müssen«, läßt sich der Sozialdemokrat zitieren, »im Sinne von Luthers Aufruf des ›Mischt Euch ein!‹ beharrlich für Ausgleich und Frieden weltweit arbeiten« und dabei verstärkt »auch das friedenstiftende Potential der Religionen« nutzen.
Der große Reformator, in dessen Namen Sigmar Gabriel die deutsche Außenpolitik sich einmischen sehen will, war freilich alles andere als ein Ausgleich bedachte Stifter von Frieden. Er haßte und hetzte gegen Juden, Frauen, Bauern, gegen alle, die er abwertend als »Pöbel« bezeichnete, und sehnte sich nicht etwa nach demokratisch(er)en Zuständen, sondern nach tyrannischer Herrschaft.
Martin Luther rief in seinem Buch »Von den Juden und ihren Lügen« dazu auf, »dass man ihre Synagoge oder Schule mit Feuer anstecke, und was nicht verbrennen will, mit Erde überhäufe und beschütte, dass kein Mensch einen Stein oder Schlacke davon sehe ewiglich«, denn »nach dem Teufel« hätten Christen »keinen bittern, giftigern, heftigern Feind habest, denn einen rechten Juden«.
Voller Verachtung blickte Martin Luther auf Frauen herab, die er tatsächlich mit Unkraut verglich: »Unkraut wächst schnell, darum wachsen Mädchen schneller als Jungen«. Ihre Bestimmung sei es, das zeige nämlich » ihre Beschaffenheit an«, das Haus zu hüten und Kinder zur Welt zu bringen. »Zucht und Ordnung« forderten im übrigen, »dass Weiber schweigen, wenn die Männer reden«.
Gegen Bauern und »den Pöbel«, die für mehr Rechte aufbegehrten, empfahl Martin Luther, Gewalt und Mord und tyrannische Herrschaft: »Könnten sie auf bessere Art zu regieren sein, würde Gott auch eine andere Ordnung über sie gesetzt haben als das Schwert und die Tyrannen. Das Schwert zeigt deutlich an, was für Kinder es unter sich hat, nämlich nichts als verdammte Schurken«.
Wie sähe wohl eine Außenpolitik aus, die sich, wie Sigmar Gabriel es wünscht, ihre Leitlinien von Martin Luther diktieren ließe? In ihrer aktuellen Video-Botschaft hat Kanzlerin Angela Merkel – freilich viel zu leise – angedeutet daß man Martin Luther nicht vorbehaltlos zum Vorbild erheben sollte, indem sie an dessen Haltung zu Juden erinnerte. Ihr Vize-Kanzler scheint selbst dazu nicht in der Lage.
https://www.tw24.net/?p=14008

Sunday, August 16, 2015

»Gefährliche Eskalation«

Bei Angriffen bewaffneter »Palästinenser« auf israelische Sicherheitskräfte wurden am Sonnabend mehrere Menschen verletzt. Ein »Palästinenser« attackierte und verletzte am Vormittag einen Soldaten in einem Checkpoint auf der Route 443, die Jerusalem und Tel Aviv verbindet, während am frühen Abend ein weiterer »Palästinenser« bei Kfar Tapuah einen Grenzpolizisten angriff.
Kam der erste Angreifer mit Verletzungen und seiner Verhaftung davon, endete die Attacke des anderen »Palästinensers« für diesen tödlich. Nach ersten falschen Angaben »palästinensischer« Ärzte handelte es sich bei dem Toten um den 16 Jahre alte Ahmad al-Taj, nach Angaben der israelischen Polizei um dessen 21jährigen Bruder Kamil Rafeeq al-Taj.
Nach Ansicht des in Ramallah residierenden »Engels des Friedens« Abu Mazen, nebenher als »Palästinenserpräsident« damit beschäftigt, Rücktrittsgerüchte zu streuen, ihnen zu widersprechen oder vor einer Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas zu warnen, ist der Tod Rafeeq al-Tajs eine »schwerwiegende Eskalation«, für die die israelische Regierung verantwortlich sei.
Der Chef des Regimes in Ramallah zeigt damit einmal mehr dessen und sein wahres Gesicht: Er verurteilt nicht die gegen Sicherheitskräfte gerichtete Gewalt, sondern die Selbstverteidigung der Attackierten. Und er hofft auf internationale Unterstützung für seinen Kurs. Die »internationale Gemeinschaft«, heißt es in einem Statement aus Ramallah, dürfe »nicht länger schweigen«.
Statt sich von ihr zu distanzieren, propagiert und unterstützt das Regime Abu Mazens terroristische Gewalt, schürt es antisemitischen Haß und ehrt als Vorbilder die, die ihn ausleben. Predigt der amtliche Mufti Ramallahs den Genozid an Juden, wird seine »Glaubensfreiheit« verteidigt, landen Terroristen im israelischen Gefängnis, qualifizieren sie sich für Sach- und Geldgeschenke.
Sterben sie als »Märtyrer«, kondoliert der »Palästinenserpräsident« persönlich den Hinterbliebenen, beliebt sind nach Massenmördern benannte sportliche Wettkämpfe, in ihrer Tageszeitung Al-Hayat Al-Jadida verherrlicht die »Regierung« in Ramallah immer wieder Angriffe auf Sicherheitskräfte – erst gestern präsentierte das Blatt wohlwollend einen jugendlichen Steinewerfer.
Gibt es jemanden, der verantwortlich ist für den Tod Kamil Rafeeq al-Tajs und anderer »Palästinenser«, so sind es die, die ihm und ihnen beigebracht haben, daß Juden Freiwild seien, und »Kriegsverbrechen« krakeelen, wehren die Angegriffenen sich. Die »Weltgemeinschaft« sollte wirklich ihr Schweigen brechen, signalisiert es doch Übereinstimmung mit den Barbaren.
 tw24