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Wednesday, August 26, 2015

Problemleugnungskompetenz

Die Vermittlung von Haß auf Juden, die Verherrlichung antisemitischen Terrors und ein »Humor«, der sich über dessen Opfer lustig macht, sollten, möchte man meinen, nicht zum Programm einer Organisation gehören, die es als ihre Aufgabe ansieht, »to help Palestine refugees in Jordan, Lebanon, Syria, West Bank and the Gaza Strip achieve their full human development potential«.
Und doch gelingt es der United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East immer wieder Schlagzeilen zu machen, die so gar nicht zu ihrer Selbstdarstellung passen. Da werden Lehrer beschäftigt, die in ihrer »Freizeit« als Terroristen Raketen zusammenbauen, da werden Raketen in UNRWA-Schulen untergestellt und an Terroristen ausgehändigt.
Und wo ihr Kinder anvertraut werden und Jugendliche, da versteht sich die UNRWA tatsächlich als ein Dienstleister, der Haß sät, Werte vermittelt, die nur schwerlich zivilisiert zu nennen sind. Als jüngstes von vielen Beispielen ist es jetzt eine UNRWA-Schule in Jaramana, einem Vorort der syrischen Hauptstadt Damaskus, die Einblicke in die Ideologie bot, die die UN-Agentur treibt:
»The Rameh UNWRA school, located in the Jaramaneh Camp in Syria, had posted images which showed people being attacked by cars. One of the cartoons featured a caricature of an orthodox Jew, and another had a caption which explicitly referred to a ›car intifada‹.«
Nachdem seit Montag verschiedene internationale Medien das Thema aufgriffen und bereits zuvor sich die NGO UN Watch in einem Offenen Brief an UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon gewandt hatte, versucht die UNRWA sich in Schadensbegrenzung: Statt freilich das Problem überhaupt anzuerkennen, wurde die kritisierte Facebook-Seite kommentarlos gelöscht.
Und UNRWA-Sprecher Chris Gunness erklärte am Dienstag via Twitter, »UNRWA Rameh school accused of anti-semitism was closed in 2012«. Er könnte es besser wissen, steht sein Name doch unter einer 2013 veröffentlichten Mitteilung, in der es heißt, »the UNRWA al-Rameh school« diene »as a temporary collective shelter, and a school [..], where UNRWA is running summer classes«.
Ein Jahr später besuchte Pierre Krähenbühl, der neue »Commissioner-General« der UNRWA, nach Angaben der Organisation in Damaskus »displaced Palestine refugees, now housed in temporary shelters at two UNRWA schools in Jaramana camp«, eine davon jene Schule, die auch Anfang 2015 noch als »UNRWA Rameh school collective shelter in Jaramaneh Camp« existiert.
Es mag sein, daß seit 2012 nicht mehr von einem »normalen« Schulbetrieb in Jaramana gesprochen werden kann, doch finden dort »summer classes« statt und gewiß auch außerhalb dieser Zeit ein zumindest provisorischer Unterricht – denn daß die UNRWA drei Jahre lang »palästinensische« Kinder zwar unterbringt, ihnen aber ihr Recht auf Bildung vorenthält, ist doch unwahrscheinlich.
Chris Gunness erklärt die Unwahrheit. Sein Spott über angeblich mangelnde Faktenkenntnis anderer ist ein vulgärer Versuch von jenem Antisemitismus abzulenken, der Kindern und Jugendlichen durch Beschäftigte seiner Organisation offenbar selbst dort noch eingeimpft wird, wo ein als »Bürgerkrieg« unzureichend beschriebener Konflikt vor dem Schultor ausgetragen wird.
 tw24

Tuesday, May 05, 2015

Zwitscher-König

Im Rahmen der von der NGO Shurat HaDin veranstalteten Konferenz “Towards a New Law of WAR” hat der ehemalige Chef des Generalstabs der IDF Benny Gantz an die Operation Protective Edge im vergangenen Sommer erinnert. Wie die Times of Israel berichtet, erwähnte er dabei auch Daniel Tragerman, vier Jahre junges Opfer “palästinensischer” Mörserangriffe.
“I went and visited the civilians that were killed. That includes the family of Daniel Tragerman, four years old, that I was in the same kibbutz when they shot those mortars from a UN installation in Gaza.”
Die Erwähnung der Vereinten Nationen alarmierte Chris Gunness, Sprecher und Twitter-Beauftragter der UNRWA, der betonte, die Aussage des israelischen Ex-Militärs sei falsch, die UNRWA nicht in Kriegsverbrechen verwickelt. Und in der Tat, nach Angaben der israelischen Streitkräfte fiel Daniel Tragerman einem Mörserangriff zum Opfer, der von einer Hamas-Schule in Gaza ausging.
“An Israeli army spokesperson said the fatal shell was fired from near a school used as a shelter for Palestinian refugees. Earlier Israeli officials had said it was fired from an UNRWA school – an assertion the IDF later corrected. “
Nun mag Benny Gantz sich in seiner Darstellung in einem Detail geirrt haben, Chris Gunness’ Empörung darüber ist dennoch eine geheuchelte. Mag die UNRWA im konkreten Fall unbeteiligt gewesen sein, ist sie doch Komplizin einer Hamas, die – nun auch von Chris Gunness kritiklos bestätigt – eine eigene Schule für Angriffe auf Israel genutzt hat, für Angriffe auf Zivilisten, auf Kinder.
Wagte selbst ein Frank-Walter Steinmeier vor kurzem zaghafte Kritik an der Hamas, als er forderte, “Gaza darf nicht mehr von der Hamas und anderen Extremisten als Waffenlager missbraucht werden”, muß die in Gaza herrschende islamistische Bande von Chris Gunness nicht einmal solche Worte fürchten. Während die Islamisten Kindern das Morden beibringen, bettelt die UNRWA ungerührt um Spenden.
Vor wenigen Wochen erwog sogar das Regime in Ramallah den Einsatz arabischer Armeen gegen die Hamas. Wie ernst auch immer das gemeint gewesen sein mag – daß die UNRWA nichts gegen den “palästinensischen” Ableger der Ikhwan unternimmt, sondern vielmehr als deren “zivilier” Arm fungiert, macht sie zum Teil des Problems.
Chris Gunness’ heutiges Gezwitscher ist da durchaus entlarvend.
 tw24

Friday, December 05, 2014

Status quo ante

Die Hamas, die in dieser Woche das Ende der “Einheitsregierung” von “Ministerpräsident” Rami Hamdallah verkündet hat, rüstet sich für den nächsten ihrer “erfolgreichen” Kriege gegen Israel. Die Trümmer ihrer letzten Abenteuer sind noch nicht beseitigt – eine wahnsinnige internationale Gemeinschaft hat dafür mehr als 5 Milliarden Dollar versprochen -, da legt sie die Grundlagen für weitere.
“Israeli army sources say that Hamas has aggressively increased its rocket and mortar firing tests out to sea in recent days, readying for more fighting with Israel, Israel’s 0404 News reported Thursday.”
Schon kurz nach dem vorläufigen Ende der Kämpfe im letzten Krieg, den der “palästinensische” Arm der Ikhwan nach eigenen Angaben mit Angriffen auf Haife begonnen und siegreich geführt hatte, hatte die Hamas mit der Fortführung ihrer unterirdischen Tunnelbauaktivitäten geprahlt und im eigenen TV Raketenschmieden gezeigt, die die Operation Protective Edge nicht habe zerstören können.
Hatte der norwegische Außenminister Börge Brende im Vorfeld der vorerst letzten “Wiederaufbaukonferenz” Israels Kontrolle des Personen- und Warenverkehrs von und nach Gaza gewettert, “eine Bevölkerung an der Grenze der Hungersnot eingeschlossen zu halten, wird nicht die Sicherheit der Nachbarn des Gazastreifens sichern”, schweigt er zu den jüngsten und anderen Raketentest der Hamas. Er ist nicht allein.
Als sich Anfang Oktober in Kairo zahlreiche Wiederaufbauhelfer trafen, waren auch deutsche Diplomaten dabei und versprachen mindestens zusätzliche 50 Millionen Euro. Andere Staaten kündigten höhere Beträge an. Der deutsche Außenministerdarsteller Frank-Walter Steinmeier freilich hatte im Vorfeld sich mit diesen Worten geäußert, die wohl einige Entschlossenheit signalisieren sollten:
“Gaza darf nicht mehr von der Hamas und anderen Extremisten als Waffenlager missbraucht werden.”
Nun, die Hamas zeigt, was sie sich erlauben zu dürfen glaubt. Ganz offenbar fühlt sie sich sicher in Gaza. Es gibt für sie auch keinen Grund, etwas anderes anzunehmen. Während Chris Gunness, ein Sprecher des Hamas-UN-Joint Ventures UNRWA, frierende Kinder mißbraucht, seinen notorischen Judenhaß auszuleben, ist Gaza auf dem besten Weg, wieder das zu werden, was es war. Und niemand nimmt Anstoß daran.
 tw24

Saturday, September 13, 2014

Planet Gunness

Die Hamas hat, wie die Jerusalem Post unter Berufung auf Quellen innerhalb der UNRWA berichtet, Mitarbeitern der UN-Agentur mit Gewalt gedroht, sollten sie ausplaudern, wie die Islamisten deren Einrichtungen in ihrem Terrorkrieg gegen Israel genutzt hätten. Zudem bestätigten die “palästinensischen” Quellen, was kürzlich bereits die Fatah erklärt hatte:
“Details have also emerged of the fate of medical supplies and food that were intended to be distributed by UNRWA to residents of Gaza in need of humanitarian aid. On a number of occasions, armed Hamas operatives forcefully confiscated the supplies, taking them for their own use.”
Chris Gunness, der Sprecher der UNRWA, widerspricht. “I have checked and double checked with sources in Gaza and there is no evidence of death threats made to UNRWA personnel. There is no evidence that any UNRWA aid was stolen.” Es vergeht kaum ein Tag ohne ein Twitter-Update Chris Gunness’, davon, wie er “checked and double checked”, hat er nichts gezwitschert.
Freilich steht es um Chris Gunness’ Credibility wohl noch schlechter als um die seiner Organisation. Als im August 2009 die Hamas mit einer Erklärung, sie habe drei Krankenwagen, die für den Einsatz in Gaza bestimmt waren, “konfisziert”, entsprechende Berichte der israelischen Streitkräfte bestätigte, war es Chris Gunness, der selbst noch einer E-Mail einer UNRWA-Mitarbeiterin widersprach, die den Diebstahl ebenfalls bezeugt hatte.
Behauptet Chris Gunness heute, er habe weder von Morddrohungen gegen Mitarbeiter der UNRWA etwas gehört, noch könne er bestätigen, “that any UNRWA aid was stolen”, ist sein Zeugnis nicht eben glaubwürdig. Immerhin mußte die UNRWA, von deren “strict procedures “ ihr Sprecher schwärmt, in diesem Sommer mehrmals “überrascht” Raketen in ihrer Infrastruktur auffinden.
 tw24

Tuesday, August 26, 2014

Komplizen: “Menschenrechtsaktivisten” und Terroristen

Am vergangenen Freitag ermordeten “palästinensische” Terroristen bei einem Mörserangriff von einer von der Hamas betriebenen Schule aus auf den Kibbutz Nahal Oz den vierjährigen Daniel Tragerman. Der Junge wurde bei dem Angriff im Haus seiner Eltern schwer verletzt und erlag später seinen Wunden.
Khaled Mashaal, für die deutsche Kanzlerin Angela Merkel “Herr Mashaal”, kommentierte die Attacke auf den Kibbutz und den Mord an dem Kind auf seine Weise: “Wir zielen nicht auf Zivilisten”, erklärte er in Kairo, “aber wir verfügen nur über unpräzise Waffen. Hätten wir moderne Waffen, würden wir nur militärische Ziele angreifen.”
Nachdem wenige Tage zuvor die UN-“Menschenrechtsbeauftragte” Navi Pillay Israel dafür verurteilt hatte, daß es seine Iron Dome-Technologie nicht mit den “Palästinensern” teile, verzichtete Khaled Mashaal immerhin darauf, den jüdischen Staat der mangelnden Unterstützung mit modernen Waffen zu bezichtigen.
Zu Hochform liefen nach dem Mord vom Freitag noch andere professionelle “Menschenrechtsaktivisten” auf. Für Human Rights Watch höhnte Kenneth Roth, “wenig Besorgnis über 478 in Gaza getötete Kinder, aber trifft es eines von ihren …”, und UNRWA-Sprecher Chris Gunness meinte:

Es fällt schwer zu entscheiden, wessen Zynismus abstoßender ist. Da der Terrorist, der einen von seiner Bande verübten Mord zum Anlaß nimmt, nach “modernen Waffen” zu rufen, dort die “Menschenrechtsaktivisten”, die Israel gezielten Mord an Kindern vorwerfen, seine Streitkräfte auf eine Stufe mit Terroristen stellen.
Hätte die Hamas darauf verzichtet, ihre “unpräzisen” Raketen nach Israel zu schicken, hätte am 8. Juli die Operation Protective Edge nicht beginnen müssen. Verzichtete die Hamas darauf, sich hinter “menschlichen Schutzschilden” zu verstecken und legte ihre Waffen nieder, könnte Protective Edge beendet werden.
Terrorismus und “Menschenrechtsaktivismus” streiten Hand in Hand gegen Israel.
 tw24