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Sunday, November 26, 2017

Beitragsfinanzierter Antisemitismus

Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) nimmt, scheint’s, Abstand von seiner geplanten Kooperation mit dem BDS-Aktivisten Roger Waters. Der ehemalige Pink Floyd-Musiker wird 2018 für Konzerte im Rahmen seiner »Us + Them«-Tour in Berlin, Hamburg, Köln, Mannheim und München gastieren. Der WDR hatte vor, das Konzert in Köln zu unterstützen. Dazu wird es nun nicht kommen.
Tom Buhrow, der Intendant des WDR, reagierte am Wochenende auf Proteste gegen die Unterstützung des öffentlich-rechtlichen Senders für Roger Waters und teilte der Initiatorin einer Petition gegen die Kooperation in einer privaten Nachricht mit, »die Zusammenarbeit für das Konzert ist beendet«. Damit wird der WDR das Konzert wohl nicht mehr bewerben und es nicht »präsentieren«.
Hätte der Sender sich nie dazu hinreißen lassen dürfen, einen Künstler zu unterstützen, der sich als Aktivist gegen Israel versteht und als inoffizieller Sprecher einer extremistischen Boykottbewegung gegen den jüdischen Staat, ist die späte Einsicht Tom Buhrows zwar zu begrüßen. Sie ist aber zugleich bestenfalls ein Teilerfolg für die Proteste gegen die Unterstützung des Boykott-Aktivisten.
So gibt sich Tom Buhrow in seiner Nachricht »berührt« von den Protesten, räumt jedoch keinen Fehler ein. Schwerer aber wiegt, daß noch weitere öffentlich-rechtliche Sender Auftritte Roger Waters’ in ihrem jeweiligen Sendegebiet voller Begeisterung »präsentieren« wollen: der Bayerische Rundfunk (BR), der Rundfunk Berlin Brandenburg (RBB) sowie der Südwestrundfunk (SWR).
Dabei sind ihnen die »politischen« Ansichten und Aktivitäten ihres Partners durchaus nicht unbekannt. Den antisemitischen Charakter der BDS-Bewegung, deren prominentester Protagonist Roger Waters ist, ignorieren sie. Wo Antisemitismus unübersehbar ist, wollen sie indes nicht etwa nur wegschauen, sondern sogar ihr Logo anbringen – so machen sie Antisemitismus gesellschaftsfähig.
 https://www.tw24.net/?p=14071

Friday, December 30, 2016

Kritischer Journaillismus (Folge 1807): »Die Juden sind unser Unglück!«

In einer verzweifelt gegen »Fake-News« ankämpfenden Medienlandschaft sind sie gar nicht genug zu lobende Lichtblicke, die wackeren Verteidiger von Demokratie und Wahrheit bei den deutschen öffentlich-rechtlichen Anstalten von A wie ARD bis Z wie ZDF. Eine dieser Heldinnen ist Sabrina Fritz, die der SWR nach Washington geschickt hat, um auch dem Deutschlandfunk zu berichten.
Und sie hat etwas herausgefunden, die investigative Sabrina Fritz, das zweifellos berichtenswert ist: »Einer der wenigen Männer, auf die [Donald J.] Trump wirklich hört, ist ein Schwiegersohn, der einer jüdischen Familie entstammt«. Und das, man ahnt es, hat schlimme Folgen, allerschlimmste: Denn damit ist klar, »auf welcher Seite der künftige Präsident steht«, twitternd habe er bestätigt:
»›Halte durch Israel. Bald ist der 20. Januar.‹ Dann ist er an der Macht.«
Und dann, dann wird es ganz übel: »Israel wird sich auf jeden Fall weiter über militärische Hilfe aus den USA freuen dürfen. Trump und Benjamin Netanjahu werden sich auf jeden Fall gut verstehen. Zwei Hardliner, Freunde offener Worte und skeptisch wenn nicht gar hasserfüllt gegenüber Muslimen.« Oder, um es noch einmal in wenigen Worten zusammenzufassen:
»Das sind keine guten Vorzeichen für einen Frieden in der Region.«
Und das alles (auch) wegen eines Schwiegersohns, »der einer jüdischen Familie entstammt« und auf den Donald J. Trump »wirklich hört«. Es ist schrecklich, was diese Juden anrichten, anrichten dürfen! Dabei hat doch schon ein großer Deutscher vor 137 Jahren analysiert: »Die Juden sind unser Unglück!« Hoffentlich kommt jetzt Sabrina Fritz’ Warnung nicht zu spät. Die Lage ist ernst!
 http://www.tw24.net/?p=13232