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Tuesday, March 26, 2019

Berliner Bigotterie

US-Präsident Donald J. Trump hatte seine Ankündigung, die Souveränität Israels über die Golanhöhen anzuerkennen, noch nicht in die Tat umgesetzt, da beeilte sich der deutsche Außenminister Heiko Maas schon, auf Distanz dazu zu gehen: »Wir«, diktierte er der Welt am Sonntag, »erkennen die Annexion – im Einklang mit den einschlägigen Resolutionen des UN-Sicherheitsrats – nicht an«.
Nachdem das von Syrien beanspruchte Gebiet vor dem Sechs-Tage-Krieg wiederholt von Fatah-Terroristen und Truppen des Regimes in Damaskus als Basis für Angriffe auf Israel genutzt worden war, wurde es 1967 von der israelischen Armee eingenommen und 1981 von Jerusalem annektiert. 1975 erklärte US-Präsident Gerald Ford, es werde auch nach einem Friedensschluß zu Israel gehören.
Blieb Donald J. Trump der Politik seiner Amtsvorgänger treu, begründete der Chef des deutschen Auswärtigen Amts die Haltung seiner Regierung mit dem Völkerrecht. »Unsere völkerrechtliche Position und Haltung ändert sich [..] nicht«, selbst wenn Israel »hier sehr berechtigte Sicherheitsinteressen« habe und »die Sorge um Israels Sicherheit« ein »Grundpfeiler deutscher Außenpolitik« sei.
Der Verweis des Sozialdemokraten auf Völkerrecht ist allerdings durchaus unglaubwürdig. Geht es nämlich etwa um Fischfang vor der Küste der Westsahara, dann ist Berlin Völkerrecht völlig gleichgültig. Segnete kürzlich das Europäische Parlament ein neues Fischereiabkommen mit Marokko ab, das die Westsahara völkerrechtswidrig besetzt hält, regte sich dagegen in Berlin kein Widerspruch.
Und so ist denn die Scheinheiligkeit Berlins schwer zu übersehen: Geht es um Profite europäischer Großfischer, nimmt Deutschland den Bruch des Völkerrechts hin, beteiligt sich an ihm. Geht es um »sehr berechtigte Sicherheitsinteressen« Israels, ist der deutschen Regierung Völkerrecht dagegen heilig – damit die Sache mit dem »Grundpfeiler deutscher Außenpolitik« nicht als Lüge auffliegt.
https://www.tw24.net/?p=3682

Saturday, December 30, 2017

Frühlingserwachen

Seit einigen Tagen berichten internationale Medien von Demonstrationen in der Islamischen Republik Iran, die das in Teheran herrschenden Mullah-Regime mit aller Macht zu verhindern und zu zerschlagen sucht. Die Proteste, die größten seit der Niederschlagung der vom Westen schmählich verratenen Demokratiebewegung vor acht Jahren, richten sich vor allem gegen steigende Preise.
Gleichzeitig wenden sich die Demonstranten damit natürlich auch gegen das klerikale Regime, das es auch nach der Aufhebung und Entschärfung gegen Teheran verhängter ökonomischer Sanktionen im Rahmen des »Atom-Deals« nicht vermag, für einen sicheren Lebensstandard weiter Teile der Bevölkerung zu sorgen, während es sich international als größter Sponsor von Terrorismus etabliert.
Eine der zentralen Parolen der Demonstrierenden lehnte denn auch das Engagement der Mullahs für eine »Befreiung« Jerusalems ab. Darüber hinaus ist die Islamische Republik noch in Syrien aktiv und in den Krieg im Jemen verwickelt, im Libanon gilt es, die Macht der Hisbollah zu sichern, durchaus sehr kostspielige Unternehmungen, die zumal die Spannungen in der Region verschärfen.
Insofern richten sich die Proteste auch gegen jene Staaten im Westen, die mit ihrer Appeasement-Politik zur Stabilisierung der Mullah-Herrschaft beitrugen und beitragen. Immerhin scheint der amerikanische Präsident Donald J. Trump nicht gewillt, die Fehler Barack Hussein Obama zu wiederholen. Der hatte 2009 der gerade sich organisierenden Demokratiebewegung eine Absage erteilt:
»Nun, es wäre angesichts der Geschichte der amerikanisch-iranischen Beziehungen nicht angebracht, entstünde der Eindruck, wir würden – der Präsident der Vereinigten Staaten würde sich in die iranischen Wahlen einmischen. Was ich wiederholen möchte und was ich gestern schon sagte, ist, daß ich besorgt bin, daß das amerikanische Volk besorgt ist, wenn ich Gewalt sehe, die gegen friedliche Demonstranten gerichtet ist, wenn ich sehe, daß friedlicher Protest unterdrückt wird. So sollten Regierungen nicht mit ihrem Volk umgehen.«
Weit weniger desinteressiert klingt das Weiße Haus angesichts zahlreicher Verhaftungen in der Islamischen Republik heute. »Wir rufen alle Nationen dazu auf, das iranische Volk und seine Forderungen nach Grundrechten und einem Ende der Korruption öffentlich zu unterstützen«, erklärte das State Department, und Präsident Donald J. Trump gab via Twitter zu Protokoll, die Welt schaue hin.
https://www.tw24.net/?p=14182

Thursday, December 07, 2017

Würdelose Unterwerfung

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel ist nicht berüchtigt dafür, sich spontan zu tagespolitischen Fragen zu äußern. Ihr wird sogar vorgeworfen, sie sei viel zu zurückhaltend, so daß man nicht wisse, was sie will. Kaum jedoch hatte Donald J. Trump am Mittwoch sich zur Zwei-Staaten-Lösung ebenso wie zur israelischen Hauptstadt Jerusalem bekannt, wußte sie, was davon zu halten sei:
»Die Bundesregierung unterstützt diese Haltung nicht, weil der Status von Jerusalem im Rahmen einer 2-Staaten-Lösung auszuhandeln ist.«
Sie, die sich mit Sigmar Gabriel einen Außenministerdarsteller hält, der es bei seinem letzten Besuch in Israel nicht einmal schaffte, sich dort mit dem Regierungschef Benjamin Netanjahu zu treffen, hätte freilich besser geschwiegen. Denn mit ihrem Statement bekennt Angela Merkel sich de facto nicht zu Israel oder einer »2-Staaten-Lösung«, sondern zu einer Herrschaft des Terrors.
Während Donald J. Trump, der Präsident der Vereinigten Staaten, mit seinen Worten klar zum Ausdruck brachte, daß die Entscheidung darüber, ob und in welchen Grenzen Jerusalem Hauptstadt Israels sein darf oder nicht, nicht länger von den Launen »palästinensischer« oder islamistischer Terroristen abhängen sollte, plädiert Angela Merkel letztlich für ein Vetorecht für diese Terroristen.
Gewiß, Angela Merkel ist mit ihrer Haltung nicht allein. Zahlreiche Staaten positionierten sich ähnlich wie sie. Das macht ihre Äußerung aber nicht weniger falsch. Denn offenkundig hat die deutsche Kanzlerin überhört oder überhören wollen, daß der US-Präsident sich eigentlich unüberhörbar für eine Verhandlungslösung im Konflikt zwischen Israel und »Palästinensern« ausgesprochen hat.
Antisemitische Vernichtungsphantasie in der amtlichen »palästinensischen« Zeitung Al-Hayat Al-Jadida
Und sie wollte offenbar auch nicht wahrnehmen, daß Donald J. Trump Statusfragen ganz ausdrücklich nicht für unverhandelbar erklärte. Es ist diese Arroganz, diese Weigerung, genauer hinzuhören, die entsetzt. Mit ihrer prompten Verurteilung der Entscheidung des amerikanischen Präsidenten signalisiert auch Angela Merkel Terroristen ihre bereitwillige Unterwerfung unter deren Willen.
Statt sich – wie etwa die Tschechische Republik oder, schon seit längerem, Rußland – zumindest dazu zu bekennen, daß sie Jerusalem in den »Grenzen von 1967« als Hauptstadt Israels betrachtet, verweigert Angela Merkel dem jüdischen Staat selbst hier die Anerkennung seiner Souveränität. Beschädigte ihr Sigmar Gabriel die deutsch-israelischen Beziehungen, hat sie sie endgültig ruiniert.
https://www.tw24.net/?p=14103

Monday, August 14, 2017

»Halbherziges Lavieren«

Der neuerdings offenbar auch für Außenpolitik zuständige deutsche Justizminister hat sich geradezu empört über den Donald J. Trump geäußert. Am Montag erklärte Heiko Maas, SPD, in Berlin, die Reaktion des amerikanischen Präsidenten auf den Aufmarsch gewalttätiger Nazis in Charlottesville in Virginia sei »fatal«, »halbherziges Lavieren«, das die Neonazis sogar noch ermutige.
Die Aufregung des Genossen ist erhellend, ist sie doch ein leuchtendes Beispiel für deutsche und europäische doppelte Standards. Kein Heiko Maas echauffierte sich nämlich, als nach einem bewaffneten Anschlag »palästinensicher« Terroristen in der israelischen Hauptstadt Jerusalem das Auswärtige Amt seines Parteifreunds Sigmar Gabriel schwieg und Paris – aber immerhin – erklärte:
»Frankreich verurteilt den abscheulichen Angriff in Jerusalem am Freitagabend, bei dem ein Mensch getötet wurde.
Unsere Gedanken sind bei den Familien der Opfer.
Frankreich ist fest entschlossen, zusammen mit seinen Partnern in der internationalen Gemeinschaft den Terrorismus zu bekämpfen.«
Wußten die Franzosen nicht, wer Täter war, wer Opfer? Und entging der auffällige Verzicht auf die Benennung näherer Details dem Außenpolitiker Heiko Maas? Es ist jedenfalls kein Ausruf des Berliner Justizministers bekannt, der den Franzosen »halbherziges Lavieren« oder schweigenden deutschen Diplomaten eine »Ermutigung von Terroristen« vorwarf. Wieso schwieg Heiko Maas?
Man wird es wohl nie erfahren, denn Paris ist nicht Washington, und mordende »Palästinenser« sind keine gewaltbereiten oder -tätigen Nazis. Da kann Heiko Maas nichts erkennen, was irgendwie verwerflich wäre. Immerhin fiel ja auch den Diplomaten Sigmar Gabriels nicht einmal ein ähnlich nichtssagend formuliertes Statement ein wie das aus Paris. Heiko Maas’ Feindbild entlarvt ihn.
 http://www.tw24.net/?p=13800

Wednesday, July 05, 2017

Vorgeführt

Wenn in diesen Tagen Indiens Premier Narendra Modi für drei Tage Israel besucht, könnten von der indischen Reiseplanung sich deutsche Politiker etwas abschauen. Zwar gelten die Bande zwischen Indien und »Palästina« als sehr eng, doch Narendra Modi wird, so jedenfalls die Planungen, bei seiner aktuellen Visite so höflich sein, keinen offiziellen Abstecher nach Ramallah zu unternehmen.
Damit erspart das indische Staatsoberhaupt seinen jüdischen Gastgebern, über Bilder hinwegsehen zu müssen, die ihn am Grab des »palästinensischen« Terroristen Yassir Arafat zeigen, das sich am Amtssitz des »Präsidenten« der PA befindet. Der Vorgänger Abu Mazens ist als ein Mitgründer der Fatah für Terrorismus verantwortlich und hintertrieb als »Präsident« stets eine Einigung mit Israel.
Während etwa Frank-Walter Steinmeier, der als deutsches Staatsoberhaupt im April Israel bereiste – und beim Abstecher nach Ramallah Yassir Arafat mit einem Kranz ehrte –, kürzlich die von einem solchen offiziellen Akt ausgehende Botschaft leugnete und verharmlosend von einem »Teil des palästinensischen Protokolls« sprach, entzieht sich Narendra Modi bewußt dieser Vereinnahmung.
Er folgt damit dem amerikanischen Präsidenten Donald J. Trump, der sich zwar dem Treffen mit Abu Mazen und dessen »Premier« Rami Hamdallah nicht entzog, es aber nach Bethlehem verlegte, um nicht in der Nähe von Yassir Arafats Grab abgelichtet werden zu können. Wer also will, kann dem »palästinensischen Protokoll« und damit einem antisemitischen Ritual aus dem Weg gehen.
Es bedarf nur eines gewissen Anstands, nicht zum Komplizen antisemitischen Terrors zu werden. Das hat der »Haßprediger« – Frank-Walter Steinmeier über Donald J. Trump, aber weder über Abu Mazen oder Yassir Arafat – vorgemacht, Narendra Modi wird es mit seinem Besuch demonstrieren. Man kann dem Gerede von »besonderen Beziehungen« Taten folgen lassen. So man es ernst meint.
 http://www.tw24.net/?p=13716

Monday, May 29, 2017

Hybris

Von einem Pult herab mit dem Motto »Klar für unser Land«, das natürlich nicht nach »Germany first« klingt, beklagte sich am Wochenende Kanzlerin Angela Merkel, von der Regierung in Washington im Stich gelassen worden zu sein. Ohne freilich praktisch werden zu können, erklärte sie, »Zeiten, in denen wir uns auf andere völlig verlassen konnten, die sind ein Stück weit vorbei«.
Und dann »trotzte« die große CDU-Vorsitzende dem amerikanischen Präsidenten, wie die »Zeitung für Deutschland« formulierte, indem sie die Klage vortrug: »Wir müssen unser Schicksal wirklich in die eigene Hand nehmen, wir müssen selber für unser Schicksal kämpfen«. Welch Zumutung! Man ist nicht einverstanden mit der amerikanischen Politik, will aber auf sie auch nicht verzichten?
1998 war es eine von SPD und Bündnis 90/Die Grünen gestellte deutsche Regierung, die mit der einseitigen diplomatischen Anerkennung Kroatiens und Sloweniens wesentlich dazu beitrug, daß von Jugoslawien nicht mehr viel blieb. Deutschland sprach sich nicht bei seinen europäischen oder amerikanischen Verbündeten ab, denen seine verantwortungslose Politik einen Krieg bescherte.
Und bald danach, 2002, rief ein wahlkämpfender Gerhard Schröder einen »deutschen Weg« aus, auf den manch Sozialdemokrat bis heute stolz ist: Andere europäische Staaten beteiligten sich an der Befreiung des Irak von der mörderischen Baath-Tyrannei. Und erst kürzlich bestätigte eine Studie, »jeder zweite Deutsche ist dagegen, östlichen Bündnismitgliedern [..] militärisch beizustehen«.
Donald J. Trump ist in vielerlei Hinsicht eine Zumutung. Doch gerade die deutsche Aufregung über ihn ist bigott, verlogen. Zum Skandal wird erhoben, daß der US-Präsident die Übernahme von Selbstverantwortung für souveräne Entscheidungen einfordert, die gerade Deutschland sich leisten könnte: »Wo sollten wir denn unsere Flugzeugträger parken«, prahlte Sigmar Gabriel jüngst.
Allerdings, Deutschland gehörte durchaus endlich und für alle Zeiten entmündigt. Daß und wie es sich anmaßt, den Vereinigten Staaten, aber auch den anderen (Noch-)Verbündeten in Europa deren Entscheidungen zu diktieren, ist eine Frechheit, zumal die nationalen dabei als übergeordnete Interessen deklariert werden. »Wir« sind »klar für unser Land«. Der Egoismus anderer ist schlimm.
 http://www.tw24.net/?p=13626

Monday, May 22, 2017

Alternative

Während Europa und dessen deutsche Führung das vergangene Wochenende nutzten, sich nach den dortigen »Wahlen« beim Regime in Teheran als Partner und potentielle Verbündete ins Spiel zu bringen, beendete US-Präsident Donald J. Trump auf der ersten Station seiner ersten Auslandsreise den Flirt seines Amtsvorgängers mit den Mullahs mit einer Rede im saudi-barbarischen Riyadh.
Beim Besuch in dem Königreich wandte der amerikanische Präsident sich an die dort versammelten etwa 50 Staatschefs arabischer und islamischer Länder, die er aufforderte, ihre Aktivitäten gegen den islamistischen Terrorismus zu verstärken. Das Problem sei nicht der Islam, es gehe vielmehr um einen Kampf des Guten gegen das Böse, in dem Washington an der Seite Saudi-Barbariens stehe.
Mit der Verabredung von Waffenlieferungen im Umfang von mehr als 110 Milliarden Dollar zeigte Donald J. Trump schließlich auch die Bereitschaft, Worten Taten folgen zu lassen, auch wenn er damit in Israel, der nächsten Station seiner Reise, schon Befürchtungen um den Erhalt des rüstungs-technologischen Vorsprungs weckte. Doch darüber wird man in Jerusalem sicher reden können.
Mit der Abkehr vom Kurs seines Vorgängers Barack Hussein Obama, der verantwortlich dafür ist, daß Teheran, stellt sich ihm niemand entgegen, in ein paar Jahren über Kernwaffen und den Willen verfügen wird, sie auch einzusetzen, demonstriert Donald J. Trump, daß das ebenfalls von Europa praktizierte Appeasement nicht alternativlos ist: Man kann zwischen zwei Übeln entscheiden.
Wünschenswert freilich wäre eine ähnliche Entscheidungsfreude der US-Regierung gegenüber den »Palästinensern«. Hofft Donald J. Trump, er könne einen »Deal« zwischen Israel und der PLO vermitteln, inszeniert die derzeit einen »Generalstreik«, um in israelischen Gefängnissen inhaftierte Terroristen und deren Hungerstreik zu unterstützen. Dieser Affront sollte nicht folgenlos bleiben.
 http://www.tw24.net/?p=13607

Wednesday, February 01, 2017

Was zählt

Bei SPIEGEL mag man Israel nicht. Und das hat mit leider allzu verbreiteten Ressentiments ganz ohne Zweifel mehr zu tun als mit konkreten oder auch nur ausgedachten Missetaten, die man den Verantwortlichen des jüdischen Staates vorhalten könnte. Wie das Vorurteil wirkt, läßt sich an einer »Nachricht« vom Montag beobachten, in deren Zentrum eigentlich das Regime in Teheran steht.
Die Mullahs haben am Sonntag eine ballistische Rakete getestet und damit möglicherweise gegen Auflagen des Atom-Deals vom Juli 2015 verstoßen. Doch für den SPIEGEL war nicht etwa diese Information wichtig, sondern die betont an den Anfang der Meldung gestellte Feststellung, »Donald Trump und Benjamin Netanyahu sind erklärte Gegner des Atomabkommens mit Iran«.
Das könnte für die islamistischen Herrscher in Teheran auch gelten, denen ihre Zustimmung zum Wiener Abkommen ja schließlich mit Sanktionen und dem Angebot zahlreicher Vergünstigungen auch erst abgerungen werden mußte. Und erst recht stellte ein aktiver Verstoß gegen den Deal wohl etwas dar, was als dessen Ablehnung gelten müßte. Aber das ist offensichtlich zweitrangig.
Von Bedeutung für den SPIEGEL sind »Donald Trump und Benjamin Netanyahu«, die »erklärte[n] Gegner des Atomabkommens«, dessen Ablehnung schwerer zu wiegen scheint als dessen denkbarer Bruch. Dabei äußerten sich im Tagesverlauf auch die Europäische Union und Deutschland besorgt: Beide betonen sogar, der Raketentest sei »unvereinbar mit der geltenden Resolution 2231«.
Doch davon war beim SPIEGEL schon nichts mehr zu lesen, Sigmar Gabriel eine Ablehnung des Deals nachzusagen, wäre ja auch ein wenig verwegen. Aber so offenbart sich erst recht das Ressentiment: USA und Israel, Donald J. Trump und Benjamin Netanjahu werden für etwas angeprangert, das nicht einmal mehr Nachrichtenwert hat, schließen sich EU und Deutschland an.
 http://www.tw24.net/?p=13321

Sunday, January 15, 2017

Heuchler

Der französische Außenminister Jean-Marc Ayrault hat sich am Rande einer von seiner Regierung organisierten »Friedenkonferenz« in Paris, die sich offenbar unter chaotischen Zuständen ihrem Ende nähert, ablehnend über Pläne geäußert, mit dem Umzug der amerikanischen Botschaft in Israel von Tel Aviv nach Jerusalem endlich die Hauptstadt der jüdischen Demokratie anzuerkennen.
Mit einem solchen Schritt hatte Donald J. Trump im Wahlkampf für sich geworben, und vielleicht ist er als neuer Präsident nicht gewillt, die Umsetzung des bereits 1995 vom amerikanischen Parlament beschlossenen Jerusalem Embassy Act zu verschieben, wie das seine Vorgänger noch alle sechs Monate getan hatten. Nun warnt Jean-Marc Ayrault vor »sehr ernsten Konsequenzen«.
Mit seiner Mahnung stellt der französische Minister freilich zunächst sich und all jene bloß, die der Regierung in Jerusalem gern Ratschläge erteilen, darunter den, sich auf die »Grenzen von 1967« einzulassen. Zuletzt hatte der UN-Sicherheitsrat – auf Wunsch der »Palästinenser« – die Staaten der Vereinten Nationen dazu aufgefordert, zwischen Israel und »besetzten Gebieten« zu unterscheiden.
Daß eine Konsequenz dieser klaren Trennung sein kann, in Jerusalem in den »Grenzen von 1967« diplomatische Vertretungen zu eröffnen, haben freilich weder das Regime in Ramallah gedacht noch dessen Unterstützer auch in Frankreich. Doch genau darum geht es: Wollen sie glaubwürdig sein, müssen sie Israels Souveränität in den schließlich von ihnen geforderten Grenzen anerkennen.
Konnten sie sich davor noch drücken, als es die Resolution 2334 nicht gab, müssen sie nach ihrer Zustimmung zu ihr Zeichen setzen. Und das bedeutet eben gerade nicht, den künftigen amerikanischen Präsidenten dafür zu verteufeln, daß er geneigt scheint, die israelische Hoheit über Teile Jerusalems anzuerkennen, sondern »Palästinenser« daran zu erinnern, wo ihre Grenzen sind.
 http://www.tw24.net/?p=13271

Friday, December 30, 2016

Kritischer Journaillismus (Folge 1807): »Die Juden sind unser Unglück!«

In einer verzweifelt gegen »Fake-News« ankämpfenden Medienlandschaft sind sie gar nicht genug zu lobende Lichtblicke, die wackeren Verteidiger von Demokratie und Wahrheit bei den deutschen öffentlich-rechtlichen Anstalten von A wie ARD bis Z wie ZDF. Eine dieser Heldinnen ist Sabrina Fritz, die der SWR nach Washington geschickt hat, um auch dem Deutschlandfunk zu berichten.
Und sie hat etwas herausgefunden, die investigative Sabrina Fritz, das zweifellos berichtenswert ist: »Einer der wenigen Männer, auf die [Donald J.] Trump wirklich hört, ist ein Schwiegersohn, der einer jüdischen Familie entstammt«. Und das, man ahnt es, hat schlimme Folgen, allerschlimmste: Denn damit ist klar, »auf welcher Seite der künftige Präsident steht«, twitternd habe er bestätigt:
»›Halte durch Israel. Bald ist der 20. Januar.‹ Dann ist er an der Macht.«
Und dann, dann wird es ganz übel: »Israel wird sich auf jeden Fall weiter über militärische Hilfe aus den USA freuen dürfen. Trump und Benjamin Netanjahu werden sich auf jeden Fall gut verstehen. Zwei Hardliner, Freunde offener Worte und skeptisch wenn nicht gar hasserfüllt gegenüber Muslimen.« Oder, um es noch einmal in wenigen Worten zusammenzufassen:
»Das sind keine guten Vorzeichen für einen Frieden in der Region.«
Und das alles (auch) wegen eines Schwiegersohns, »der einer jüdischen Familie entstammt« und auf den Donald J. Trump »wirklich hört«. Es ist schrecklich, was diese Juden anrichten, anrichten dürfen! Dabei hat doch schon ein großer Deutscher vor 137 Jahren analysiert: »Die Juden sind unser Unglück!« Hoffentlich kommt jetzt Sabrina Fritz’ Warnung nicht zu spät. Die Lage ist ernst!
 http://www.tw24.net/?p=13232

Friday, December 23, 2016

Etappensieg

Ägypten hat mit seiner unerwarteten Entscheidung, einen bereits dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen zur Beratung vorliegenden Entwurf einer Resolution zur Verurteilung Israels wieder zurückzuziehen, »Palästinenser« und weitere ihrer Unterstützer verärgert: Sollte Kairo es sich nicht anders überlegen, wollen Neuseeland, Venezuela, Malaysia und Senegal die Resolution einbringen.
Hatte die ägyptische Regierung ihren Entschluß damit begründet, Donald J. Trump, dem künftigen Präsidenten der Vereinigten Staaten, eine Chance geben zu wollen, den Friedensprozeß zwischen Israel und »Palästinensern« wiederzubeleben, dokumentiert das Ultimatum der vier nichtständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats, worum es ihnen geht: eine Verurteilung Israels um jeden Preis.
Auf ihre Weise bestätigen sie damit, daß es richtig von der Regierung in Jerusalem war, im Trump Tower um Unterstützung zu bitten und das Weiße Haus nur darüber zu informieren. Nachdem die amtierende amerikanische Regierung offenbar glaubhaft signalisiert hatte, die antiisraelische Resolution passieren lassen zu wollen, blieb den israelischen Diplomaten auch keine andere Wahl.
Donald J. Trump bekam so die Gelegenheit, schon vor seinem Umzug ins Weiße Haus unter Beweis zu stellen, daß er mehr kann als Follower via Twitter zu unterhalten. Mit einer Intervention bei Präsident Abdel Fattah al-Sissi gelang es ihm offenbar, diesen zu einer Rücknahme des ägyptischen Resolutionsentwurfs zu bewegen. Wo die amtierende Administration versagte, setzte er Zeichen.
Bleibt abzuwarten, wie es nach dem Erpressungsversuch Neuseelands, Venezuelas, Malaysias und Senegals weitergeht, war es Donald J. Trump, der die amerikanische Außenpolitik vor einem blamablen Kursschwenk bewahrte. Barack Hussein Obama kann jetzt noch einmal überlegen, ob eine seiner letzten Entscheidungen die sein wird, dem Verbündeten Israel in den Rücken zu fallen.
Nachtrag: Wie Haaretz berichtet, soll die von Kairo zurückgezogene Resolution auf Wunsch Neuseelands, Venezuelas, Malaysias und Senegals noch am Freitag im UN-Sicherheitsrat beraten werden.
 http://www.tw24.net/?p=13205