“Hamas is preventing three Gazan children, who
desperately need medicine they could only get in Israel, from leaving
the Strip to Israel. The three children, aged 5, 10 and 12, are
suffering from systemic arthritis and are all in mortal peril.”
(Ynet, 31.07.2014)
Vor fünf Jahren, im April 2009, erschien erstmals Bettina Marx’ Band
Gaza – Berichte aus einem Land ohne Hoffnung.
“Alle Grenzen des Gazastreifens”, heißt es auf dem Umschlag,
“sind
geschlossen, der Luftraum wird von israelischen Kampfflugzeugen und
Hubschraubern überwacht, auch das Meer bietet kein Entkommen.”
“Die Menschen in Gaza”, geht die Klage weiter,
“leben seit
fast zwanzig Jahren eingepfercht und isoliert, abgeschnitten von der
Welt und abgehängt von wirtschaftlicher und gesellschaftlicher
Entwicklung.” Ein halbes Jahrzehnt später hat die Hamas den dritten Krieg seit ihrer gewalttätigen Machtübernahme 2007 über Gaza gebracht.
Während Israel die vergangenen Jahre nutzte, seine Infrastruktur zum
Schutz von Menschen auszubauen, rüstete die Hamas in Zeiten relativer
Ruhe quantitativ und qualitativ auf, während sie das Wohl der
Zivilbevölkerung
“NGOs” und Vereinten Nationen überließ, die sich, allen voran die
UNRWA, damit zu Komplizen der islamistischen Bande machten.
Beschwerten die
“Menschenrechtsaktivisten” sich über fehlendes
Baumaterial, ließ Israel meist früher als später dessen Lieferung über
seine Grenzen zu und muß jetzt unter schmerzlichen Verlusten erkennen,
daß es auf diese Weise einen Beitrag zum Aufbau eines Tunnelsystems
leistete, dessen Daseinszweck nicht friedlich ist.
Zwischen 2008 und 2011
bezahlten nach Angaben eines
“palästinensischen” Think Tanks mindestens 160 Kinder, die die Hamas zum Tunnelbau einsetzte, diese Arbeit mit ihrem Leben. Bis heute dürfte der
“Widerstand” Dutzende weitere Kinder seinem Ziel, einen terroristischen
“Coup” gegen Israel zu landen, geopfert haben.
Was die Hamas antreibt, ist keine Liebe zum Leben, zu Wohlstand, Fortschritt oder gar
Freiheit, sondern Menschenverachtung. Ihr
Gründungsmanifest ist ein Dokument voller Haß.
“Its
philosophy is rooted in the totalitarianism and radical anti-Semitism
that has undergirded Islamism since its rise in the 1930s and 1940s”,
schreibt Jeffrey Hersh:
“The authors of this charter [..] cite Hassan
al-Banna, the iconic founder of the Muslim Brotherhood in Egypt, who
said, ‘Israel will exist and will continue to exist until Islam will
obliterate it, just as it obliterated others before it.’ Furthermore,
the Covenant claims that the destruction of Israel is a religious
obligation, that is, for Muslims; it is a ‘response to Allah’s
command.’”
Und nichts, was Israel oder das Judentum unternehmen oder unterlassen, kann an dieser
“heiligen Pflicht” etwas ändern.
Deshalb
sind Terror-Tunnel wichtiger als zivile Infrastruktur, Raketen
bedeutend wertvoller als Kinder, die beim Tunnelgraben draufgehen oder
als
“menschliche Schutzschilde”. In den Jahren ihrer Herrschaft hat die Hamas ihren verbrecherischen Charakter deutlich unter Beweis gestellt.
Und dennoch – oder gerade deswegen? – steht Bettina Marx auch fünf
Jahre nach Erscheinen ihres Türstoppers fest an der Seite der
islamistischen Bande. Für die
“Katastrophe”, die sie über Gaza brachte, macht die Journaillistin natürlich nicht die Jihadisten verantwortlich, sondern – Israel.
“Sie wurde planmäßig ins Werk gesetzt, um die Hamas in die Knie zu zwingen”.
Doch das, ein Ende der Hamas-Herrschaft in Gaza und, vielleicht,
sogar ein Ende der islamistischen Gang selbst, wäre, so Bettina Marx
weiter, ein Skandal.
“Es kann” nämlich
“einfach nicht sein, dass im Nahost-Konflikt nur die Interessen Israels zählen und alles andere sich dem unterzuordnen hat.” Und dann formuliert sie eine Forderung, die – in diesem Kontext – ungeheuerlich ist:
“Langfristig wird auch Israel nur Ruhe bekommen, wenn
die Palästinenser ein freies und selbstbestimmtes Leben führen können,
mit all den Rechten, die für Israelis selbstverständlich sind.”
Wer die Hamas vor dem Untergang oder wenigstens einer Entmachtung bewahren will, weiß ganz offenkundig gar nicht, was
“für Israelis selbstverständlich” ist.
“Forget about Israeli interests. Forget about Arab interests”, schreibt Charles Krauthammer in der
Washington Post und führt mit seinem Kommentar das beschränkte Weltbild der Bettina Marx brillant vor:
“The American interest is to endorse and solidify this
emerging axis of moderate pro-American partners (Israel, Egypt, Jordan,
Saudi Arabia, the United Arab Emirates and other Gulf states, and the
Palestinian Authority) intent on seeing Islamist radicalism blunted and
ultimately defanged.”
Auch wenn einige dieser
“moderate pro-American partners” nicht unproblematisch sein mögen – unproblematisch
er
als die Hamas sind sie allemal. Nicht sie waren es jedenfalls, die Gaza
zu einem einzigen Waffenlager ausgebaut und darob jeden dort lebenden
Menschen zum
“Schutzschild” gemacht haben, zum bloßen Objekt, jeder Würde und Selbstbestimmung beraubt.
Daß Bettina Marx eine
Meinung hat, kann nicht kritisiert
werden. Ein Skandal freilich ist es, darf sie ihre menschenfeindliche
Propaganda über Medien verbreiten, die meinen, mittels einer
“Demokratieabgabe” finanziert werden zu müssen. Bettina Marx hat weder Anstand noch ist sie eine Demokratin.
Ihr Flirt mit Islamisten verhöhnt jeden, der sich nach Frieden und Freiheit sehnt, für sie Gesundheit und Leben riskiert.
tw24