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Sunday, August 11, 2019

Stimme Deutschlands

Am Freitag berichtete das deutsche Boulevardblatt BILD, daß Bernd Erbel, der ehemalige deutsche Botschafter in Teheran, nicht die Führung der gemeinsam von Deutschland, Frankreich und dem Vereinigten Königreich gegründeten Instex übernehmen wird, einer »Tauschbörse«, mit der die E3-Staaten amerikanische Handelssanktionen gegen die Islamische Republik Iran sabotieren wollen.



Nach einer Anfrage von BILD-Journalisten, in der der deutsche Diplomat wohl mit Äußerungen zitiert wurde, die ihn nicht mehr öffentlich vorzeigbar erscheinen lassen – außer, selbstverständlich, in Teheran -, entschied das Auswärtige Amt, Bernd Erbel werde seinen Posten aus »persönlichen Gründen« nicht antreten. Am Tag darauf machte die Deutsche Welle daraus einen interessanten Artikel.

Die aktuelle Version des Beitrags ist freilich eine modifizierte. Zählt die Textverarbeitung in ihr 256 Worte, hatte eine früher publizierte Fassung noch über 470. Rund 45 Prozent des ursprünglichen Texts sind also – im übrigen ohne weitere Begründung – verschwunden. Dabei verrät das, was nicht mehr da ist, wie es in Mitarbeitern des aus dem Budget des Kanzleramts finanzierten Senders tickt.

Vier Absätze lang nämlich übt die Deutsche Welle da eine ganz besondere Quellenkritik. Können ihre Autoren BILD in der Sache keine Fehler, falsche Zitate beispielsweise, nachweisen, versuchen sie, Zweifel an der Integrität der Journalistin Antje Schippmann zu säen, die bei der israelischen Botschaft in Berlin gearbeitet und aktiv gewesen sei für eine »proisraelische Lobby-Organisation«.

Und als krönenden Abschluß ihres Versuchs, BILD und ihre Journalistin zu diskreditieren, zitieren die Deutsche Welle-Autoren auch noch einen Berater eines prominenten amerikanischen demokratischen Politikers, der Aktivisten gegen Antisemitismus einmal vorgeworfen habe, diese betrachteten es als ihre »Hauptaufgabe, die schlimmsten Aspekte muslimischer Gesellschaften herauszustellen«.
Darf man BILD gewiß aus allerlei Gründen nicht mögen, stellt sich die Deutsche Welle, »die mediale Stimme Deutschlands«, mit ihrer »Quellenkritik« und dem Versuch, sie wieder verschwinden zu lassen, ein Armutszeugnis aus. »Stolpert« ein deutscher Diplomat über seine große Nähe zu einem antisemitischen Regime, kann dafür nicht er, sondern nur »die jüdische Lobby« verantwortlich sein.
Hat der deutsche Außenminister Heiko Maas gerade wieder einmal behauptet, »Antisemitismus hat bei uns keinen Platz«, demonstriert die Deutsche Welle, auf die noch am ehesten die Bezeichnung »Staatssender« zutrifft, wie gesellschaftsfähig er in Deutschland tatsächlich ist. Und fällt er auf, versucht selbst die Deutsche Welle, die als Nestbeschmutzer in Mißkredit zu bringen, die ihn thematisieren.
https://www.tw24.net/?p=4088

Sunday, June 17, 2018

Stimme Deutschlands

In dieser Woche haben die Vereinten Nationen in ihrer Vollversammlung mit allzu großer Mehrheit eine von Algerien, der Türkei und dem »Staat Palästina« eingebrachten Resolutionsentwurf angenommen, der unter der Überschrift »Schutz der palästinensischen Zivilbevölkerung« Israel das Recht streitig machen will, sich nicht zuletzt militärisch gegen terroristische Angriffe zu verteidigen.
Trotzdem also damit einmal mehr deutlich wurde, wie die Sympathien in der Weltgemeinschaft verteilt sind, behauptet Bettina Marx, die es nach einer Karriere bei dem Berliner Staatssender zur Leiterin des in Ramallah betriebenen Büros der Heinrich Böll Stiftung gebracht hat, in einem Kommentar für die Deutsche Welle ernsthaft, »die Palästinenser haben längst jeden Fürsprecher verloren«.
Doch das ist nur die erste von zahlreichen Falschdarstellungen in ihrem Meinungsbeitrag, auch mit dessen Veröffentlichung der Sender offenbar »das Verständnis zwischen den Kulturen und Völkern« fördern will, wie es in seiner Selbstdarstellung heißt. Tatsächlich allerdings wird etwa die kühne These, Terrorismus sei »im Völkerrecht verbriefter Widerstand«, eher das Gegenteil bewirken.
Bettina Marx verschweigt, manipuliert, lügt und hetzt, ihr Antisemitismus ist unübersehbar. Es ist daher richtig, fordert die WerteInitiative, ein Verein jüdischer Deutscher, die Bündnis 90/Die Grünen nahestehende Heinrich Böll Stiftung auf, sich von Bettina Marx zu trennen. Diese Forderung geht indes noch nicht weit genug. Auch für die Deutsche Welle sollte dieser Kommentar Folgen haben.
https://www.tw24.net/?p=2951

Thursday, January 11, 2018

Verharmloser

Mit der Veröffentlichung eines Kommentars des Publizisten Armin Langer hatte die Deutschen Welle, »der Auslandssender Deutschlands« kürzlich versucht, den antisemitischen Charakter angeblich »pro-palästinensischer« Aufmärsche im Dezember 2017 in Deutschland zu verharmlosen und zu leugnen. Schon die Überschrift des Beitrags sprach Bände: »Es gab keine ›Tod den Juden‹-Rufe«.
So sei, durfte der Autor des Kommentars unwidersprochen behaupten, das Verbrennen der Fahne Israels »an sich nicht antisemitisch«, weil sie »nicht für die Juden, sondern für die Israelis« stehe, zu denen auch Araber gehörten. Und auch »Chaibar, Chaibar«-Rufe sollten nicht überbewertet werden, spielten sie doch nicht auf die Ermordung von Juden an, sondern »nur« auf deren Unterwerfung.
Von Medien und Politik sei nach den Demonstrationen also praktisch ohne Grund »die Gefahr des antisemitischen Mobs [..] heraufbeschworen«, seien »Juden in der Bundesrepublik« ohne Not »in Angst versetzt« worden. Der Kommentar schloß mit den Worten, »die beteiligten Journalisten, Politiker und Würdenträger« sollten sich für die von ihnen verbreiteten »Fake-News« »entschuldigen«.
Inzwischen hat der Senat in Berlin eine Anfrage linker Politiker zu den Kundgebungen beantwortet, wie die Zeitung Die Welt auf ihrer Website berichtet. Danach hätten sich in Berlin tatsächlich »Islamisten« versammelt, die nicht etwa gegen die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels durch die USA protestieren, sondern »den Märtyrertod verherrlichen und dem IS zujubeln« wollten.
Slogans und Gesten der Teilnehmer der Demonstrationen werden in der Stellungnahme des Senats »als Solidaritätsbekundung für den IS gedeutet«. Der beschönigenden und verharmlosenden Darstellung Armin Langers und der Deutschen Welle steht damit jetzt eine amtliche Einschätzung gegenüber, neben der Medienberichte von den Aufmärschen in der Tat wie Untertreibungen wirken.
Die Deutsche Welle und ihr Kommentator haben ganz offene Bekenntnisse zu Terrorismus und zu einer Organisation, die selbst die Hamas bekämpft, verharmlost und als noch demokratisch legitime Meinungsäußerungen verteidigt. Sie haben »Fake-News« verbreitet und verbreiten sie noch immer. Die Stimme Deutschlands im Ausland und ihr Zuträger Armin Langer sollten sich schämen.
https://www.tw24.net/?p=14215

Sunday, December 31, 2017

Steuerfinanzierter Antisemitismus

Die Deutsche Welle ist, heißt es auf ihrer Website, »der Auslandssender Deutschlands«. Sie wird finanziert »aus Steuermitteln des Bundes«, die sie über den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien erhält, der wiederum seine Mittel aus den Etats des Bundeskanzleramts und der Bundeskanzlerin erhält. Wenn es einen Staatssender gibt in Deutschland, ist es die Deutsche Welle.
Nun hat die Deutsche Welle einen Meinungsbeitrag des Publizisten Armin Langer veröffentlicht, der unter Berufung auf Recherchen der medienkritischen Website Übermedien sich daran versucht, die antisemitischen Proteste zu bagatellisieren, die nach der offiziellen Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels durch die Vereinigten Staaten in zahlreichen deutschen Städten stattfanden.
Glaubt man dem Kommentator, gibt es keinen Grund zu gesteigerter Beunruhigung über immer offener geäußerten Antisemitismus in Deutschland, denn dieser Eindruck sei vor allem die Folge einer medialen Hysterie, die auf Falschmeldungen beruhe, auf, schreibt Armin Langer, »Fake-News«. Er und »der Auslandssender Deutschlands« stellen fest: »Es gab keine ›Tod den Juden‹-Rufe«.
Von solchen Rufen auf Demonstrationen in Berlin hatten zahlreiche Medien berichtet. Für Armin Langer »Falschmeldungen« mit Folgen: »Als Ergebnis wurden die Demonstration und darauf folgende Veranstaltungen pauschal als antisemitisch bezeichnet.« Politiker empörten sich, ein offenbar getäuschter Justizminister Heiko Maas forderte, »wer ›Tod den Juden‹ ruft, gehört vor Gericht«.
Erklärungen hat Armin Langer auch für brennende Flaggen und andere Parolen, die krakeelt wurden, parat: »Die Fahnenverbrennung« sei zwar zu verurteilen, »weil sie Israelis als eine homogene Masse behandelt«, doch »dieser Akt an sich« sei »nicht antisemitisch«, da »die israelische Fahne« nicht »für die Juden« stehe, »sondern für die Israelis«, also auch für Israels arabische Bürger.
Und »Kindermörder Israel«-Rufe, nun, bringt »die israelische Luftwaffe im Gazastreifen« nicht Kinder um? Bei »Chaibar, Chaibar, du Jude!«-Parolen schließlich gehe es ebenfalls nicht um Mord an Juden, »sondern ihre Unterwerfung«. Sie »mit ›Tod den Juden‹ zu übersetzen wäre falsch«. Es habe also viel Ärger gegeben um nichts. Und daher müßten nun schnellstens Entschuldigungen her:
»Es wäre deshalb angebracht, wenn sich die beteiligten Journalisten, Politiker und Würdenträger nun mindestens genauso laut entschuldigen würden. Bei den Muslimen in Deutschland – weil sie erneut pauschal dämonisiert wurden. Und bei den Juden – weil sie unnötig in Angst versetzt wurden.«
Der Kommentator und sein Sender arbeiten unsauber. So bestreitet ihre Quelle allenfalls »massenhafte« Forderungen nach dem Tod von Juden. Daß es sie jedoch gegeben habe, bestreitet selbst Übermedien nicht. Und wer erklärt, die Fahne Israels stehe für den Staat mit seiner gesamten Bevölkerung, wird kaum leugnen können, daß ihr Verbrennen ein Symbol ist für die Vernichtung Israels.
In München erklärten Demonstranten vor laufender Kamera, »in dieser Welt gibt es kein Israel, nur Palästina«, wurden – wie in Berlin – Fahnen der Fatah geschwenkt, die mit ihrem Logo ganz Israel als »palästinensisch« deklariert. Teilnehmer der Proteste zeigten Plakate gleichen Inhalts. Sie bestritten das Existenzrecht Israels. Und damit meinten sie den jüdischenStaat und dessen jüdische Bevölkerung.
Mit dem Kommentar Armin Langers versucht die Deutsche Welle, Antisemitismus nicht zu leugnen, eindeutig antisemitische Aufmärsche jedoch zu verharmlosen. Die vom Kanzleramt und aus dem Etat dessen derzeitiger Hausherrin finanzierte »Stimme Deutschlands« redet das auf diesen Haß-Kundgebungen gezeigte Gewaltpotential schön. Dieser steuerfinanzierte Antisemitismus ist obszön.
https://www.tw24.net/?p=14184

Saturday, November 26, 2016

Feuer

Seit einigen Tagen halten zahlreiche Feuer weite Teile Israels in Atem, vor allem aber den Norden um Haifa, die drittgrößte Stadt des Landes. In ihrem unermüdlichen Kampf gegen die Flammen werden israelische Feuerwehrkräfte aus Jordanien und Ägypten unterstützt, das Regime in Ramallah schickte Hilfe, Italien und Zypern, die USA helfen mit einem riesigen Löschflugzeug.
80.000 Menschen mußten zeitweise evakuiert werden, Dutzende erlitten Rauchvergiftungen, zum Glück sind bisher allerdings keine Menschenleben zu beklagen. Über die Höhe der Sachschäden, die die Feuer anrichteten, läßt sich derzeit wohl nur spekulieren. Verheerender noch als die Flammen könnten sich Nachrichten auswirken, nach denen viele Brände Menschenwerk sind.
Zweifellos haben Trockenheit und hohe Temperaturen einen Anteil daran, daß die Feuer noch immer wüten, unbestreitbar scheint allerdings auch, daß nicht wenige Feuer von »Palästinensern« gelegt wurden. Die Hamas ruft zu Brandstiftungen auf, »Israel brennt«, feiern arabische Nutzer sozialer Netzwerke. Und während auch einige Mitgefühl äußern, preisen Haßprediger Allah.
Unter deutschen Journaillisten, die aus der Gegend berichten, halten sich derweil Empathie mit den Bewohnern Israels und Entsetzen über möglicherweise sogar koordinierte Branstiftungen – teils auffallend gleichzeitig »auftauchende« Brandherde deuten jedenfalls darauf – in Grenzen. »Rechte Politiker nutzten die Feuer, um gegen arabische Israelis Stimmung zu machen«, klagen sie.
Deutlicher als Nicola Abé für den SPIEGEL wird dabei Tanja Krämer für die Deutsche Welle, »ein profundes, verlässliches Informationsangebot in 30 Sprachen«, das sich »insbesondere an globale Entscheider, an Menschen, die Einfluss auf die Meinungsbildung haben – oder künftig haben werden«, richtet, »an jene, die sich aktiv für Demokratie, Freiheitsrechte und Fortschritt einsetzen«.
»Sogar die Feuerwehr aus Palästina hilft«, heißt es also beim deutschesten aller deutschen Sender, »Premier Netanjahu spricht dennoch von terroristischer Brandstiftung.« Und es klingt, als könnte das eine das andere ausschließen oder den israelischen Ministerpräsidenten dazu verpflichten, die Tatsache zu beschweigen, daß »palästinensischer« Terror nicht erst seit gestern mit Feuer »spielt«.
Wer Brandsätze auf Menschen abfeuert oder sie mit brennenden Reifen attackiert, den werden keine Skrupel plagen, auch Brände zu legen. Wenige Tage ist es her, daß »Sicherheitskräfte« des Regimes in Ramallah gegen israelische Soldaten in Hebron gerichtete Anschlagspläne aufdeckten und zu vereiteln halfen, in denen einem von Menschen gelegten Feuer eine zentrale Rolle zugedacht war.
Und vor gut zwei Wochen waren es die »palästinensischen« Maan News, die von Jugendlichen zu berichten wußten, die mit Molotov-Cocktails ein Haus am Rand von Beit El angegriffen hatten, das darauf niederbrannte. Daß es hier beim Sachschaden blieb, hat mit Glück mehr zu tun als mit den Absichten der Täter. Feuer als »einfache« Waffe jedenfalls ist für »Palästinenser« keine Neuigkeit.
Und so sind es einige deutsche Journaillisten, deren »kritische« Menschenverachtung doch beinahe mehr beeindruckt als die Mühen, mit denen israelische und internationale Brandbekämpfer sich gegen die Flammen stemmen. Man wünschte, beide, Flammen wie Journaille, würden verstummen. Möglichst schnell und möglichst ausdauernd. Zu fürchten ist, bei letzteren bleibt es beim Wunsch.
 http://www.tw24.net/?p=13127

Monday, July 04, 2016

Kritischer Journaillismus (Folge 1634): K(l)ein(er) Unterschied

Zur Berichterstattung über den aktuellen Stand im Konflikt Israels mit »Palästinenser« genannten arabischen Terroristen gehört seit einiger Zeit ein Bodycount der etwa so geht: »In den vergangenen neun Monaten sind bei einer Welle palästinensischer Anschläge 35 Israelis getötet worden. Auf der anderen Seite starben mehr als 220 Palästinenser, meist bei ihren eigenen Attacken.«
Die Zahlen variieren ebenso wie die Wortwahl leicht, doch das Muster ist wiedererkennbar. Das, worauf es ankommt, ist der letzte Nebensatz. Er entschärft den nach Gleichsetzung klingenden Vergleich, indem er deutlich macht, daß die getöteten »Palästinenser« sich als Angreifer in aller Regel selbst in eine Lage brachten, in der ihr gewaltsamer Tod wahrscheinlicher wurde.
Getötete Terroristen sind, versucht der kleine Nebensatz zu vermitteln, keine Unschuldigen, keine Opfer. Es gibt keine Äquivalenz zwischen toten Terroristen und von Terroristen Getöteten, ein beim Anschlag oder Anschlagsversuch ausgeschalteter Terrorist ist kein Opfer. Deshalb ist der erklärende Hinweis wichtig. Wer dagegen auf ihn verzichtet, der will eine völlig andere Botschaft vermitteln.
So wie die deutscheste aller Wellen, der staatliche deutsche Auslandsrundfunk. Bei der »mediale[n] Stimme Deutschlands«, der Deutschen Welle (DW), zählt man die Toten nämlich unterschiedslos so: »Seit vergangenem Oktober wurden bei Messerattacken 34 Israelis und zwei Amerikaner getötet. Israelische Sicherheitskräfte erschossen im selben Zeitraum mehr als 220 Palästinenser.«
Wird bei der eingangs zitierten Formulierung mit dem letzten Nebensatz auch deutlich, daß es für Anschläge auf Bürger Israels und deren Gäste Täter gibt, finden bei der Deutschen Welle »Messerattacken« ohne dafür Verantwortliche statt, ohne Täter. Dafür aber werden israelische Sicherheitskräfte als aktiv Handelnde dargestellt, als auf unschuldige »Palästinenser« Schießende.
Für die Deutsche Welle gibt es keinen Unterschied zwischen Tätern und Opfern, zumindest keinen, auf den hingewiesen werden müßte. Bewußt handeln bei der »mediale[n] Stimme Deutschlands« zudem nur israelische Sicherheitskräfte. Und deren Handeln ist, suggeriert die Formulierung, nicht zu rechtfertigen. So sieht sie aus, die »journalistische Unabhängigkeit« des Staatsfunks.
 tw24

Tuesday, January 06, 2015

Propagandaagentur dpa

Den hellen Köpfen der dpa sind Formulierungen zu verdanken wie “im palästinensischen Ostjerusalem“, während deren Kollegen bei der Deutschen Welle ihre Kompetenz zuletzt etwa mit der Behauptung unter Beweis stellten, “militante Palästinenser“ hätten in der Nacht vom 19. zum 20. Dezember “erstmals“ seit dem vorläufigen Ende des Krieges im Sommer Israel mit Raketen angegriffen.
Nachdem er öffentlich auf seine Unfähigkeit, bis 3 zählen zu können, hingewiesen wurde, änderte der Heimatsender Bettina Marx’ klammheimlich seinen Beitrag, während die “Nachrichtenagentur” vermutlich noch immer fest davon überzeugt ist, ein Zutrittsverbot für Juden in Teilen der israelischen Hauptstadt Jerusalem sei doch keiner Problematisierung wert. Jetzt folgte diesen Glanzleistungen die wohl einfach unausweichliche Anerkennung:
“Das Auswärtige Amt und die Deutsche Welle haben sich darauf verständigt, einen neuen multimedialen Fremdsprachendienst einzurichten, um die internationale Berichterstattung über Deutschland im Ausland zu fördern. Die Nachrichtenagentur dpa wird hierzu Inhalte beisteuern, das Auswärtige Amt fördert das Projekt finanziell.”
Der Herr Außenministerdarsteller gab aus gegebenem Anlaß wohlfeile Belanglosigkeiten von sich, die in der bahnbrechenden Erkenntnis gipfelten, “damit eine Nachricht ihren Empfänger erreicht, muss sie nicht nur über ein Medium gesendet werden, das die Zielgruppe erreicht – sie muss auch in einer Sprache verfasst sein, die verstanden wird und aktuelle Informationen enthalten, die interessieren.”
Daß eine Nachricht vor allem wahr sein sollte, scheint dem spendablen Chef des Auswärtigen Amts entgangen zu sein. “Der neue Dienst”, betont er lieber, werde eine Chance bieten, “das Deutschlandbild im Ausland positiv zu prägen”. Womit die Katze den Sack verlassen hat: Nicht um Nachrichten geht es bei Deutscher Welle und fortan der dpa, sondern um Propaganda für Deutschland.
 tw24

Sunday, December 21, 2014

Kritischer Journaillismus

Am Freitag griffen “palästinensische” Terroristen aus Gaza Israel erneut mit mindestens einer Rakete an. Hatten die israelischen Streitkräfte in den Wochen zuvor mehrere Raketenangriffe unbeantwortet gelassen, flogen sie in der Nacht zum Sonnabend Einsätze gegen einen Hamas-Stützpunkt.
“A Ma’an reporter said that Israeli F-16 warplanes fired at least two rockets targeting a site belonging to Hamas in eastern Khan Younis.”
Kein zivilisierter Mensch, könnte man meinen, sollte etwas gegen die Zerstörung terroristischer Infrastruktur haben. In “Palästina” dagegen vergießt man bitteren Tränen um sie und schwört Rache. Die Hamas ruft gar nach internationaler Hilfe, wie die “palästinensischen” Mann News melden.
“Hamas spokesman Sami Abu Zuhri warned Palestinians in a statement of another ‘foolish’ Israeli act, calling upon the international community to carry out its responsibilities toward renewed Israeli aggression.”
Die DFLP, die Democratic [sic!] Front for the Liberation of Palestine, eine Organisation, zu der auch deutsche “Linke” und bekennende Friedenstauben enge Beziehungen unterhalten, erinnert dagegen daran, das eigene Schicksal in die – natürlich – eigenen Hände zu nehmen:
“The National Resistance Brigades, the military wing of the Democratic Front for the Liberation of Palestine, [..] called for a united resistance front, and called upon all Palestinian factions’ military wings to hold a meeting to discuss ways to respond to the recent Israeli attack on the Gaza strip.”
Es ist bezeichnend, daß in dieser Logik das auslösende Ereignis nicht einmal mehr erwähnt wird. Der Bruch eines “Waffenstillstands” wird Israel vorgeworfen, nicht jenen, die die informelle Waffenruhe tatsächlich brachen. Eine Umkehrung der Realität, die freilich besonders zur deutschen Berichterstattung paßt.
Waren international Überschriften nicht unüblich, die etwa verkündeten, “Israel bombs Hamas in Gaza after rocket attack”, und formulierte selbst der britische Guardian, “Israeli aircraft bomb Hamas base in Gaza Strip after militants fired rocket”, sparten die Deutschen sich letztere Information.
tagesschau20141220
Die tagesschau meldete eine “neue Eskalation in Nahost” und erklärte darunter: “Israel fliegt Luftangriffe auf Gazastreifen”; SPIEGEL online, das Portal zum deutschesten aller Nachrichtenmagazine, (über-)schrieb: “Nahost-Konflikt: Israel bombardiert Ziele im Gaza-Streifen”.
Besonders hart allerdings traf es die Deutsche Welle. Machte der deutsche Staatssender am Freitag noch die Propagandaarbeit der Hamas und klagte, “humanitäre Krise in Gaza spitzt sich zu”, mußte er am Sonnabend diesen Satz im Kleingedruckten verstecken:
“Zuvor hatten militante Palästinenser erstmals seither eine Rakete aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuert.”
Bei dem Sender, der auch aus dem Budget des Kanzlerinnenamts finanziert wird, kann man nicht zählen. Oder will man nicht? “Two previous cases of militant rockets landing in Israel have been recorded” – das hätten die deutschen Staatsflunkerer jedenfalls beim Guardian erfahren können.
 tw24

Thursday, August 14, 2014

Hamas-Propagandistin

Ausländische – und wohl mehr noch: einheimische – Journalisten unterliegen bei ihrer Arbeit in Gaza massiven Restriktionen durch die Hamas und deren Verbündete. Es nimmt daher nicht wunder, sieht die Berichterstattung aus dem von islamistischen Gangstern “regierten” Gebiet aus, wie sie aussieht. Wer auch morgen noch “berichten” dürfen will, muß sich dem sich verschärfenden Druck beugen.
“We have received strict orders that if we record that Hamas fires rockets or that they shoot, we get serious problems and are expelled from Gaza.”
Daß die Hamas Ende Juli mehrere Dutzend Menschen abschlachtete, weil die für Frieden demonstriert hatten, sprach sich daher nicht bis zum Publikum der tagesschau herum, daß es in Gaza durchaus Widerstand gibt gegen die Hamas, wird man in “Qualitätsmedien” frühestens dann lesen oder hören, wenn solche Kunde für die eigenen Leute ungefährlich ist.
“Out of the wreckage, amid the fear and mourning for the many who fell, one can hear – for the first time – the anger of Gaza Strip residents against Hamas for leading Gaza to ruin.”
Damit freilich stellt sich die Frage, was der ganze Aufwand eigentlich dennoch soll. Ist eine ungehinderte Arbeit nicht mehr möglich, kann man die Berichterstattung doch gleich Al Aqsa TV überlassen, dem Sender der Hamas. Manch Journalist versucht immerhin kurz vor oder nach der Abreise aus Gaza noch zu melden, was die Islamisten nicht verbreitet wissen wollen.
So gelang es einem indischen Fernseh-Team, Hamas-Terroristen dabei zu filmen, wie sie inmitten von Wohn- und Hotelbauten einen Raketenstart vorbereiteten und durchführten, eine finnische Journalisitin bestätigte live, daß selbst das Shifa-Krankenhaus für Angriffe auf Israel mißbraucht wurde. Nicht abreisen können oder wollen “Palästinenser”, deren Mut darob Anerkennung verdient:
“[A] Palestinian journalist wrote in France’s Liberation newspaper that he had been interrogated by Hamas and threatened with expulsion from the Strip. A colleague had even denied him shelter for the night, explaining, ‘You don’t mess with these people’ – Hamas, that is – ‘during war.’ Two days later, the story was pulled at the journalist’s request.”
Umso peinlicher ist gerade auch vor diesem Hintergrund, was die deutsche Staatsjournalistin Bettina Marx immer wieder abliefern und senden darf. Sie hat kein Problem mit der Hamas, weil sie längst deren Komplizin ist, blind für deren offenkundige Kriegs- und sonstige Verbrechen, dafür aber voller Haß auf Israel. Bettina Marx verschweigt, verfälscht und lügt ganz freiwillig; sie sät Haß.
Gut möglich, daß Bettina Marx Mitleid empfindet mit den “Palästinensern”, von deren Schicksal sie am Mittwoch zwanzig Minuten lang in ihrer “Ortsbegehung” aus Gaza, nun, “berichtete”. Daß in ihrem ganzen Beitrag die Hamas nicht einmal erwähnt wird, nicht einmal deren Gewaltherrschaft über “Palästinenser”, schon gar nicht deren Terror gegen israelische Zivilisten, ist bezeichnend.
Natürlich finden vom Shifa-”Krankenhaus” aus abgefeuerte Raketen so wenig Erwähnung wie in UNRWA-Schulen gelagerte. Dafür aber weiß Bettina Marx von “mehreren Angriffen auf UN-Schulen”, und zwar “gezielten”, wie sie sich von einem “Aktivisten” bestätigen läßt, dessen “NGO” eng mit der Hamas zusammenarbeitet. Doch das wird man – selbstverständlich – nicht von Bettina Marx erfahren.
Nicht einen Nebensatz hat die deutsche Hamas-Propagandistin übrig für die israelische Darstellung der angeblich “gezielten” Angriffe auf Schulen, sie zitiert nicht einmal die Vereinten Nationen, die ihre Behauptung allerdings ebenfalls nicht bestätigen, sie verschweigt, wie deren angebliche Opfer inszeniert wurden. Nein, Bettina Marx darf zwanzig Minuten lang Israel als mordlüsternen Aggressor darstellen.
Es gibt Journalisten, die haben keine andere Wahl, als sich für die Dauer ihres Aufenthalts in Gaza dem erpresserischen Druck der Hamas zu unterwerfen. Wenn sie das thematisieren und wenigstens nachträglich versuchen, ein realistischeres Bild zu zeichnen, ist das zumindest beachtenswert. Daß Bettina Marx sich anmaßt, eine Journalistin wie sie sein zu wollen, ist eine fortgesetzte Frechheit.
 tw24

Saturday, August 02, 2014

Marxismus: Einer Journaillistin Liebe zum islamistischen Terror

        “Hamas is preventing three Gazan children, who desperately need medicine they could only get in Israel, from leaving the Strip to Israel. The three children, aged 5, 10 and 12, are suffering from systemic arthritis and are all in mortal peril.”
        (Ynet, 31.07.2014)
Vor fünf Jahren, im April 2009, erschien erstmals Bettina Marx’ Band Gaza – Berichte aus einem Land ohne Hoffnung. “Alle Grenzen des Gazastreifens”, heißt es auf dem Umschlag, “sind geschlossen, der Luftraum wird von israelischen Kampfflugzeugen und Hubschraubern überwacht, auch das Meer bietet kein Entkommen.”
“Die Menschen in Gaza”, geht die Klage weiter, “leben seit fast zwanzig Jahren eingepfercht und isoliert, abgeschnitten von der Welt und abgehängt von wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Entwicklung.” Ein halbes Jahrzehnt später hat die Hamas den dritten Krieg seit ihrer gewalttätigen Machtübernahme 2007 über Gaza gebracht.
Während Israel die vergangenen Jahre nutzte, seine Infrastruktur zum Schutz von Menschen auszubauen, rüstete die Hamas in Zeiten relativer Ruhe quantitativ und qualitativ auf, während sie das Wohl der Zivilbevölkerung “NGOs” und Vereinten Nationen überließ, die sich, allen voran die UNRWA, damit zu Komplizen der islamistischen Bande machten.
Beschwerten die “Menschenrechtsaktivisten” sich über fehlendes Baumaterial, ließ Israel meist früher als später dessen Lieferung über seine Grenzen zu und muß jetzt unter schmerzlichen Verlusten erkennen, daß es auf diese Weise einen Beitrag zum Aufbau eines Tunnelsystems leistete, dessen Daseinszweck nicht friedlich ist.
Zwischen 2008 und 2011 bezahlten nach Angaben eines “palästinensischen” Think Tanks mindestens 160 Kinder, die die Hamas zum Tunnelbau einsetzte, diese Arbeit mit ihrem Leben. Bis heute dürfte der “Widerstand” Dutzende weitere Kinder seinem Ziel, einen terroristischen “Coup” gegen Israel zu landen, geopfert haben.
Was die Hamas antreibt, ist keine Liebe zum Leben, zu Wohlstand, Fortschritt oder gar Freiheit, sondern Menschenverachtung. Ihr Gründungsmanifest ist ein Dokument voller Haß. “Its philosophy is rooted in the totalitarianism and radical anti-Semitism that has undergirded Islamism since its rise in the 1930s and 1940s”, schreibt Jeffrey Hersh:
“The authors of this charter [..] cite Hassan al-Banna, the iconic founder of the Muslim Brotherhood in Egypt, who said, ‘Israel will exist and will continue to exist until Islam will obliterate it, just as it obliterated others before it.’ Furthermore, the Covenant claims that the destruction of Israel is a religious obligation, that is, for Muslims; it is a ‘response to Allah’s command.’”
Und nichts, was Israel oder das Judentum unternehmen oder unterlassen, kann an dieser “heiligen Pflicht” etwas ändern. Deshalb sind Terror-Tunnel wichtiger als zivile Infrastruktur, Raketen bedeutend wertvoller als Kinder, die beim Tunnelgraben draufgehen oder als “menschliche Schutzschilde”. In den Jahren ihrer Herrschaft hat die Hamas ihren verbrecherischen Charakter deutlich unter Beweis gestellt.
Und dennoch – oder gerade deswegen? – steht Bettina Marx auch fünf Jahre nach Erscheinen ihres Türstoppers fest an der Seite der islamistischen Bande. Für die “Katastrophe”, die sie über Gaza brachte, macht die Journaillistin natürlich nicht die Jihadisten verantwortlich, sondern – Israel. “Sie wurde planmäßig ins Werk gesetzt, um die Hamas in die Knie zu zwingen”.
Doch das, ein Ende der Hamas-Herrschaft in Gaza und, vielleicht, sogar ein Ende der islamistischen Gang selbst, wäre, so Bettina Marx weiter, ein Skandal. “Es kann” nämlich “einfach nicht sein, dass im Nahost-Konflikt nur die Interessen Israels zählen und alles andere sich dem unterzuordnen hat.” Und dann formuliert sie eine Forderung, die – in diesem Kontext – ungeheuerlich ist:
“Langfristig wird auch Israel nur Ruhe bekommen, wenn die Palästinenser ein freies und selbstbestimmtes Leben führen können, mit all den Rechten, die für Israelis selbstverständlich sind.”
Wer die Hamas vor dem Untergang oder wenigstens einer Entmachtung bewahren will, weiß ganz offenkundig gar nicht, was “für Israelis selbstverständlich” ist. “Forget about Israeli interests. Forget about Arab interests”, schreibt Charles Krauthammer in der Washington Post und führt mit seinem Kommentar das beschränkte Weltbild der Bettina Marx brillant vor:
“The American interest is to endorse and solidify this emerging axis of moderate pro-American partners (Israel, Egypt, Jordan, Saudi Arabia, the United Arab Emirates and other Gulf states, and the Palestinian Authority) intent on seeing Islamist radicalism blunted and ultimately defanged.”
Auch wenn einige dieser “moderate pro-American partners” nicht unproblematisch sein mögen – unproblematischer als die Hamas sind sie allemal. Nicht sie waren es jedenfalls, die Gaza zu einem einzigen Waffenlager ausgebaut und darob jeden dort lebenden Menschen zum “Schutzschild” gemacht haben, zum bloßen Objekt, jeder Würde und Selbstbestimmung beraubt.
Daß Bettina Marx eine Meinung hat, kann nicht kritisiert werden. Ein Skandal freilich ist es, darf sie ihre menschenfeindliche Propaganda über Medien verbreiten, die meinen, mittels einer “Demokratieabgabe” finanziert werden zu müssen. Bettina Marx hat weder Anstand noch ist sie eine Demokratin.
Ihr Flirt mit Islamisten verhöhnt jeden, der sich nach Frieden und Freiheit sehnt, für sie Gesundheit und Leben riskiert.
 tw24